Frankreich: Tausende Unternehmen in ihrer Existenz gefährdet

Die geplanten Reformen in Frankreich werden nicht ausreichen, um die wirtschaftliche Situation des Landes zu verbessern. Ökonomen rechnen dagegen mit einem regelrechten Firmensterben.

Die sozialistische Regierung unter François Hollande will das Wirtschaftswachstum unter anderem durch eine Steuer auf Dividenden ankurbeln. Die neue Steuer soll Unternehmen dazu bringen, mehr Geld zu investieren. Ökonomen und Wirtschaftsvertreter rechnen allerdings damit, dass diese Maßnahme eine gegenteilige Wirkung erzielten könnte.

Dabei ist die Steuer auf Unternehmensdividenden nur eine von vielen Mehrbelastungen durch Gebühren, die auf Firmen zukommen. Hollande plant Steuererhöhungen im Bereich von mehreren Milliarden Euro. Arbeitnehmer sollen dabei nicht stärker belastet werden.

Dies könnte genau der falsche Weg sein: „Es ist unerlässlich, die Kosten für Unternehmen kurzfristig zu senken und ihnen etwas Spielraum zu verschaffen. Mit der Verschlechterung der Wirtschaftsprognosen sind tausende Unternehmen davon gefährdet, pleite zu gehen“, sagte Patrick Artus, Chefökonom bei der Natixis Bank.

Auch die Mehrausgaben für Forschung und Entwicklung werden die französische Wirtschaft nicht rechtzeitig entlasten können: „Investitionen in Bildung und Forschung werden funktionieren, aber das wird zehn Jahre Dauern“, sagt der Havard-Ökonom Philippe Aghion.

Kommentare

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  1. Tacheles sagt:

    Das ist doch kein Wunder, dass es kein Wachstum mehr in Frankreich gibt.

    Was sind den Frankreichs Hauptabsatzmärkte?
    Das sind die Länder des Mittelmeerraums, die halt jetzt sparen müssen.

    Das unnatürliche, weil schlicht kredtifinanzierte Wachstum (ermöglicht durch die niedrigen Zinsen nach Euroeinführung) hat sich nach Frankreich fortgepflanzt.
    Die letzten 10 Jahre (nachdem Trichet angefangen hatte mit Geld um sich zu werfen), hatten sie es schön, aber das konnte halt auch nicht ewig gehen.
    Das war absehbar.

  2. Caribic Tom sagt:

    Links ist scheisse! Siehe soviet Union . Kuba rote Khmer und die nordvietnamesen. Aber faule Leute fallen immer darauf ein. Wollen nicht arbeiten aber kassieren. 30mio versorgen weitere 50mio. Und die linken denken das Geld geht an die Banken! Das Geld geht für den Sozialstaat drauf! Und d muss eben Kohle aufnehmen, dass dann wieder den Banken zurückgezahlt werden muss. Wohin geht die Kohle denn sonnst drauf? Nochmal! 30 Mio Arbeitnehmer versorgen den Rest von 50mio. Wer andere Gründe nennt sollte sich mal beim Doc. Checken lassen.

    • Richard sagt:

      „Wollen nicht arbeiten aber kassieren.“

      Hört sich wie die Definition von Bankiers, Unternehmer und Politiker an.

      „Und die linken denken das Geld geht an die Banken! Das Geld geht für den Sozialstaat drauf! Und d muss eben Kohle aufnehmen, dass dann wieder den Banken zurückgezahlt werden muss.“

      Für den „Sozialstaat“ also, hm? Nicht etwa für das Hartz4 der AEG-Arbeiter aus Nürnberg, die von profitgierigen Unternehmerverbänden durch Firmenverlagerung in Dumpinglohnländer ihrer Arbeitsstelle beraubt wurden, hm?

      Und die durch die gesellschaftszerstörende Habgier der Unternehmer in die Armut gebrachten AEG-Mitarbeiter sind jetzt obendrein auch noch „faul“, hm?

      Ja, kann ich mir vorstellen, dass der Arbeiter nun die Linken wählt. Soweit hat man ihn jetzt.

      Die Kapitalisten produzieren „die Linken“ regelmäßig selbst. Kapitalismus ohne Linke ist wie Feuer ohne Rauch.

