Griechenland: Immer weniger Exporte

Griechenland kommt nicht auf die Beine: Die Exporte sind den zweiten Monat in Folge zurückgegangen. Aber auch bei den Importen sieht es nicht viel besser aus.

Die griechische Statistikbehörde (ElSTAT) hat bekanntgegeben, dass der Umsatz für die griechischen Exporte das erste Mal seit 2009, den zweiten Monat in Folge rückläufig war. Diesen Rückgang im April und Mai führen die Statistiker hauptsächlich auf die gestiegene Unsicherheit nach der kürzlich stattgefundenen Parlamentswahl zurück.

Dem Bericht der Behörde zufolge, belief sich der Gesamtwert der Exporte auf 1,4 Milliarden Euro, was einem jährlichen Rückgang von 0,8 Prozent entspricht. Bereits im April hatte die Behörde einen Rückgang der Exporte von 0,3 Prozent festgestellt.

Genauso negativ wie bei den Exporten, sieht es auch bei den Importen für die griechische Wirtschaft aus. Hierbei waren die Importe im Monat Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um drei Prozent rückläufig, was weiterhin keine guten Aussichten für die griechische Wirtschaft bedeuten dürfte. Geringere Importe bedeuten, dass die griechischen Unternehmen weniger Rohstoffe beziehen, die sie zur Weiterverarbeitung nutzen würden.

Kommentare

Dieser Artikel hat 13 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

    wer erinnert sich nicht an Nokia / Bochum ?
    Das Werk wurde geschlossen und ins massiv dämokratische EU-Beitrittsland Rumänien verlagert, natürlich aufgrund von EU-Fördermaßnahmen auch noch mit deutschem Steuergeld.
    Nun, es kann- wiederum durch die liederliche EU-Junta bedingt – dann auch aus folgendem weiteren Grund in Gr auch nicht klappen:
    Das neue von Verheugen in die EU hereinbeschissene Mitglied Bulgarien erhält jetzt für die Industrieansiedlung EU-Fördergelder.
    Diese Industrie kommt aber aus dem Nachbarland Gr. Die letzten Jahre sind mehr als 2000 griechische Firmen der EU-Förderung nach Bulgarien gefolgt, von der Tabak- bis zur Konserven-Fabrik. Grund: Förderung !!! durch und für die verbrecherischen EU-Cliquen.
    Da kann die griechische Wirtschaft doch gar nicht Fuß fassen und sparen bringt nichts. Und die EU-Junta will also auch gar nicht, daß das sich bessert! Die Ausplünderung der Länder und der hiesigen Steuerzahler über die Partei-nahen Zocker kann nur so klappen.
    Und noch eins: das hochdämokratische Bulgarien vertreibt Sinti / Roma / Zigeuner aus seinem Land. Viele landen in der BRDDR (Reisefreiheit & Sozialhilfe), insbesondere in unserer Vorzeigestadt Berlin.
    Dort ernähren sie indirekt die Prolo-Basis unserer Altparteien, nämlich deren Jammertalberufe, die am importierten Elend noch satt verdienen. Dies alles und ordentliche Förderung (Startkapital für´s berufliche Selbständigmachen der neuen Kulturen) führt zu einem ordentlichen BIP-Wachstum, wodurch sich die real persistierende BRDDR – kein Witz – wiederum höher neu verschulden kann. Aber eben nicht wegen Realwachstum sondern wegen Elendsimport. So funktioniert – am Paradebeispiel Berlin – ein erheblicher Teil unserer Elendswirtschaft und so funktioniert die Europäische Plünderungsunion und das Aussaugen der arbeitenden Bevölkerung durch unsere Altparteien.

  2. gregor.domiz sagt:

    Und was ist mit Erdòl und Erdgas?

  3. fan sagt:

    Mit was für unfähigen EU-Politikern haben wir es in der EU eigentlich zu tun..?

    Wenn man einem Sportler immer mehr Stückchen von Händen und Füßen abschneidet, wird der sicherlich nicht mehr schwimmen oder laufen können.

    Griechenland soll gar nicht „auf die Beine“ kommen, Griechenland soll sich nicht mehr selbst gehören, sondern soll Verfügungs-Masse für die dahinter stehenden Bank- und Finanz-Interessen werden.

    Die nächsten Länder, wenn der €uro bis dahin noch „leben“ sollte, werden Spanien und ehemalige Ostblock-Länder sein.

  4. Domestos Kakerlakis sagt:

    Wenn die Griechen ihre billigen Kredite in Produktivität investiert hätten, wären sie heute woanders. Aber laut vielen Nachrichten haben viele Bauern anstatt dessen das Geld in Mercedes, Pools und dicke Häuser gesteckt.

    Und wenn ich bei Aldi sehe, daß bei den Griechischen Wochen die Waren im Regal liegen bleiben, wundert es mich wenig. Warum soll ich griechische Oliven und Pfirsiche kaufen, wenn sie 30-40% mehr kosten als die aus Italien und Spanien?

    … selber Schuld, kann man nur sagen. So wird das nichts mit dem Export.

    • Bernd das Brot sagt:

      ….und genau so ist es. Wer eine LKW, oder Taxi- Lizenz hat, der lebt besser als ein dortiger Beamter. Und diese gibt es nur mittels fakelaki. Wann, soll denn dort, jemals so etwas wie Wettbewerb entstehen?

