Sloweniens Premier zieht Bailout in Betracht

Im Juli muss das slowenische Parlament unter anderem über geplante Haushaltskürzungen abstimmen. Die Verschuldung lag im April bei 6,4 Prozent des BIP. Sollten die Abgeordneten die Kürzungen nicht absegnen, wird Slowenien wahrscheinlich um ein Bailout bitten, so der slowenische Ministerpräsident.

Griechenland, Irland, Portugal, Zypern, Spanien und nun vielleicht Slowenien. Slowenien werde im Juli vielleicht nach einem internationalen Bailout fragen, wenn die slowenischen Abgeordneten scheitern, ein Gesetz zur Begrenzung der öffentlichen Ausgaben zu verabschieden. Das sagt der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa in einem Interview mit einem lokalen Radiosender Ognjisce.

„Der Juli wird der Moment der Wahrheit sein, das das Parlament über die goldene Haushaltsregel und über Änderungen bei der Umsetzung von Referenden abstimmen wird“, sagte der Ministerpräsident. „Wenn wir immer weiter noch mehr Schulden machen, werden wir hier ein griechisches Szenario sehen und diese Generation wird teuer für die Dummheit von denen, die Entscheidungen verzögert haben, zahlen müssen“, ergänzte Janez Jansa.

Bereits die vorherige Regierung war nicht in der Lage, die notwendigen Reformen durchzusetzen. Die gesamten Staatsschulden werden Ende 2012 42,8 Prozent des BIP ausmachen. Die nationalen Banken, die sich zum größten Teil im staatlichen Eigentum befinden, hatten 2011 einen Verlust von 356 Millionen Euro eingefahren. Besonders die vom Staat beherrschte Nova Ljubljanska Banka (NLB), mit einem Marktanteil von etwa 30 Prozent das wichtigste Institut des Landes, ist angeschlagen und braucht nun staatliche Hilfe.

Kommentare

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  1. Onkel Martin sagt:

    Schön. Der Pleiteverein bekommt mehr Mitglieder.

    Jetzt wär‘ es langsam mal an der Zeit, dass Deutschland seine Schulden durch ein Konjunkturprogramm von 2 Billionen auf 10 Billionen vergrößert und dann selbst unter den Rettungsschirm schlüpft.
    Denn:
    Wenn ich schon mit Volldampf in die Euro-Totalpleite rumple, dann möchte ich mir wenigstens nicht mehr die Füße in deutschen Schlaglöchern stauchen, in öffentlichen Gebäuden modrigen Mörteldreck im Haar haben oder mit dem Zug auf zugewucherten Strecken fahren – und eine Aufholjagd in Sachen Lohn wäre nach 10 Jahren Diebstahl zum Wohle von Aufschwung und Wachstum auch auf der Tagesordnung.
    Packen wirs an, es gibt viel auszugeben!
    Es sind noch Schirme da, wer braucht noch einen, wer hat noch keinen?

  2. phil sagt:

    Höchste zeit noch mehr Geld zu drucken, wir haben es doch.
    Ganz ehrlich, ich persönlich freue mich über der bevor stehende crash. Warum ?, Neuaufbau ohne die Clowns von heute

  3. Walküre sagt:

    Dank der ach so tollen Wirtschaftslage in D-Land, des guten Komsumklimas, der grossartigen Arbeitsmarktlage mit den wenigen Arbeitslosen und dem Märchen von dringend benötigten „Fachkräften“ aus dem Ausland die zusätzliche Steuereinnahmen erwarten lassen, ist das überhaupt kein Problem für D-Land und seine in Spendierlaune befindlichen Steuerzahler, wirklich JEDEN mit durch zuziehen.

    Kommt nur ALLE wir überweisen euch gerne Fantastilliarden T-euros!!!!

  4. Tom sagt:

    Ihr Länderlein kommet, so kommet …….zu Mama Deutschland, die hat Geld für alle.