CERN-Forscher: Noch in diesem Jahr weisen wir das Higgs-Teilchen nach

Die mögliche Entdeckung des Higgs-Teilchen bedeutet einen großen Schritt für die Forschung. Alle anderen Theorien, die mit dem Standardmodell konkurrieren, sind somit widerlegt. Trotzdem sind damit nur vier Prozent des Universums erklärt und nun gilt es, die dunkle Materie zu erforschen, erklärt Prof. Dr. Achim Stahl, deutscher Sprecher des CMS-Experiments am CERN-Zentrum.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Was ist so bahnbrechend an der Fast-Entdeckung des Higgs-Teilchens?

Achim Stahl: Das ist schon ganz richtig formuliert, denn es handelt sich noch nicht um die Entdeckung des Higgs-Teilchens. Wir haben ein neues Teilchen entdeckt, aber wir sind noch nicht sicher, ob es das Higgs-Teilchen ist.

Warum das so wichtig ist? Weil wir 40 Jahre danach gesucht haben. Und zwar deshalb, weil wir ein Modell oder eine Theorie entwickelt haben, die die Elementarteilchen, ihre Kräfte, ihr Verhalten, all diese Dinge sehr gut beschreibt. Aber dieses Modell hat einen Widerspruch. Das Modell behauptet nämlich, dass die Teilchen, die für die Kräfte verantwortlich sind, alle keine Masse – im Volksmund würde man sagen kein Gewicht – haben dürfen.

Wir wissen aber aus Experimenten, dass es einige solcher Teilchen gibt, die sehr sehr schwer sind, sogar schwerer als ganze Atome. Das ist ein innerer Widerspruch. Der schottische Physiker Peter Higgs hatte eine Idee, wie man diesen inneren Widerspruch auflösen könnte. Dieses Konzept, dass Higgs entwickelt hat, sagt voraus, dass es noch ein Teilchen geben muss. Später wurde das Teilchen nach ihm benannt. Um das geht es hier. Ohne dieses Teilchen haben wir ein sehr erfolgreiches Modell, dass aufgrund des inneren Widerspruchs eigentlich nicht akzeptiert werden könnte. Es geht also darum, diesen Widerspruch aufzulösen und zu zeigen, dass dieses Konzept von Peter Higgs wirklich wahr ist.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Was hat es mit dem Higgs-Teilchen eigentlich auf sich?

Achim Stahl: Das gesamte Universum ist erfüllt mit diesem Higgs-Feld. Die Teilchen fliegen durch dieses Feld hindurch. Dabei wechselwirken sie mit dem Higgs-Feld, was ihnen eine scheinbare Masse gibt. Die Teilchen sind an sich ohne Masse, wie es das Modell vorhersagt, aber durch die Wechselwirkung mit dem Higgs-Feld sieht es so aus als hätten sie eine Masse, die wir dann bei den Experimenten messen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie funktioniert die Forschung am Higgs-Teilchen?

Achim Stahl: Das Large Hadron Collider-Projekt (LHC) ist vor über zwanzig Jahre gestartet worden. Es ist also ein sehr langfristiges Projekt. In den ersten Jahren geht es zunächst einmal darum, die Technologie zu entwickeln: Wie man den Beschleuniger, die Elektronen bauen kann. Dann folgen Jahre, in denen die Beschleuniger zusammengebaut werden, die Detektoren, die die Teilchen nachweisen, die bei den Reaktionen entstehen. Das ist nun alles seit drei Jahren abgeschlossen.

Seit drei Jahren läuft das Experiment, in dem Protonen aufeinander geschossen werden, wobei Reaktionen entstehen. Der Detektor zeichnet diese auf und speichert sie auf Computern ab. Das läuft rund um die Uhr. Dann geht es darum, diesen Detektor zu betreiben, am Laufen zu halten, zu kalibrieren, sodass diese Daten reinkommen. Anschließend werden diese Daten ausgewertet.

