Niedrige Zinsen und fehlendes Vertrauen treibt Verbraucher in den Konsum

Die deutschen Verbraucher haben ihr Vertrauen in die Finanzmärkte verloren und investieren ihr Geld auch aufgrund der niedrigen Zinsen vermehrt in „werthaltige Anschaffungen“, so die GfK. Zwar sehen sie sich persönlich noch nicht von der Eurokrise betroffen, aber die Konjunkturerwartung der Verbraucher sank im Juni deutlich um 16,6 Punkte.

Die schlechten Nachrichten aus der Eurozone zeigen sich auch bei den deutschen Verbrauchern. „Die Turbulenzen im Euro-Raum haben dem Konjunkturoptimismus der Verbraucher einen deutlichen Dämpfer gegeben“, sagte Rolf Bürkl vom Marktforschungsinstitut GfK. „Bislang sehen die Bundesbürger jedoch die Gefahren aus dem Ausland offenbar ausschließlich für die Konjunktur generell und weniger für ihre persönliche Situation.“ Das Barometer für die Konjunkturerwartungen der deutschen Verbraucher brach im Juni um 16,6 Punkte ein und steht bei nur mehr 3 Punkten (auch die Anleger und Analysten sehen mit Sorge in die kommenden Monate – mehr hier).

Der Grund, warum die deutschen Verbraucher dennoch vermehrt konsumieren, liegt der GfK zufolge an den erwarteten Steigerungen im Einkommen und dem Fokus weg von den Sparbüchern hin zu teuren Anschaffungen. „Hinzu kommt, dass der Inflationsdruck zuletzt nachgelassen hat“, ergänzt  Rolf Bürkl. „Dadurch sehen die Konsumenten ihre Kaufkraft gestärkt.“ So stieg das Konsumklima-Barometer im Juni von 5,7 auf 5,8 Zähler und das Barometer für die Einkommenserwartung um 8,1 Zähler auf 40,1 Zähler. „Durch das fehlende Vertrauen in die Finanzmärkte und historisch niedrige Zinsen hielten es viele Konsumenten derzeit für nicht sehr attraktiv, ihr Geld auf die hohe Kante zu legen“, heißt es in dem Bericht der GfK. „Stattdessen tendieren sie eher dazu, werthaltige Anschaffungen zu tätigen“, so Rolf Bürkl.

Kommentare

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  1. Nostradamus sagt:

    komisch was die Leute so alles bei uns konsumieren??????

    Also ich kauf nur noch mein Essen und Ersatzteile falls mal was kaputt geht.

    Wir haben ca. 40 Millionen Menschen die arbeiten von insgesamt 80 Millionen Einwohnern.

    Jetzt frage ich mich allenernstes woher denn dieser plötzliche Konsum kommen solle ?

    Jeder hat Angst um sein erspartes und gibt es dann fleißig aus damit er in der Not nix mehr hat – also er konsimiert auf teufel komm raus.

    das glaube ich leider nicht !

  2. georg sagt:

    hier noch eine meinung zu gfk propagandaquatschatsch und den medien die nicht bereit sind kritisch zu denken.
    http://www.jjahnke.net/rundbr92.html#2713
    gruss georg

  3. Krisenvorsorge sagt:

    Fehlt nur noch der Zeitpunkt, wenn der sog. Crack-up-Boom losgeht. Interessant, dass es werthaltige Dinge sind, die die Menschen kaufen, ob es nun Sachwerte wie Edelmetalle, Immobilien, Aktien, Kunst, Wein, Whiskey sind? In der früheren Weltwirtschaftskrise ging der größte Teil des Einkommens für die Ernährung drauf, insofern bitte nicht vergessen, sich Nahrungsmittel zu bunkern als Krisenvorsorge, das kann auch eine gute Rendite bei Inflation abwerfen. Zur Geschichte der Weltwirtschaftskrise:
    http://www.survivalscout.de/2012/06/25/spannende-geschichte-der-weltwirtschaftskrise/