Deutsche Industrie schrumpft wie seit drei Jahren nicht mehr

Im Juni ist die deutsche Industrie den vierten Monat in Folge geschrumpft, wie der aktuelle Einkaufsmanager-Index zeigt. Sinkende Neu- und Folgeaufträge führten zu einem deutlichen Rückgang in der Produktion. Die Exporte sanken so stark wie zuletzt im Mai 2009.

„Die rasch um sich greifende Abkühlung der Weltkonjunktur hat den exportlastigen deutschen Aufschwung ins Stottern gebracht“, erklärt Tim Moore von Markit, „und dafür gesorgt, dass der Industriesektor im Juni so stark geschrumpft ist wie seit drei Jahren nicht mehr.“ Im Juni sank der Einkaufsmanager-Index um 0,2 Zähler auf 45,0 Punkte. Seit Anfang 2009 hatte der Index nicht mehr so lange unter der Wachstumsmarke von 50 Punkten gelegen, so der Bericht des Markit-Instituts.

Weniger Neu- und Folgeaufträge hatten einen Produktionsrückgang in der deutschen Industrie zur Folge. Die Bestellungen von den Exportmengen waren noch niedriger als im Vormonat und bescherten der deutschen Industrie das zweithöchste Minus bei den Export-Bestellungen seit Mai 2009. Die verlangsamte Nachfrage aus China und Europa waren den befragten Unternehmen zufolge der Grund. Die sinkenden Absätze und die eingetrübten Wachstumsaussichten sorgten dafür, dass die Industrie ihre Bestände an Fertigwaren im Juni reduzierte.

Darüber hinaus mussten die Unternehmen zum ersten Mal seit rund zweieinhalb Jahren ihre Verkaufspreise senken, da die schwache Nachfrage einen „kräftigen Rückgang der Einkaufspreise im deutschen Industriesektor“ nach sich zog, erläutert der Bericht.

Kommentare

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  1. Korsar sagt:

    Gut so! Und hoffentlich geht`s so richtig abwärts. Wer nicht hören kann, muss fühlen.

  2. Zinssklave sagt:

    Liebe Redaktion,

    alle Politiker und „Experten“ sprechen von mehr Wachstum als Problemlöser der Schuldenkrise.

    Warum erklären Sie uns nicht weshalb die Wirtschaft gezwungen ist zu wachsen?

    Warum erklären Sie Ihren Lesern nicht, dass das Problem nicht im Wachstum sondern im Geldsystem bzw. Zins und Zinseszins steckt?

    Geld wird nur über Kredit erschaffen!!!

    Gäbe es keine Schulden gäbe es kein Geld!!!!

    Geld = Schuld

    Wenn beispielsweise im Euroraum die Geldmenge 1 Millionen ist, ist auch gleichzeitig die Schuldenmenge 1 Millionen plus Zins!!

    Da Geld verzinst wird und somit die Geldmenge immer größer wird, wird auf der anderen Seite auch die Schuldenmenge immer größer!!!

    Schulden sind in unserem Geldsystem systembedingt!!

    Unser verzinstes Schuldgeldsystem ist ein Schneeballsystem!!!!

    Wir brauchen immer mehr Geld bzw. Schulden um die Zinsen zu zahlen!!!

    Es müssen immer neue Schuldner ( Bürger, Unternehmen und Staaten ) gefunden werden, die sich neu verschulden um die Zinsen ( Neues Geld ) zu schaffen bzw. zu zahlen!!!

    Da Banken Kredite ( Neues Geld ) nur gegen Sicherheiten „verleihen“ muss die Produktion ( Neue Sicherheiten ) jedes Jahr wachsen!!!

    Die Wirtschaft muss jedes Jahr wachsen, weil die Geldmenge wächst!!

    Wenn es keine Zinsen und Zinseszinsen gäbe, müssten wir nicht jedes Jahr wachsen!

    Mann kann das System auch anders beschreiben:

    Die Schlauen leben von den Dummen und die Dummen von der Arbeit!

    Im Grunde sind wir alle nur Zinssklaven.

    Und alle Regierungen nur Zinseintreiber für die privaten Bankster!!!

    Der zweitgrößte Ausgabenposten im Bundeshaushalt ist Zinszahlungen!!!
    ( Und der wird jedes Jahr größer wegen dem Zinseszins )

    AUFWACHEN!!!!!!!!!!!!

    Bitte nicht löschen, Herr/Frau Zensor danke

    Weitere Infos finden Sie unter:

    http://www.wissensmanufaktur.net