Wir haben schon Billiarden von Protonen-Kollisionen erzeugt. Wir haben jetzt so Größenordnungen von 20 Ereignisse, von denen wir denken, dass Higgs-Teilchen entstanden sein könnten. Aus dieser riesigen Menge von Daten müssen die Ereignisse, die Kollisionen herausgefiltert werden, bei denen tatsächlich ein Higgs-Teilchen entstanden sein könnte.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Was benötigen die Forscher noch für einen definitiven Nachweis des Higgs-Teilchens?

Achim Stahl: Wir wissen, da ist ein Teilchen. Jetzt geht es nur noch um die Frage, ob dieses Teilchen das Higgs-Teilchen ist. Dafür brauchen wir einfach mehr als 20 Ereignisse. Wir haben jetzt so grob 20 identifizierte Kandidaten und wir brauchen vielleicht 50, vielleicht 100, um die Eigenschaften studieren zu können. Eine klassische Eigenschaft ist, dass das Higgs-Teilchen in unterschiedliche Teilchen zerfallen kann, das tun sie zwar alle, aber beim Higgs-Teilchen ist es so, dass die Zerfälle in die Teilchen bevorzugt eintreten, die schwer sind. Je schwerer ein Teilchen, desto öfter zerfällt das Higgs-Teilchen. Das ist eine Eigenschaft, die man nachprüfen kann. Und da brauchen wir mehr als ein Paar Zerfälle. Wir haben im Moment fünf unterschiedliche Zerfallsarten versucht nachzuweisen. Noch nicht in allen sehen wir wirklich Kandidaten, um sagen zu können, da gibt es wirklich Zerfälle. Wir brauchen jetzt vielleicht zehn unterschiedliche Zerfallsarten, die wir dann nach der Masse sortieren können, um zu gucken, wie häufig diese sind.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie viele Forscher sind an den Arbeiten beteiligt?

Achim Stahl: Am CERN gibt es zwei Experimente, Atlas und CMS. An jedem der beiden Experimente sind gut 3.000 Wissenschaftler, größtenteils Physiker, von allen Kontinenten der Erde beteiligt, also ein echtes weltweites Projekt. Das ist einfach auch nötig, um eine so schwierige Frage anzugehen. In Genf wurden somit die Expertise und die Ressourcen der ganzen Community aus der ganzen Welt gebündelt, um zum Erfolg zu gelangen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Gibt es schon Überlegungen, wie lange es dauern wird, bis das Higgs-Teilchen definitiv nachgewiesen wird?

Achim Stahl: Ja, da gibt es eine ganz gute Abschätzung. Unter der Annahme, dass der Beschleuniger und die Detektoren weiterhin so prima laufen, wie sie das die ersten knapp drei Jahre getan haben, also kein technisches Problem auftritt oder etwas kaputt geht, sollten die Daten diesen Jahres ausreichen. Ende des Jahres sollten wir genügend Daten haben, dann brauchen wir noch zwei bis drei Monate, um diese auszuwerten und dann können wir sicher sagen, ob es das Higgs-Teilchen ist oder irgendetwas anderes.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Was ändert die Entdeckung an unserer Sicht auf das Universum?

Achim Stahl: Zunächst einmal wäre damit bestätigt, dass die Vorstellung, die wir bisher Standardvorstellung genannt haben, wirklich richtig ist. Neben dieser Standardvorstellung gibt es viele Kollegen, die über andere Modelle, über andere Ideen nachdenken. Jetzt wissen wir, dass die anderen Modelle falsch sind.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: …und die Urknalltheorie richtig ist?

Achim Stahl: Die Urknalltheorie beschreibt nicht nur Elementarteilchen, sondern sie beschreibt auch das gesamte Universum. Das Standardmodell ist das Verhalten der Elementarteilchen, das auch bei der Urknalltheorie benutzt wird. Damit ist das Standardmodell einer der Bausteine, auf dem die Urknalltheorie aufbaut.

