Griechenland: Parteien garantierten mit öffentlichen Geldern für Kredite

Die griechische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen illegaler Parteifinanzierung. Vor allem die Regierungsparteien sollen sich mit Geldern aus öffentlichen Kassen Kredite beschafft haben. Dabei hatten sie erst im vergangenen Jahr die Parteienförderung angehoben.

Griechische Parteien sollen Kredite für ihre Finanzierung mit öffentlichen Geldern besichert haben. Wie die griechische Zeitung Kathimerini berichtet, sollen vor allem die beiden Regierungsparteien Pasok und Nea Demokratia mit Geld aus der staatlichen Parteienfinanzierung für Bankkredite garantiert haben. Sie verwendeten dabei auch Gelder aus öffentlichen Kassen als Sicherheit für die Kredite, die noch gar nicht an sie ausgezahlt waren.

Die Staatsanwaltschaft hat nun schriftliche Aussagen von 50 Banken eingeholt. In den vergangenen zehn Jahren erhielten Parteien in Griechenland 550 Millionen Euro Unterstützung vom Staat. Trotz der Krise lagen die Ausgaben für die Parteienfinanzierung allein im vergangenen Jahr bei 54 Millionen Euro. Trotz der harten Sparmaßnahmen genehmigten sich die Parteien damit immerhin sechs Millionen Euro mehr als noch im Jahr 2010.

Obwohl Pasok und Nea Demokratia am meisten von der staatlichen Parteienfinanzierung profitiert haben, kommen sie zusammen auf Schulden im Wert von 250 Millionen Euro.

Kommentare

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  1. Korsar sagt:

    Ich, für meine Person, kaufe nichts mehr aus Italien, Spanien, und Griechenland. Ich fahre auch nicht mehr in eines der genannten Konglomerate in Urlaub.

  2. tomorrow sagt:

    Also wenn man die Griechische Justiz erlebt, wenn sie heimische Diskrepanzen mit Europäischen Hilfsgeldern vermengt, dann wundert mich der desaströse Haushalt nicht.
    Wenn man die Ursachen und Auswirkungen der verfehlten Politik auf Grund der Fakten richtig sehen würde, wüsste man sofort, warum GR in dieser Misere steckt. Fraglich ist doch die falsche Beratung durch die Banken, die jetzt mit aller Gewalt versuchen, ihre Pfründe zu retten.

    Dass das Sinn und Zweck war, GR wirtschaftlich und sozial in Schutt und Asche zu legen, beweisen die Fakten. Alles negative wird aber nicht den Zockerbanken zur Last gelegt, sondern den Bürgern. Die müssen sich der denkbar knapp gewählten Regierung beugen. Ob diese Wahl wirklich wahr ist, ist kaum nachvollziehbar. Jedenfalls sind die gleichen in der Regierung, die alles in den Abgrund gewirtschaftet haben. Damit geht alles weiter.

    Das Manipulation von ganzen Völkern unter dem Vorwand (demokratischer) Wahlen einfach ist, dazu brauchten wir im Grunde nicht mal das Beispiel Griechenland. Dazu muss man sich die Wahlen in Ländern ansehen, in denen der IWF seinen Einfluss ausübt(e). Demnächst werden in Europa zu Wahlveranstaltungen, Blauhelme angefordert und trotzdem oder gerade deswegen wird betrogen?

    Wie kann man diesen unwählbaren Kandidaten noch vertrauen?
    Man könnte sich im Grunde nur ganz schnell aus dem Staub machen.

  3. Alice im Wunderland sagt:

    Ich war vor ein paar Jahren mal auf Kreta und es hat mich der Schlag getroffen!
    Ich habe damals schon gedacht wie sind die in die EU gekommen bzw. zum Euro.
    Da lagen Stromkabel lose am Straßenrand rum, der Gehweg zum Strand war von einer kleinen „Unterführung“ getrennt in der auch einige Kabel von der Decke hingen. Die Unterführung hatte eine höhe von ca 1,65 m. Baustellen waren nicht abgesichert bzw. große Löche waren in den Bürgersteigen. War echt Krass.

  4. Fred K'heimer sagt:

    Dieser Artikel sollte doch ein guter Aufhänger sein, um auch die Finanzsituation der Parteien in Deutschland kritischer zu durchleuchten.