      Man sollte das Erstere abschaffen, dann verschwindet das Zweite von selbst.

      • Werner sagt:

        „…Und die durch die gesellschaftszerstörende Habgier der Unternehmer in die Armut gebrachten AEG-Mitarbeiter sind jetzt obendrein auch noch “faul”, hm?…“

        So ein Quatsch !
        Keinem der AEG-Arbeiter aus Nürnberg ist es verwehrt ein eigenes Unternehmen zu gründen ! Aber dazu sind die Kerle halt zu dumm und zu faul . Strecken ihre bequemen Beine unter den Tisch eines „bösen Ausbeuters , lassen sich freiwillig ausbeuten und schimpfen dann auch noch über den bösen Ausbeuter wenn der aufhört sie auszubeuten sondern nun andere in Asien ausbeutet .
        Schande über den bösen Ausbeuter der sie nicht mehr ausbeutet !

        Übrigens : Wo bleiben denn die Gewerkschaften und stellen ihren Mitgliedern Ersatz-Arbeitsplätze in „nicht-ausbeutenden! Gewerkschafts-Unternehmen zur Verfügung ? Ausser grossem leeren Geschrei hört man von denen NIX . Die lassen ihre Mitglieder glatt im Stich ! Pfui !!

        mfg. Werner

    • Werner sagt:

      “Wollen nicht arbeiten aber kassieren.”

      Hört sich an wie die Wahrheit .

      mfg. Werner

  3. Singaporean sagt:

    Es gibt nur eine Wahl: Entweder ihr wollt Freiheit und Wohlstand oder ihr wollte Sozialismus und Armut. Hartz 4 hat uns vor noch größeren Problemen bewahrt, dennoch gibt der Durchschnttsbürger wahrscheinlich 75% seines Einkommens direkt an den Staat ab (50% vom Lohn, dann MwSt., Abgaben und Gebühren). Das ist weder Kapitalismus noch Neoliberalismus, das ist Lobbysozialismus getarnt als soziale Marktwirtschaft! Wer ernsthaft behauptet, dass wir im Neoliberalismus oder Kapitalismus leben, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank und leugnet die Realität.

    • Richard sagt:

      „Hartz 4 hat uns vor noch größeren Problemen bewahrt,[…]“

      Na, da haben die Hartz4ler ja noch mal Glück gehabt!

      „[…]dennoch gibt der Durchschnttsbürger wahrscheinlich 75% seines Einkommens direkt an den Staat ab[…]“

      Also an den „Staat“ und nicht über zwei Unternehmenssteuerreformen an die Konzerne? Und nicht über Zinszahlungen des Staates an die Shareholder der Konzerne in New York?

      Mein Gott, dann muß „der Staat“ ja reicher sein als Onassis und Warren Buffet zusammen.

      Meinen Sie, wir könnten den fragen, ob er nicht die Griechen retten will? Bye the way – wo wohnt der eigentlich, „der Staat“?

      • hpmalter sagt:

        75% des Einkommens an den Staat – völlig richtig!!
        Und den „Staat“ gibt es wohl: das ist der Öffentliche Dienst, Beamte und Angestellte mit Politikern als Vertreter, die sich in den letzten 20 Jahren trefflich selbst bedient haben und sich für den Sozialstaat halten!
        Beispiel: Verhältnis von Rente zu Beamtenpension: 1 : 3,5 + 1. Klasse Medizin + Unkündbarkeit! Das sagt doch wohl alles! Es sei denn man hält es für Zufall. Alle Lohnerhöhungen im Öffentl. Dienst der letzten 20 Jahre geschahen auf Pump und die Banken ud Versicherungen wurden per Gesetz gezwungen dieses Selbstbedienungssystem durch den Kauf von Staats-Schuldverschreibungen zu finanzieren!!
        So haben es die Griechen dann auch gemacht nur noch unverschämter. Und die Franzosen machen es seit Mitterand so und wollen es den Griechen gleich tun schließlich haben sie auch schöne Strände und guten Wein.
        Und die Deutschen dürfen jetzt das ganze bezahlen. natürlich nicht die Kleinen Leute im Öffentl. Dienst sondern die bösen Kapitalisten in den Unternehmen, die angeblich vom Euro profitierten.
        Sind denn alle verblendet?
        Wir leben in einem staatskapitalistischen System. Und die Brüsseler mit Baroso an der Spitze sind die Meister in Selbstbedienung und Systemausnutzung und die Politiker. Jetzt gefallen sich diese Politiker darin, die Kapitalisten für ihre kriminelle Selbstbedienung auf Pump verantwortlich zu machen und die „Kleinen Leute“ fallen voll darauf rein wie dereinst in Argentinien als Politiker an der Spitze von Demonstrationszügen die Scheiben der Banken einwarfen, die sie zuvor per Gesetz zur Schuldenaufnahme (Kauf von Staalichen Obligationen) gezwungen hatten! Gott helfe Deutschland aber nicht den vielen „Kleinen Gaunern“ im Öffentl. Dienst