Theorien entwickeln ist eine Sache, das kann man im Kopf machen. Aber das Wesentliche ist, dass man dann auch Experimente durchführt, die zeigen, welche von den Theorien die richtige ist. Das ist der Schritt, der im Moment dabei ist, zu gelingen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Mit dem Nachweis des Higgs-Teilchens wäre eine entscheidende Frage zum Verständnis des Universums geklärt. Was kommt danach?

Achim Stahl: Es gibt noch viele viele Detailfragen, die man erforschen und herausfinden muss. Aber wir sind dem Verständnis einen großen Schritt näher gekommen. Wissenschaft heißt nicht, dass man bis zu einem bestimmten Punkt forscht und dann ist alles abgeschlossen. Wissenschaft ist immer ein Prozess und in diesem Prozess sind wir einen Schritt weiter. Das heißt aber nicht, dass der Prozess zu Ende ist. Wir wollen noch mehr herausfinden, wir wollen noch mehr Details und Phänomene klären.

Gerade im Zusammenhang mit dem Universum ist die nächste ganz große Frage: Wir wissen heute, dass die Materie, die aus den Elementarteilchen besteht, die im Standardmodell vorkommen, lediglich vier Prozent des gesamten Inhalts des Universums darstellen. Wir wollen jetzt natürlich wissen, was die anderen 96 Prozent sind. Die kommen im Standardmodell nicht vor. Das ist nämlich das, was man dunkle Materie oder dunkle Energie nennt. Es ist mittlerweile offensichtlich, dass dieses Modell nicht das Ende ist, sondern, dass es noch irgendetwas Größeres geben muss, in das das ganze eingebettet werden muss. Wir suchen intensiv danach, aber bis jetzt gibt es dort noch keine Anzeichen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Wie waren die Reaktionen auf die Veröffentlichung des CERN?

Achim Stahl: Überwiegend positiv. Wir haben ein großes Medienecho erhalten mit enthusiastischen Berichten im Fernsehen, in den Zeitungen. Im Großen und Ganzen war alles sehr positiv. Trotzdem gibt es natürlich immer – nicht nur mit der jetzigen Entdeckung – Kritiker. Es kommen immer wieder Briefe und E-Mails, in denen gesagt, wird „das ist alles Quatsch“ und „das kann doch nicht sein, Einstein kann nicht Recht haben“ usw. Diese Meldungen gibt es immer.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Sollten sich religiöse Menschen jetzt von der Schöpfungsgeschichte verabschieden?

Achim Stahl: Religiöse Vorstellungen kann man nicht mit wissenschaftlichen Theorien widerlegen. Ich glaube, dass ist ein falsches Konzept, dass man mit einer wissenschaftlichen Theorie irgendetwas über Gott aussagen kann. Leute, die diese Angst haben, haben letztendlich nicht verstanden, was Wissenschaft macht. Auch ein Urknall ist kein Beweis, dass es einen Gott gibt oder nicht gibt. Mit dem Urknall fängt alles an. Die Frage ist, ob man darin eine Schöpfung sieht oder nicht. Das ist nach wie vor eine religiöse Frage, die man wissenschaftlich nicht beantworten kann.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Also müssen sich die Religion von den neuen Erkenntnissen gar nicht bedroht fühlen?

Achim Stahl: Ich sehe da keinen Konflikt. Wer meint, dass die Wissenschaft versucht Gott zu widerlegen, der hat die Wissenschaft nicht verstanden. Wenn wir das ganze auf einen wissenschaftsphilosophischen Punkt bringen: Der ganz große Erfolg der Wissenschaft liegt darin, dass sie sich auf Fragestellungen beschränkt, die mit der wissenschaftlichen Methode beantwortbar sind. Mit dieser Einschränkung grenzt man natürlich auch Dinge aus und so ist es mit den meisten religiösen Fragen.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Gerade beim Higgs-Teilchen erscheint das nicht so, da es ja auch Gottesteilchen genannt wird.

