Zins-Manipulationen: Banken-Skandal kostet Barclays-Chef den Job

Der Chef der britischen Bank Barclays ist nach der hohen Strafe für die Zins-Manipulationen am Interbankenmarkt zurückgetreten. Er ist aber nicht der erste Barclays-Angestellte, der die Konsequenzen aus dem Skandal zieht: Der Chef des Verwaltungsrates der Bank hat bereits seinen Rücktritt angekündigt.

Wegen des Skandals um die Manipulation von Zinssätzen, ist nun auch Bob Diamond, der Chef der britischen Bank Barclays zurückgetreten. Barclays ist eine von 19 Banken, die verdächtigt werden, die Zinsen auf dem Interbankenmarkt manipuliert zu haben. Die Bank wurde wegen Manipulationen in der vergangenen Woche zu einer Strafe von fast 500 Millionen Dollar verurteilt.

Bob Diamond war als Banker stets umstritten und ist auch in der Branche wenig beliebt. Im vergangenen Jahr sorgte er mit der Aussage für Aufsehen, für die Banken müsse die Zeit der Entschuldigungen vorbei sein, sie sollten wieder mehr Risiko eingehen und so Arbeitsplätze schaffen.

Bereits Anfang der Woche hatte der Chef des Verwaltungsrates von Barclays, Marcus Agius, wegen des Manipulationsskandals seinen Rücktritt angekündigt.

Der sogenannte Libor ist der Zinssatz an dem weltweit Kredite und Wertpapiere gemessen werden. Er Er wird in London festgelegt und regelt auch, wie viel Zinsen eine Bank zahlen muss, wenn sie sich Geld von einer anderen Bank leiht.

Kommentare

Dieser Artikel hat 11 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. La Palooma sagt:

    Ganz schön hässliche Vögel, die da in der City of London sitzen. Warum darf der Kerl einfach so zurücktreten und seinen Hintern aus dem Schussfeld nehmen?
    Solche Leute gehören hinter Gittern und dies für lange Zeit!

  2. Anaconda77 sagt:

    Wird hier jetzt vielleicht doch langsam mal aufgeräumt. Ackermann hat sich ja schon freiwillig zurück gezogen. Ist da vielleicht doch etwas im Busch? Sollte man sich dazu entschieden haben, mit eisernem Besen auszukehren, so müssen diese Leute festgesetzt und sämtlicher Besitz konfisziert werden. Wenn man dies nicht tut, hat man sie bald wieder auf dem gleichen Posten sitzen! Befreit die Menschheit endlich von solchen Individuen. Wenn man all die zu unrecht Eingekerkerten entlässt, hätten wir genug Platz für die wahren Kriminellen.

  3. Anaconda77 sagt:

    Wirft man dem Doof-Volk jetzt ein Bauernopfer zu? Zins-Manipulation dürfte in diesen Kreisen wohl als Kavaliersdelikt gelten. Der wütende Mob soll offensichtlich beruhigt werden. Mich würde noch interessieren, wieviel Milliarden Entschädigung dieser feine Herr dafür bekommt!

  4. Richard sagt:

    Was an diesem Fall interessant ist, ist nicht der Umstand offenbarer krummer Machenschaften der Hochfinanz, das pfeifen seit 100 Jahren die Spatzen von den Dächern, das Ungewöhnliche ist, dass überhaupt ermittelt wird, nachdem das Polit-Establishment jahrzehntelang zuschaute.

    Umso erstaunlicher durch den Umstand, dass selbst der britische Premierminister Cameron Sprössling der Shanghaier Opiumbankiers aus dem Opiumkrieg mit China ist. Heute heißt die Bank HSBC.

    Ein weiteres brisantes Detail ist die Mitgliedschaft Diamonds im Council of Foreign Relations, außenpolitische Denkfabrik des Weißen Hauses, sowie im Antlantic Council. Diamond ist eng verwoben mit US- und britischer Politik.