        • Richard sagt:

          Mit der Kritik an dem Teil der überbezahlten Beamten haben sie sicher recht. Es gibt auf der anderen Seite aber auch den Polizeibeamten, der seine Überstunden nicht bezahlt bekommt.

          Doch der Mißbrauch der Gesellschaft durch Konzerne, Unternehmer und Bankiers läßt sich nicht mit den überbezahlten Beamten Deutschlands relativieren. Das sind einfach ganz andere Größenordnungen.

          Zinszahlungen Deutschlands dürften grob geschätzt irgendwo im Bereich 60 Mrd.€ plus x liegen, die jährlichen Steuergeschenke an Konzerne durch die Unternehmenssteuerreformen bei etwa 20 Mrd.€. Money for nothing.

          Und die Einkommensverluste bei Bevölkerung und Staat durch neoliberale Spielchen wie Produktionsverlagerung, Zeitarbeit und ähnlichen Ferkeleien dürften in dreistelligen Miliardenbereichen liegen – jährlich.

          Die Bundestagsparteien vernichten mit ihrer inkompetenen Politik Steuergelder, das ist richtig – an die Gesellschaftsschädigung durch Bankiers und Konzerne hingegen kommen selbst sie nicht heran.

    • General-Investigation sagt:

      “ Hartz 4 hat uns vor noch größeren Problemen bewahrt…“

      Was für eine Aussage! Dann beten Sie mal kräftig, damit Sie niemals in den Genuss dieser Problemlösung geraten.
      Selten so etwas undurchdachtes gehört, wirklich kaum zu fassen. Ist Ihnen eigentlich klar, das Hartz IV Bezieher künstlich herangezogen werden? Und ist ihnen auch aufgefallen das seit der Einführung von Hartz IV die Löhne gewaltig gesunken sind?

      Ist das die von Ihnen entdeckte Problemlösung?

    • Michele sagt:

      Einverstanden, wir leben im Lobbysozialismus (manche nennen das auch Korporatismus), sobald der Steuerzahler sein Scherflein in den Kasten gelegt hat, bestimmen andere welches Stück vom Kuchen wohin verteilt wird. 75% Abgaben könnten schon in etwa hinkommen mit all den Ketten von direkten und indirekten Steuern und Abgaben. Mit den Länderbail-outs bzw. Bankenrettungen kann man damit rechnen, dass der Protzentsatz weiter steigt.

      Für den Normalbürger (der wenig Steuerprivilegien besitzt) ist das der „totale Hammer !!!“. 🙂 🙂

      An der hohen (geschätzten Prozentzahl) erkennt man leicht, wie wesentlich eine vernünftige Politik wäre, und wie wichtig es wäre, die Staatsquote zurückzufahren. Die Tendenz ist leider andersherum, man betrachte allein die Neuschöpfungen in Verwaltung und Bankenähnlichen Instituten in „Brüssel“.

      Harz IV (neben vielen anderen Sozialkosten) bezahlt übrigens auch der allg. Steuerzahler.

  4. uri125 sagt:

    Dies kann uns auch bald erreichen, denn wir liegen insgesamt auch bei 2 Bill. Euro Schulden. Durch den Einbruch des Exportes und die abnehmende Binnennachfrage durch Präkäre Beschäftigung ist eine INSOLVENZWELLE von Klein u. Mittelbetrieben nicht auszuschliessen.

  5. Medienkritiker sagt:

    Aha, in großen Lettern wird gejammert, daß tausende Unterehmen in ihrer Existenz gefährdet sind.