Achim Stahl: Ich finde, dass ist eine sehr unglückliche Bezeichnung. Ich weiß nicht, ob es wahr ist, aber es kursiert folgende Geschichte: Der amerikanische Nobelpreisträger Leon Max Lederman hat vor 20 Jahren ein populärwissenschaftliches Buch über die Elementarteilchen-Physik geschrieben. Auch damals war das Higgs-Teilchen schon ein Problem. Es war vorhersagt, aber man konnte es einfach nicht finden, deshalb hat er sein Buch „The Goddamn Particle“ (dt. Das gottverdammte Teilchen) genannt und so bei seinem Herausgeber eingereicht. Der Herausgeber hat das abgelehnt und meinte, damit trete man zu vielen auf den Schlips und einfach das „damn“ gestrichen. So ist dann das Gottesteilchen entstanden. Es soll auch darauf anspielen, dass das Higgs-Teilchen schon von Anfang an beim Urknall da war und mit der Schöpfung entstanden ist.

Deutsche Mittelstands Nachrichten: Der Name hat sich aber durchgesetzt…

Achim Stahl: Die Wissenschaftler benutzen diesen Namen nicht. Das sind die Journalisten, die darauf anspringen, weil es sich gut als Überschrift liest. Es klingt natürlich sensationeller als das Higgs-Teilchen. Darauf gibt es ja auch schon die Reaktion, dass einige sagen, damit würden Gefühle verletzt. Das ist auf keinen Fall unsere Intention.

Prof. Dr. Achim Stahl, von der Universität Aachen, ist deutscher Sprecher des Forschungsschwerpunkts „ Elementarteilchenphysik mit dem CMS-Experiment“.

Das Gespräch führte Merve Durmus.

 

Kommentare

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  1. Ralf Paul sagt:

    Der gelogene Nobelpreis

    Es gilt als verbürgt das sich die Erde nicht nur um die Sonne sondern auch um sich selbst bewegt
    Monde, Sterne und ganze Galaxien sollen ein ähnliches Verhalten an den Tag legen.
    Wenn aber das Große ein Abbild des Kleinen ist und umgekehrt, so stellt sich für mich die Frage weshalb gerade ein energiearmes Teilchen mit nur einer Bewegungsrichtung zu Gottes liebsten Teilchen werden konnte.
    Allerdings ergeben sich ja noch mehr Ungereimtheiten, welche sich nach einem Vortrag von Prof. Naumann vom Atlasprojekt auftaten.
    Nach eigenen Aussagen wurde nur 10% der Daten überhaupt ausgewertet, was ja nur zu einer Wahrscheinlichkeit von 10% führt.
    Wenn ich davon ausgehe dass etwa 50% der Teilchen rotieren, welche somit auch rausfallen sinkt die Möglichkeit für einen positiven Treffer auf 5% was sich stark in Richtung unwahrscheinlich bewegt.
    „Der Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versagers“ (Oskar Wilde) könnte eine Erklärung sein.
    Manchmal kann man etwas nicht finden, weil es dafür keine Notwendigkeit gibt, auch wenn wir es nicht verstehen.
    Das Higgsteilchen soll ja auch der Beweis dafür sein das es „Dunkle Materie“ gibt neben den anderen Sachen die wir glauben damit erklären zu können.
    Irritierend finde ich es aber wenn man sich dann hinter Einstein versteckt, welchen man offensichtlich nicht versteht.
    Eine der entscheidenden Aussagen von Einstein ist hierbei:“E=mc² ist nicht für ein dreidimensionales System geeignet.“
    Was man auch leicht daran erkennen kann das auf der rechten Seite nur 2 Multiplikatoren stehen.
    Hierbei wird oft der Fehlergemacht, c² als c*c und somit als zwei Multiplikatoren zu interpretieren, obwohl die Potenz nur eine Aussage über den Anteil am Gesamtenergiekonzept von c trifft.
    Der Unterschied zwischen einem 3D Objekt und einem 3D System ist eher gering benötigt aber in jedem Fall 3 Multiplikatoren.
    Bei einem Objekt sind es Länge, Höhe und Breite während das Äquivalent Masse (m) Beschleunigung (c) und die Rotation (c1).
    Somit kommen wir dann zur dynamischen Energieentwicklung oder Ed=mc²c1² und zu einer Überraschung beim Thema Energie.
    Unter Einbeziehung der Rotation erhalten wir z.B. für das Gesamtenergiekonzept der Erde einen zusätzlichen Multiplikator von 640.000 sofern die Äquatorgeschwindigkeit noch immer bei 1.600 km/h liegt und die Grundlagen der Physik sich nicht geändert haben.
    Was für ein Versager muss man sein um sich an einem Toten (Einstein) und einem über Achtzigjährigen zu vergreifen (Higgs) nur damit wenn die Wahrheit rauskommt man sich rausreden kann, nach dem Motto, es war ja nicht unsere Idee und wir haben es für richtig gehalten
    Nur nicht den eigenen Kopf benutzen dann kann man dafür auch nicht zu Rechenschaft gezogen werden.
    „Die Aufgabe der Wissenschaft, ist das sie Wissen schafft.“ (Autor unbekannt)
    Bei der Behandlungen der Themen habe ich allerdings oft den Eindruck, dass es nicht um Wissen sondern um einen Religionskrieg geht, bei dem nicht das Wissen im Vordergrund steht, sonder es darum geht wer seinen Schwachsinn besser verkaufen kann.
    Nach der DM Theorie fehlen uns 95% der Energie da ja die Beschleunigung (c) ja durch die Lichtgeschwindigkeit begrenzt ist.
    Mathematisch wäre 5/95=1/19 was bedeuten wir bräuchten etwa die 20 fache Energiemenge um das Universum am Laufen zu halten, was dem Universum aber mit der Rotation anscheinend viel besser gelingt wie uns mit der Dunklen Materie welche Niemand finden kann und für die es ja anscheinend nicht mal mathematische Notwendigkeit gibt, da das Universum eleganter, klüger und effektiver arbeitet.
    Ohne Einbeziehung der Schwerkraft erhalten für unsere kleine Erde einen Multiplikator von 640.000, was uns zu der Frage führt wie viel Energieüberschuss erzeugen größere Planeten Sonnen und Monde oder schwarze Löcher die sich ja auch alle drehen und welche Folgen hat der Energieüberschuss?
    Wenn man davon ausgeht das der Raum selbst eine Energieform der Dritten Ordnung ist wird Vieles verständlicher, bis hin zur beschleunigten Expansion des Universums.
    Falls jetzt Jemand denkt, ich wäre nur ein durch geknallter DM Hasser so stellen Sie sich folgenden Frage: Wenn 5% genügen um so etwas Gewaltiges wie die Sterne, die Planeten und unsere Erde zu schaffen, weshalb sollen sich 95% völlig anders verhalten?
    In der Schule haben wir gelernt das große Energiemengen ein masseähnliches Verhalten zeigen.
    Aber obwohl wir fast 20mal mehr Energie haben, bildet sich auf der Dunklen Seite der Macht kein Stern, kein Planet, nicht mal Staub?
    Auch ohne dass ich ein Profi für Wahrscheinlichkeitsberechnung bin würde ich dies als Möglichkeit ausschließen.
    Manchmal ist die einfachste Erklärung dafür dass man etwas nicht findet, einfach der Tatsache geschuldet, dass es dafür keine Notwendigkeit gibt.
    Wer Schwierigkeiten mit diesem Thema hat dem möchte ich ein Satz von Prof. Nauman (LHC/Atlas) mit auf den Weg geben „Wenn wir Äpfel in eine Presse geben wird kein vernünftiger Mensch etwas anderes wie Apfelsaft erwarten. Wenn wir also irgendwo Energie rein geben weshalb soll es da anders sein?“