    Ich gehe jede Wette ein, daß es keine Partei gibt, die schuldenfrei ist. Und das heißt, das man bei jemandem in der Schuld steht und dafür im günstigsten Fall nur marktübliche Zinsen (wer prüft das?) bezahlen muß. Und mit jedem Euro Neuverschuldung steigt auch die Erpressbarkeit oder zumindest die Abhängigkeit.

    Na DMN, das wäre doch ein Thema für den motivierten Praktikanten der es zu etwas bringen will. Das Ganze hätte den Vorteil, daß es über jede Parteilichkeit hinausgeht und wirklich interessant für die Entscheider im dt. Mittelstand wäre.

    Quo vadis DMN? Auf der Seite der Bürger oder auf der Seite der Politik?
    Nix gegen Mißbrauch in GR, aber für jede Sauerei dort gibt es auch ein Äquivalent in Deutschland.

    Einen Namen als ernstzunehmender Player im Newsbusiness macht man sich nicht durch die Übernahme von Fremdartikeln, sondern durch spektakuläre Ergebnisse. Eine übernommene Hotelrechnung zähle ich ganz klar nicht dazu. Es sind die Themen anzugehen, bei denen alle Parteien gleichermaßen mauern. Und die eigenen Finanzen gehören da sicherlich dazu.

    Wie gesagt, die Feinde des Mittelstandes scharen sich unter Parteifahnen!

  5. EURO NEIN DANKE!!! sagt:

    Was interessiert es die Griechen???

    Demnächst dürfen wir Deutschen permanent zahlen dank ESM!

    Immer mehr Steuern, Abgaben und Kürzungen damit unsere Freunde im Süden die Zinsen an die Bankster weiter zahlen können.

    Es geht übrigens immer nur um die Zinszahlungen an die privaten Banken!

    Staaten verschulden sich zu 97% bei privaten Banken!!!

    Warum sprechen die Medien von Investoren und nicht privaten Banken?

    Der zweitgrößte Ausgabenposten im Bundeshaushalt ist Zinszahlungen!!!
    ( Und der wird jedes Jahr größer wegen dem Zinseszins )

    Bei anderen Ländern sieht es genau so aus.

    Spanien zahlt in diesem Jahr 29.000.000.000 Euro nur an Zinsen!!! ( Das sind jeden Tag ca. 80 Mil. an Zinsen! )

    Im Grunde sind alle Regierungen nur Zinseintreiber für die privaten Banken!!!

    Wenn die Griechen, Spanier, etc. die Zinsen für Ihre Kredite nicht mehr zahlen können, zahlen es demnächst die Deutschen dank ESM!

    Was ist eigentlich der ESM?

    Hier eine Erklärung in 4 min.

    http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0&feature=share

    http://www.wissensmanufaktur.net

    • neuer sagt:

      „Im Grunde sind alle Regierungen nur Zinseintreiber für die privaten Banken!!!“

      Weil die Regierungen nicht sparen können, du Hirsch. Dass das Volk ständig neue Wohltaten möchte, dafür können doch die Banken nix!!!

  6. Timmy sagt:

    Zitat:
    Trotz der harten Sparmaßnahmen genehmigten sich die Parteien damit immerhin sechs Millionen Euro mehr als noch im Jahr 2010.

    Antwort:
    Es hätten ja auch mehr als 10 Millionen Euro sein können.
    Wir wissen doch alle, dass in Griechenland mit verschiedenen Maßen gerechnet wird.
    Einmal bei den Kleinen, wo als erstes gespart wird und bei den Großen wird Großzügigkeit gewährt.
    Ups, in Deutschland ist es sicherlich auch nicht anders.
    Insoweit kein Aufreger, alles ist so, wie es die meisten Leute eh wissen.

  7. Eber sagt:

    Das glaubt man nicht!
    Und dann haben zwei Parteien in diesem winzigen Ländchen zusammen auch noch sage und schreibe 250 Millionen Schulden ???
    Das sind keine Parteien, sondern Mafia-Gangsterbanden.
    Diesem Land ist nicht zu helfen. Es soll sich mit Somalia oder Äthiopien zusammen tun, da passt es hin – zu Europa jedenfalls nicht.

  8. DIDI1 sagt:

    Ein Fass ohne Boden

    Die Mafia ist dagegen ein KIndergarten

  9. peter sagt:

    Und da frage ich mich nur: WARUM SPERRT DIE DANN NIEMAND INS GEFÄNGNIS?!?!?!?

  10. whisky sagt:

    Es sind, auf Druck von Merkel und Co, halt wieder die richtigen Parteien gewählt worden.