    Als einzige Erklärung wird angegeben, daß Dividenden stärker besteuert werden. Dividenden, die auch erst erwirtschaftet werden müssen. Ansonsten bleibt man – wie immer – bei Schlagworten: „Hollande PLANT Steuererhöhungen im Bereich von mehreren Milliarden Euro. Arbeitnehmer sollen dabei nicht stärker belastet werden.“

    Wo ist die Begründung dafür, daß tausende franz. Unternehmen in ihrer Existenz gefährdet sind? Dieser Artikel liefert sie definitiv nicht!
    Ach so, ich erwarte schon wieder zuviel? Na ja, ich rede von Qualität statt plakativem Heuljournalismus.

    Für eine Erklärung war wohl kein Platz, aber dafür, den Namen eines „Havard-Ökonomen“ (ooh!) zu nennen, der ein Statement abgeliefert hat, daß auch jeder VHS-Teilnehmer liefern könnte.

    Quo vadis DMN? Macht man die Arbeit richtig oder läßt man es ganz bleiben? Momentan ist es nicht Fleisch und nicht Fisch. Es ist keine positive Entwicklung zu erkennen.

    • Kettenhund sagt:

      „Dieser Artikel liefert sie definitiv nicht!“ – der falsche Gebrauch von „definitiv* kommt daher, dass die meisten Journalisten mit ungenügenden Englischkenntnissen ‚definitv‘ schreiben, wo im engl Text ‚definitely‘ steht. Definitely heisst aber nicht anderes als ‚gewiss‘ ! Nicht zu verwechseln mit definitively !

      • Singaporean sagt:

        Habe beides bei dict.cc überprüft, die Wörter sind gleichbedeutend:

        definitely {adv} definitiv
        definitively {adv} definitiv

      • Medienkritiker sagt:

        Kläffer, und sonst?

        War wohl die Kette zu eng um den Hals, um auf den Artikel bzw. meinen Kommentar tiefer einzugehen?

        Genau dieses oberflächliche Verhalten macht es doch den Medien so leicht, mit minderwertiger Qualität zu reüssieren.

  6. Richard sagt:

    „Dies könnte genau der falsche Weg sein: „Es ist unerlässlich, die Kosten für Unternehmen kurzfristig zu senken und ihnen etwas Spielraum zu verschaffen. “

    Kosten senken – am liebsten so wie in der neoliberalen BRD, nicht wahr?

    Die Franzosen könnten ja den Wirtschaftsstandort Frankreich „retten“. Schröder, Westerwelle und Hartz geben da bestimmt hilfreiche Tips:

    -Löhne kürzen, Weihnachts- und Urlaubsgeld streichen
    -nur noch gesetzlichen Mindesturlaub geben
    -Unternehmenssteuern senken
    -Hartz4 über Inflation jedes Jahr absenken, Renten dito
    -Unternehmen Schritt für Schritt aus der paritätischen Mitfinanzierung der Sozialsysteme entlassen
    – Zeitarbeit statt Tarifarbeit
    -„Niedriglohnsektor“ schaffen (unbedingt Westerwelle fragen, im Vollzeitstellenvernichten ist der unschlagbar)

    Und wenn dann Frankreich ein Armenhaus geworden ist und die Binnennachfrage zusammenbricht – hey, kein Problem, einfach Produktion nach Rumänien auslagern und exportieren. An wen? Keine Ahnung, die Welt ist dann ja eh bald flächendeckend neoliberal verarmt.

    Vielleicht können die Unternehmer ihre Produkte ja selber kaufen.

    • sonnenblatt sagt:

      Ironie an: Es kaufen dann die Staaten, so zur Unterstützung der noch restlichen „systemrelevanten“ Großkonzerne, dann teilt uns der Staat die Rationen zu und lagert die restlichen Produkte als Sicherheit für weitere Staatsanleihen unterirdisch und hermetisch abgeriegelt ein! Ironie aus

      Ansonsten gebe ich Ihnen Recht!!!

      • Michele sagt:

        Eine Kuh kann man melken, solange sie noch Milch gibt. 🙂

        • General-Investigation sagt:

          Nein, eine Kuh kann man melken solange sie lebt; das sie Milch geben muß wenn man melken will ist wohl logisch 😉
          Anders gesagt: Steuern bekommt man nur von lebenden; Tote zahlen keine mehr.