    Viele von den Sachen die man euch einreden will sind weniger kompliziert wie man vermutet und egal welche akademischen Grad Dein Gegenüberhat die meisten Sachen lassen sich mit klassischer Physik erklären oder ausschließen.
    Wie die Nummer mit dem Schwarzen Loch, wo der Irrtum schon mit der Namensgebung beginnt.
    Ein Schwarzes Loch ist kein Loch sondern der Rest eines Sterns, der da es Masse hat natürlich auch kein Durchgang zu parallelen Universen sein kann.
    Die treffendste Bezeichnung wäre eine dunkle Sonne welche ihre Energie aus der Kernspaltung bezieht was auch leicht nachvollziehbar ist wenn man den Physikunterricht nicht verschlafen hat.
    Am einfachsten stellt man sich eine Atombombe im Schnellkochtopf vor, die durch die enorme Gravitation und Rotation zusammengehalten wird, welche sozusagen den Topf bilden.
    Die Gammabursts an den Polen ist das was man die Sicherheitsventile nennen würde, da hier sozusagen als energieärmste Punkte die einzige Austrittsmöglichkeit für Überschussenergie ist.
    Entgegen weitreichender Vermutungen ist es kein Alles verschlingender Molloch sondern ein ausgewogenes Energiekonzept, welches sich sogar berechnen lässt, sofern man Einstein etwas versteht.
    Ein weiterer Irrtum ist ja das es zwar für die Geschwindigkeit eine Grenze gibt, aber nicht für Masse, denn nichts bewegt sich schneller wie das Licht, doch genau diese Einschränkung führt auch zur Begrenzung der Masse.
    Masse erzeugt Gravitation, welche sich über die Fallgeschwindigkeit darstellt.
    Gilt also Fallgeschwindigkeit<Lichtgeschwindigkeit haben wir auch eine natürliche Grenze für die Gravitation und die daraus resultierende Masse.
    Dies führt zur Formel für die Schwerkraftsysteme oder Es=mc²c1²g² was zu einem weiteren Multiplikator führt oder der Frage: Was ist Zeit? Und was war vor dem Urknall? Zeit?
    Da es ja anscheinend für alles natürliche Grenzen gibt könnte dies auch für die Zeit als eine Energie der vierten Ordnung, denn das Raum entsteht wenn Zeit vergeht scheint ja eine Tatsache zu sein auch wenn wir den Zusammenhang noch nicht ganz verstehen.
    Falls Zeit eine Energieform ist und nicht nur einfach vergeht, so ergeben sich natürlich Fragen und Möglichkeiten, denn nach Einstein ist die Zeit zwar relativ was aber nicht heißt das sie keiner Ordnung unterworfen ist, wie die Energie oder der Raum.
    Wir unterscheiden nach Masse als Energie der 1.Ornung denn sie hat nur eine Wirkrichtung.
    Beschleunigung und Rotation sind Energie der 2.Ordnung, haben zwei Wirkrichtungen und sind immer an Masse gebunden.
    Raum ist Energie der 3.Ordnung deren Erzeugung zu mindestens an drei Wirkrichtungen gebunden ist.
    Bei vier Multiplikatoren wären wir rein theoretisch bei der Zeit selbst als physikalische Größe/Faktor.
    Im schönen Heidelberg überlegen ein paar Jungs um Prof. Wetterich ob das mit Urknall wirklich so war, oder eventuell eine natürliche Eigenschaft der Zeit ist und Zeit in untergeordnete Energieformen zerfallen kann oder auf eine andere Form in das Konzept einzuordnen ist.
    Das würde nicht nur die Urknalltheorie in Frage stellen, sondern völlig neue Überlegungen erfordern, denn wenn Zeit auch nur eine Energieform ist, so lässt sich leicht das Problem mit der Geschwindigkeit erklären, denn die bisherigen Antriebe sind zweidimensional (Eine Masse und eine Bewegungsrichtung) und deshalb für die Überwindung von Raum ungeeignet.
    In jedem Fall würde es meinen Überlegungen entgegenkommen, denn Zeit braucht im Gegenteil zur Geschwindigkeit oder Raum keine Masse und könnte somit unabhängig von Raum und sogar Gott existieren, was zumindest die Frage nach dem davor erklären würde.
    Allerding dürfen wir dann die Theorien über Big Bang und Big Rip auch beerdigen und das Universum ist deutlich älter wie wir sehen können und auch wenn wir drauf gehen ist das für das Universum unwichtig, wie für alle Unsterblichen, welche keinen Gedanken über das Danach verschwenden, weil es nicht existiert.
    Falls jetzt ein übriggebliebener Stringtheoretiker Morgenluft wittert, so möchte ich noch mal daran erinnern, das Prof Harald Lesch und Prof. Michio Kaku nicht an den 10^34 Lösungsmöglichkeiten gescheitert sind sondern an der Tatsache das eine Funktion aus Masse, Energie und Information besteht und nichts davon sich eindimensional speichern lässt und auch wenn das mit der Schwingung eine hübsche Idee ist weiß ja Jeder wie Schwingungen übertragen werden.
    Für alle Geschwindigkeitsfanatiker welche traurig sind das wir unsere kosmischen Nachbarn nie kennenlernen werden, habe ich zum Abschluss noch einen Trost, da es eine Ausnahme von der Regel: „nichts bewegt sich schneller wie das Licht.“ gibt, denn es gibt kein Tempolimit für den menschlichen Geist und eventuell eine Erklärung für die Ufos welche eventuell nur die bildliche Darstellung einer geistigen Reise sind und sich deshalb auch nicht immer an die Physik halten.
    Das wir nicht Allein sind sollte klar sein und wer neugierig ist muss auch Humor haben, damit er nicht an den Irrtümern die den Weg zur Erkenntnis pflastern verzweifelt und auch wenn wir diese geistige Reife nicht mehr erreichen werden sollte es uns doch optimistisch stimmen.
    Also bleibt neugierig und verliert nicht eure gute Laune.

