Leichte Erholung in der deutschen Industrieproduktion

Die deutsche Industrie bremst die Talfahrt in der Produktion. Der Auftragseingang fällt besser aus als für die Euro-Zone. Wirklichen Anlass zum Jubeln sieht indes keiner.

Die deutsche Industrie-Produktion stellte sich im Mai etwas besser dar als noch im April. Wie das Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, stieg die Produktion im Mai um 1,6 Prozent im Vergleich zum April. Zuvor war die Produktion im Monatsvegleich um 2,1 Prozent zurückgegangen – womit klar wird: Die Tendent ist nach nach oben, sondern nur weniger schnell nach unten.

Hier kann auch die Tatsache, dass der Aufgangs-Eingang leicht um 0,6 Prozent anstieg, nur ein schwacher Trost sein. Die Bundesregierung gibt sich daher betont zurückhaltend, was die Prognosen anlangt – auch, weil die Daten des Einkaufsmanager-Index in Europa ein eher düsteres Bild zeichnen. Andreas Scheuerle, Analyst bei der Dekabank, sagte dem Nachrichtendienst Bloomberg, dass die deutsche Industrie zwar ganz gut laufe, aber die Vorboten einer Verschlechterung in den kommenden Monaten unübersehbar seien.

Euro-Krise und schleppende Weltwirtschaft dürften sich schon sehr bald noch deutlicher auf die Lage der deutschen Industrie auswirken. Noch profitiert Deutschland jedoch von einer stabilen Lage in der Verarbeitenden Industrie, im Baubereich sowie bei Konsum- und Investitionsgütern. All diese Werte verzeichneten im Mai Zuwächse.

Kommentare

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  1. akü sagt:

    Abschaffung Grundgesetz, legal oder scheissegal?
    Liebes DMN-Team bitte nachstehenden Link unbedingt veröffentlichen.
    Ein weiterer Skandal ist im Kommen…….

    http://netzwerkvolksentscheid.de/2012/07/07/abschaffung-grundgesetz-legal-oder-scheissegal/

  2. akü sagt:

    Kein deutscher Politiker wagt es so sehr Front gegen deutsche Interessen zu machen wie Wolfgang Schäuble

    http://www.readers-edition.de/2012/07/07/schauble-%E2%80%93-volksfeind-nr-1/

    sorry, dieser wichtige Artikel passt nicht so direkt zur Industrieporduktion, er sollte jedoch
    gelesen und weiter verbreitet werden. Danke

  3. André Schwaermer sagt:

    Na dann ist doch alles in Ordnung. Deutschland geht es hervorragend, solange dem Exportweltmeister rundherum die Kunden wegen steigenden Elends wegbrechen.

    Wer diese Logik nicht versteht, ist selbst schuld.

  4. Torsten Kaiser sagt:

    Wer garantiert uns denn, daß diese Mai-Daten(!) des Wirtschaftsministeriums(!) nicht genauso auf Pump herbeigekauft wurden wie der ganze Export-Weltmeister? Wäre da was Ehrliches dran, hätten wir’s ganz sicher von unabhängiger Seite schon irgendwann im Juni erfahren. VOR der eilig herbeigezerrten Bundestags-Abstimmung zum ESM. Auf Bloomberg kam jedenfalls nichts.

    Damit hätte man allerdings riskiert, daß der eine oder andere unentschiedene Abgeordnete doch noch zu Gunsten der Demokratie „umfällt“. Dann wär’s mit der einen Woche Party an den Börsen eben nichts geworden.

    Seit Freitag ist die Rally vorbei. Und was bleibt?

    – Kleinen finanzstarken Minderheiten ein paar Mitnahmegewinne in Millionenhöhe

    – uns allen anderen ein Gouverneursrat mit deutlichen Charakterzügen eines totalitären Regimes. Sofern das Bundesverfassungsgericht nicht im letzten Moment noch den Rücken gerademacht und diesem Wahnsinn unmißverständlich Einhalt gebietet.

  5. Albert Albern sagt:

    Das Geheimnis hinter dem AUF und AB ist der Bedarf und das Geld.

    Hat man genug Geld, kann man sich auch ohne dringenden Bedarf verschiedene Luxusgüter kaufen. Hat man nicht genug Geld, kann man sich trotz dringendem Bedarf gar nichts kaufen. Weil wir ja nur dank dem Geld etwas KAUFEN können. Oder wir gehen wieder den Tauschhandel ein…

    Eine ausgiebige Statistik müsste auch Hinweise darauf geben, AN WELCHEN PUNKTEN die Aufträge SCHWÄCHELN.

    (Schließlich fragt auch der Arzt immer danach, wo es schmerzt…)

    Dann würde man leicht erkennen können, dass die Aufträge ausgerechnet dort schwächeln, wo das Geld alle ist. Zum Beispiel bei jedem beliebigen STAAT.

  6. rundertischdgf sagt:

    Hat sich schon jemand mal Gedanken darüber gemacht, wofür das ESM Geheimgremium zuständig ist? Fragt Eure Abgeordneten!

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/07/07/esm-geheimgremium-ist-eigentlich-unbedeutend/

  7. odin sagt:

    Deutschland wird nicht untergehen,solange wir Merkel und Schäuble haben,denn die
    Propaganda ist nun mal alles,das Volk glaubt diese und bezahlt dazu noch den grossen
    Export mit seinen Steuergeldern,siehe Target2!