          • mIchele sagt:

            Die Kühe geben auch „gerne“ Milch, es sei denn sie brauchen sie selbst für die Kälber. 🙂

    • Michele sagt:

      Der allvermögende Staat kauft…und die Rationen werden dem Volk zugeteilt…das ist bereits teilweise schon harte Realität. Bei einer Tendenzverstärkung würden die Unternehmer mehr oder weniger allein für genügendes Steueraufkommen sorgen müssen, denn das Volk würde es nur noch ungenügend können. Eines steht dem allerdings dann längerfristig entgegen: Aufruhr des Volkes wegen Armut und gänzlichem Ausgegrenztsein.

    • Michele sagt:

      „neoliberal verarmt“. Das könnte evtl. das „Wort des Jahrzehntes“ werden. 🙂

    • Werner sagt:

      Also ich würde lieber einem Unternehmer der mir einen Arbeitspatz gibt) folgen / glauben als einem Politiker (der mir KEINEN Arbeitsplatz , bzw nur einem mit dem Steuergeld der freien Wirtschaft bezahlten Arbeitsplatz gibt ) !
      Staatliche Arbeitsplätze finanziert vom Staat und nicht von fer freien Wirtschaft : siehe Russland ! )

      Aber ansonsten kann ich ihnen attestieren noch nie ein Fachbuch über Maklo-Ökonomie gelesen zu haben , sonst würden sie nicht so argumentieren .

      mfg. Werner

      • Richard sagt:

        „Aber ansonsten kann ich ihnen attestieren noch nie ein Fachbuch über Maklo-Ökonomie gelesen zu haben , sonst würden sie nicht so argumentieren .“

        Zweifellos habe Sie vollkommen Recht mit Ihrem Hinweis dass meine Wenigkeit bei weitem nicht über den ökonomische Background, wie z.B. ein Prof. Sinn, der Einst für die Euro-Einführung plädierte, da sie Wohlstand in Europa bringen- und D davon profitieren würde verfügt.

        Im Gegensatz zu mir kennt er diese, wie nannten Sie es noch -„Maklo-Ökonomie-Fachbücher“ mit Sicherheit, weswegen er auch nie wie ich argumentieren würde – und ich nie wie er.

      • Michele sagt:

        Das „freie“ Unternehmertum lebt bereits von Steuer-Subventionen (dazu zähle ich auch Steuerprivilegien). Wenn dem so ist, dann müsste das Unternehmertum theoretisch daran interessiert sein, den Steuerzahler (als Milchhkuh zu vergleichen) , schön am Leben zu erhalten, d.h. die Weichen entsprechend zu stellen. In den letzten Jahren hat sich das Unternehmertum nur selbst entlastet. Die Wirtschaft ist eben ein Kreislauf, allzuviele Ungleichheiten wirken sich auf den Rundlauf aus.

        Alleiniges Gewinndenken (gelegentlich existenziell bedingt) ist für eine Gesamtwirtschaft schädlich. So wie man den Kreislauf lenkt, so wird man ihn längerfristig haben müssen. Der Eiertanz ist wahrscheinlich erst am Beginn…

        Diese Überlegung setzt natürlich Rahmenbedingungen und Koordination voraus, was eine politische Leistung wäre. Doch bei dem vorhandenen eigenützigen „Personal“, kann man darauf lange warten. Ausserdem ist das Ineinandergreifen der einzelnen Zahrädchen nicht einfach zu gestalten, denken wir nur an einen Uhrmacher. Einer war in der Lage die Uhr im Turm des Straßburger Münsters zu bauen, aus Mißgunst hat man ihm dafür die Augen ausgestochen…“Lustige“ Geschichte (Doch so ist es geschehen… Menschen können brutal sein).

    • guantanamera sagt:

      Korrektur: Grösster Vernichter der Vollzeitstellen war Ex-Kanzler Schröder. CDU und FDP haben sein Geschenk dankbar angenommen, da sie bis heute viel zu feige dafür gewesen wären.

      Oder wie Georg Schramm sagen würde. Westerwelle ist nur ein Furunkel am Gesäß des Bösen. Ist er weg, bleibt das Gesäß dennoch.