    Mit freundlichem Gruß
    Ralf Paul

  2. Ulrike Karstens sagt:

    Es ist eigentlich wunderbar, was die Wissenschaft da entdeckt hat, decken sich die Erkenntnisse doch mit dem uralten biblischem Gottesbild, dass Gott ein Geistwesen allmächtig über dem Universum herrscht. Und er kann von Menschen nicht in seiner Größe erfasst oder erkannt werden, im Universum können wir nur seine Eigenschaften erkennen, wie Allmacht und Liebe. Es gibt aber eine Brücke zu ihm, die Liebe, die uns befähigt, ihn zu suchen in Liebe. Das würde voraussetzen, dass wir uns bei ihm bedanken für die fantastischen Dinge im Universum. Die Bibel sagt: natürlich hat jedes Haus einen Erbauer, der aber alles erschaffen hat, ist Gott. Das verpflichtet uns indirekt zum Dank (Römer 1:20), denn nur wir können seine Eigenschaften im Kosmos erkennen, ein Tier nicht. Verhalten wir und nun wie Tiere und danken ihm das nicht und erwidern seine Liebe nicht, dann werden wir auch wie Tiere behandelt. Es gibt ein Leben und das war’s. Da ist keine Hoffnung mehr auf einen liebenden Schöpfer, weil ich unfähig bin, seine Liebe zu erwidern mit ganz einfachen Mitteln ohne viel Geschrei.

  3. guantanamera sagt:

    Diese Art von Wissenschaftskritik, die hier in den Kommentaren vorherrscht, finde ich traurig. Wenn es danach ginge, wäre die Erde immer noch eine Scheibe.

    Seid mal dankbar dem CERN gegenüber. Ohne die gäbe es das Internet in der heutigen Form nicht.

    Da die Antwortfunktion nicht endlos geht, nochmal @papperlapapp: Das ist kein Sprüchlein, sondern der tiefere Sinn. Da bringt es auch nichts, den Zitatgeber herabzuwürdigen. Der tiefere Sinn ist, dass Wissenschaft wertneutral ist. Erst der Anwender entscheidet, ob der Nutzen oder der Schaden überwiegt.

    Deshalb gibt es in der Forschung keine Ethik. In der Forschung gilt nur die Neugier und die Mathematik.