  8. Konsequent FÜR Deutschland sagt:

    Soll man das wirklich glauben, oder ist das wieder eine besonders schön gerechnete Statistik die den wahren Zustand verschleiern soll. Wie so oft… ich denke da an das Märchen von der ach so niedrigen Arbeitslosigkeit, „Fachkräftemangel“ und und und…

    Glück auf!!!

  9. Richard sagt:

    Man lasse sich nicht von leichten Veränderungen über das Gesamtniveau der deutschen Industrieproduktion hinwegtäuschen.

    Die Industrieproduktion in D unterliegt naturgemäß immer gewissen Schwankungen, es gibt dazu ja auch etliche Theorien, siehe Konjunkturzyklen usw..

    Wie in einem anderen Thread bereits hingewiesen, hat sich hingegen die Produktion in de letzten 12 Jahren nur unwesentlich erhöht. In manchen Monaten von z.B. 2008 lag sie auf Gleichem- bis höheren Niveau der Heutigen.

    Angesichts der Zunahme der Weltbevölkerung wie auch der Zahl der Inländer müßte sie aber, wollte sie ihren Marktanteil verteidigen, deutlich zunehmen. Das passiert aber nicht mehr.

    Hier wirkt sich die gezielte -und gewollte- Auslagerung der Produktionen in Dumpinglohnländer für die Einkommen der Deutschen, wie auch des deutschen Staates verheerend aus. Der Staat ist dann irgendwann nicht mehr finanzierbar. In den südlichen Euro-Staaten siehts diesbezüglich noch schlimmer aus. Die Auswirkungen sind bekannt.

    Ein im Grundgesetz festgeschriebener Sozialstaat, der inhumane Härten abfedert, ist mit neoliberaler Wirtschaftspolitik nicht kompatibel und führt wie jedesmal in Massenarmut. Selbst Prof. Sinn räumte dies im Zuge der EU-Osterweiterung bereits vor etlichen Jahren in einem Bericht ein. Lautet dann „Es gibt Gewinner und Verlierer der Globalisierung.“.

    Neoliberalismus ist der Anfang vom Ende einer hochtechnologisierten Wohlstandsgesellschaft.

    Der Wohlstand einer Gesellschaft korreliert in aller Regel mit dem Umfang ihrer inländischen Güterproduktion und dem Grad der Ausgeglichenheit bei der Verteilung ihrer Erträge.

    • jay twelve sagt:

      Richard, meine volle Zustimmung.
      Ich denke dabei an alle die D-Milliardäre, die nicht mal dran denken ihre „Profitte“ in das D.W.-Kreislaufsystem zurück fließen zu wollen. Das kommt eine Blutentnahme gleich, die zwangsweise zu Blutverwässerung führt.
      Rechnet man noch die diverse Export-Schenkungen der Regierung dazu, damit ist die Anämie der Wirtschaft einprogrammiert.

    • MasseStattKlasse sagt:

      Lohndummping, Leiharbeit, Minijobs haben das Masseneinkommen so weit nach unten gedrückt, daß eine Korrektur, soweit noch gewollt, mindestens 10 Jahre brauchen würde. Dazu müsste noch die Besteuerung der Unternehmen wieder stattfinden, siehe die Fusion VW mit Porsche wo dem Staat einfach 1,5 Milliarden Steuer entgangen sind. Gibt es noch Politiker, die bereit wären diese Fehler zu korrigieren? Ich sage nein, die Politiker haben sich schon verabschiedet und wollen die Verantwortung an Brüssel abgeben. Die Regierung besitzt nicht mal die nötige personale Kompetenz um solche Reformen durchzuführen. Wahrlich Dutschland hat sich abgeschafft und wird gerade abgwickelt.

    • Richard sagt:

      Nachtrag:

      Ein weiterer gravierender Aspekt sei hier auch noch erwähnt, nämlich der Mißbrauch deutscher Patente.

      Deutsch insofern, als dass sie von deutschen Ingenieuren, ausgebildet mithilfe deutscher Steuergelder, entwickelt worden sind.

      Bekanntlich werden in Deutschland pro Kopf mehr Patente entwickelt als sonst wo auf der Welt. Würden alle Produktionen, die auf diese deutschen Patente basieren in Deutschland durchgeführt, kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass Deutschland immer noch da stehen würde, wo es etwa 1968 stand – bei Vollbeschäftigung.

      Das Gegenteil ist hingegen der Fall. Entwickelt z.B. ein deutscher Ingenieur bei VW ein Patent, so wandert das Eigentum daran an transatlantische Shareholder, die selber völlig unfähig zu einer solchen Entwicklung sind. Unter Verwendung dieses Patents bauen sie in Sao Paulo ein VW-Werk auf und erpressen damit deutsche VW-Gewerkschaften, auf Lohnzuwächse zu verzichten, andernfalls würden ihr deutsches Werk verlagert.

      Hier wird in großem Umfang die Entwicklungen deutscher Erfinder selbigen entwendet und als Waffe gegen die deutsche Gesellschaft eingesetzt.

      Man setzte diese Arbeitsplatzverluste ins Verhältnis zur von Neoliberalisten postulierten Arbeitsplatzerzeugung durch Marktöffnung, Deregulierung des Arbeitsmarktes und dem Abbau von Handelsschranken. Das sind hinsichtlich der Größenordnungen schlicht völlig unterschiedliche Welten.

  10. Observer sagt:

    Na, ist das nicht toll! War doch nichts, ist alles normal und nichts aufregendes!
    The show must go on!
    Lauter Verschwörungstheorien, die behaupten es sei irgend etwas in Unordnung in Europa und in der Welt! Alles bestens, nur die normalen Vorgänge!