    Und jetzt wird er öffentlich demontiert? Das ist schon seltsam. Schwer zu deuten. Diamond ist nicht nur eine Finanzperson, Diamond ist zugleich ein politisches Schwergewicht.

    Was läuft da ab? Wird da dem Volk Theater vorgespielt, so als würde die Politik die Machenschaften der Bankster real bekämpfen – oder sehen wir da eine echte Erschütterung der dunklen Seite der Macht?

    Regt sich Widerstand gegen den Putsch der Bankster gegen die europäischen Demokratien?

  5. Joshua-Trader sagt:

    Ich muß leider sagen „Play the Game“ Die Banker sich doch eh alle wie die Tiere !
    (wenn s um Devisen geht).

  6. Klaus J Voss sagt:

    Der Euphemismus der Überschrift spricht Bände.
    So wie das allen Massenmedien seit einiger Zeit zu eigen ist (verordnet wurde?).

    Es handelt sich um lupenreine Kriminalität.
    Genauer, um Kapitalverbrechen im Milliardenmasstab.
    Auf globaler Ebene.
    In der gesetzlosen City von London gebürtig, schlägt die masslose Gier ihre Raffzähne in das Fleisch der „Realwirtschaft“ weltweit.

    Der Herr gehört in den Knast.
    So wie Madoff und Gribowsky.

    Welcher Staatsanwalt, falls noch nicht weisungsgebunden wie in Deutschland, nimmt sich dieses Herrn einmal genauer an?

  7. Herbert sagt:

    Vergessene Warnungen von John F. Kennedy (1961) – Besonders ind DIESEN Zeiten sehr zu empfehlen!
    http://www.youtube.com/watch?v=O0DhTW6twwk

  8. KClemens sagt:

    Glaubt jemand, daß die Libormanipulation die einzige Manipulation ist? Wenn so etwas auffliegt kann man nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen.

    Man sollte mal dringendst ermitteln lassen, ob all die Banken- sowie die Staatskrisen nicht ebenfalls nur eine geschickte Manipulationen sind.

    Aber was tut die Politik, bzw. tun die Politiker nachdem man so eine Steilvorlage bekommt? Nada, niente, nichts!

  9. jay twelve sagt:

    Wie klein oder groß ist die Welt der Ganoven?
    Barclays konnte so einen Schwindel nicht alleine durchziehen. Ich wette meine Pfeife, DB-Ackermann und seine „Freunde“ sind mit von der Party.
    In den 90er war Barclays dabei mit der Nigeria Connection die Scheichs von Bahrein um Millionen zu erleichtern. Barclays vermietete ein Konferenzraum an die NC, wo ein falscher Barclays Manager verhalf die Bahreinis abzuzocken.

    Es wäre schon beängstigend zu zuschauen, wenn man nicht wusste wie kleptokratisch Politiker veranlagt sind, wie lange die Regierungen brauchen davon überzeugt zu werden, dass die Bankers durchtriebener Ganoven sind.

    Es scheint so, das ESM kam für die Barclays zu spät, die DB & Co. darf das Direktorium besteigen und sich in falsche Sicherheit wissen.

    Es seidenn, die ganze EU-Mafia wird verhaftet. Die Frage ist bloß: „Wer ist der Sensenmann?“
    Der deutsche Verfassungschutz kommt kaum in Frage Sensenmann zu spielen. Dem ist der Schleifstein abhanden gekommen.
    In Karlsruhe werden Oktopussys gezüchtet, die alles im voraus wissen, jedoch, Weisunggebunden wie sie sind, wirkungslos erscheinen.

    Was machen wir bloß mit der Schwarze Pest in unserem Nest?

    • KClemens sagt:

      Sie haben recht, u.a. ist auch die Deutsche Bank dabei. Da aber im Ausland ermittelt wird, ist das hier kein großes Thema für die veröffentlichte Meinung.