    • Richard sagt:

      „Warum soll ich griechische Oliven und Pfirsiche kaufen, wenn sie 30-40% mehr kosten als die aus Italien und Spanien?“

      Werden die spanischen- wie italienischen Agrargüter vielleicht mit Dumpinglohn-Saisonalkräften aus Nordafrika oder Rumänien geerntet, während die Spanier beim Arbeitsamt stehen?

      Verdienen die Griechen zuviel – oder laufen da neoliberale Spiele, welche Europa ruinieren?

      Und was sollen die Griechen jetzt machen?

      Löhne auf das Niveau dieser Dumpinglohn-Kräfte aus Drittstaaten senken, um, wie es manche Protagonisten heutzutage laufend sagen „wettbewerbsfähig“ zu sein? Damit sie sich nicht mehr von Verbrauchern in anderen Ländern anhören müssen – „Warum soll ich…“?

      Und mit diesen Dumpinglöhnen sollen die dann vielleicht auch noch ihre Schulden abbezahlen?

      Ist das die Art von Europa, die wir wollen?

  5. Süss sagt:

    Dafür benötigen sie aber mindestens 210 Mrd. von uns.

  6. ESM Europäischer Schulden Misthaufen sagt:

    GR ist im freien Fall Richtung Simbawe-Wirtschaft. Die Importe und Gehälter sind
    allerdings noch viel zu hoch und verlangen nach ständiger Milliardenstütze. Wenn
    man hört, dass ein Kaffee im Lokal in Athen 4,50-5 Teuro kostet, dann weiß man
    doch, dass alles weiter zusammenbrechen muß.

  7. Konsequent FÜR Deutschland sagt:

    Auch hier wieder ein gutes Beispiel für: Der T-euro bringt Wohlstand und Frieden!!!

  8. Gaby sagt:

    Das Ganze hat einen einfachen Grund: Es gibt in Griechenland NULL Kredit mehr. Alles, jedes Geschäft muss cash vorfinanziert werden. Das fängt bei wirklichen Banalitäten im Alltag an (Beispiel: Tierarzt soll spezielles Anti-Parasiten-Mittel besorgen, bittet kleinlaut um Cash vorweg vom Kunden, weil er den Lieferanten sofort bezahlen muss, er das Geld aber nicht hat).

    Und allemal ist das im Großen auch so. Es haben sogar Unternehmen mittlerweile arge Probleme bis hin zur Insolvenz, weil sie eben keinerlei Vorfinanzierung mehr bekommen, und sei es auch nur kurzfristig.

  9. Richard sagt:

    Naja, 0,3 % Schwankung dürfte nicht über die normalen Schwankungen, die in der Weltwirtschaft üblich sind hinausgehen.

    Das Problem ist wohl eher das Niveau der Exporte an sich. Dieses ist nicht so groß, dass man aus den Erträgen eine Gesellschaft über Importe unterhalten kann. Mit diesem Niveau läßt sich keine exportorientierte Wirtschaftspolitik betreiben.

    Da hilft auch kein Euro-Austritt und keine Lohnsenkung, um „wettbewerbsfähig“ zu werden.

    Denn nebenan senkt Spanien gerade seine Löhne und Sozialleistungen, um „wettbewerbsfähig“ zu werden. Gegenüber wen? Richtig, wettbewerbsfähig gegenüber Ländern wie z.B. Griechenland.

    Was da für ein perfides Spiel läuft, dürfte erkennbar sein – man spielt da die Völker gegeneinander aus, setzt sie gegeneinander in einen völlig unnötigen Wirtschaftskrieg, bei dem sie die Verlierer sein müssen. Die davon profitierenden Dritten sind die Wall-Street-Banken. Globalisierung, Neoliberalismus und Kapitalismus.

    Die Gegenpolitik liegt natürlich in der Beendigung dieses Wettbewerbs. Leben und leben lassen. Beendigung der feindlichen Übernahmen ausländischer Märkte durch Exportpolitik. Der Schwerpunkt der nationalen Wirtschaftspolitik muß bei der nationalen Selbstversorgung liegen. Selber produzieren statt importieren. Selber konsumieren statt exportieren.

    Wer selber erzeugt, was er konsumiert, braucht keine Kredite von Schmarotzern in Bankentürmen.

  10. Vanessa_ sagt:

    Da beißt sich wohl wieder mal der Hund in den Schwanz:

    Wenn man die Wirtschaft dermaßen abwürgt, kann die Exportindustrie nur schrumpfen. Und wenn die Wirtschaft so abgewürgt wird, dass im eigenen Land keine ausreichende Kaufkraft mehr vorhanden ist, dann brechen eben auch die Importe ein. Eigentlich nur logisch, oder?

    Wie erklären unsere ökonomischen Eliten wohl dieses Phänomen?

    • FDominicus sagt:

      Die Wirtschaft wird nicht abewürgt, sie hat sich auf Kredit einen Scheinboom „vorgemacht“, in Griechenland sind seit der Euro Einführung die Löhne am stärksten gestiegen, nur eben die Produktivität oder Attraktivität der griechischen Produkte nicht. Kurz insgesamt wurde mehr verbraucht als man willen und in der Lage war zu produzieren. Funktioniert auf Dauer nicht ergo wird das derzeit korrigiert.Und das soll mit weiteren Krediten finanziert werden, als ob nicht zuviele Kredite das Problem wären….