Italien: Älteste Bank der Welt braucht Milliardenhilfe

Die Banca Monte dei Paschi di Siena braucht über drei Milliarden Euro vom Staat, weil sie die Eigenkapitalanforderungen nicht erfüllen kann. Bereits vor drei Jahren hatte die Bank 1,9 Milliarden Euro von Italien erhalten.

Am Dienstag beschloss das italienische Kabinett, der ältesten Bank der Welt, der Banca Monte dei Paschi di Siena, finanzielle Hilfe zu gewähren. Die 1492 gegründete Bank benötigt bis Ende Juni rund 3,2 Milliarden Euro, um die strengeren Eigenkapitalanforderungen zu erfüllen.

2009 gewährte die Regierung der Bank bereits einen Kredit von 1,9 Milliarden Euro, der nun durch einen neuen Kredit ersetzt werden soll. Die Finanzhilfe wird zwei Milliarden Euro umfassen. Somit erhöhen sich die Finanzhilfen für die Banca Monte dei Paschi di Siena auf 3,9 Milliarden Euro.

Die Regierung sagte, die hätte „dringende Maßnahmen zur Anhebung“ des Kapitals der Bank getroffen, da dieser aufgrund der „derzeitigen extrem instabilen Marktbedingungen“ unmöglich gewesen sei, private Investitionen zur Stärkung ihres Eigenkapitals zu finden. 2011 hatte die Bank aufgrund der Schuldenkrise einen Verlust in Höhe von 4,69 Milliarden Euro erlitten.

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  1. Chris sagt:

    Warscheinlich arbeiten in der ältesten Bank der Welt auch die ältesten Mitarbeiter der Welt.