Deutsche Maschinenbauer für Rauswurf Griechenlands aus dem Euro

„Das große Projekt Europa ist gefährdet“, warnt der Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau in einer Stellungnahme. Wenn Griechenland „strukturell nicht rettbar“ ist, muss es den Euro verlassen. Der Verband stehe hinter der Bundeskanzlerin, sie müsse eine „klare, harte Linie fahren“.

Es ist das erste Mal, dass sich ein Teil der deutschen Industrie so deutlich hinter Angela Merkel stellt und klare Forderungen bezüglich der Schuldenkrise formuliert. „Das große Projekt Europa ist gefährdet“, schreibt der Der Verband Deutscher Maschinen und Anlagebau (VDMA) in einer aktuellen Stellungnahme. „Entscheidend für einen Lösungsansatz und die bestmögliche Vertretung unserer Interessen ist jetzt ein geschlossenes Auftreten Deutschlands nach außen.“ Vor allem, weil Deutschland mehr und mehr unter Druck gerate. „Wir wissen, dass die Bundeskanzlerin diese Aufgabe verantwortungsvoll wahrnimmt und sind bereit, sie dabei zu unterstützen“, so der Verband.

Zwar müssten politische Zugeständnisse eingegangen werden, um die großen strategischen Ziele zu erreichen. Aber die Bundeskanzlerin müsse handlungsfähig sein und eine „klare harte Linie fahren oder auch Kompromisse machen können“, ohne dass jeder Schritt kleinteilig diskutiert und zerredet werde. Die Mitgliedstaaten müssten ihre Aufgaben grundsätzlich ohne finanzielle Unterstützung Dritter leisten können, kritisiert der VDMA. Schließlich würden dauerhafte Transfers die Leistungsfähigkeit aller hemmen.

Der ESM solle nicht auf Dauer strukturelle Defizite finanzieren. Wenn beispielsweise „Griechenland strukturell nicht rettbar ist und Vereinbarungen nicht einhalten kann oder will, muss es den gemeinsamen Währungsraum verlassen“, heißt es in dem Statement. Das Prinzip der „Übereinstimmung von Handeln und Haften“ dürfe nicht dauerhaft unterbrochen werden – weder von den Mitgliedsländern der gemeinsamen Währung noch von Banken und Anlegern.

Kommentare

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  1. Sorbas sagt:

    Nach solchen äußerungen des vdma bleibt nur noch zu kontern:“griechen, kauft keine deutschen produkte mehr!“

  2. Fine sagt:

    Da sollten wir uns doch mal bewerben! Gewissermaßen als Notwehrreaktion.

    http://www.pi-news.net/2012/07/vertrauliche-esm-gehaltsliste-veroffentlicht/

  3. bendix sagt:

    Deutschland, Du wirst langsam unerträglich. Meine Herren Maschinenbauer Ihr kommt so ca. drei Jahre zu spät aus Eurem Partykeller gekrochen. Die PIGS müssen sparen und jetzt merkt Ihr wohl das Euch die Felle davon schwimmen? Euer geldgieriges denken und Euer streben nach maximalen Profiten hat Euch schon so verblödet, dass Ihr garnicht mehr realisiert habt wovon Eure Exporte in die EU beglichen wurden. Ihr wurdet jahrelang über TARGET 2 bezahlt, sprich über Schuldverschreibungen der Bundesbank und letztendlich mit dem Geld des Steuerzahlers. Macht Euch bitte mal kundig wie hoch das Target 2 für Deutschland ist und rechnet bitte mal Euren Anteil davon aus, Ihr könntet ja sicher diesen Anteil aus den geringen Profiten der letzten Jahre tilgen. Fahrt mal Euren klugscheißerischen Tenor etwas zurück und macht es nicht so wie die Merkel, die zB. über Nacht im Tiefschlaf vom Atomstromlobbyist zum Windrad mutiert ist.
    Und jetzt eine Frage an Euch Alle.: Warum wird die Export und Großindustrie in und von Deutschland mit allen Mitteln am Leben erhalten? Warum spenden wir nicht gleich das Geld an die europäischen Pleitestaaten? Es wäre auf alle Fälle billiger, denn mit jedem Export in EU-Pleitestaaten steigt das TARGRT 2, weil nie und nimmer wird irgend eine Rückzahlung erfolgen. Der lachende Dritte ist die Groß- und Exportindustrie,
    danke Maschinenbauer!
    Der einzige Grund dafür ist, die anfallenden Steuern der Arbeiterknechte, um zumindest
    noch den Wohlstand unserer politischen Superfachkräfte zu sichern und sonst nichts!
    Danke Deutschland,,,,,,,,, danke fur nichts!

  4. Hans-Peter sagt:

    @Alfons

    Ziemlich rassistisch ihre Äußerungen.

    Und das die eselreitenden,faulen Südländer „gerne unseren Lebensstandard hätten“ ist der Witz des Jahrhunderts.

    Der griechische und der italienische Staat sind pleite aber die Griechen und die Italiener sind es nicht.Beide haben die niedrigsten Privatschulden in Europa.Die wohnen alle unter ihren eigenen Dächern und besitzen dazu noch sehr viel fruchtbares Land.In Griechenland leben sogar 75% der Stadtbewohner in ihren eigenen vier Wänden.Das müsste wohl Weltrekord sein.Besonders für ein so genanntes „entwickeltes Industrie-Land“.Dazu kommen noch sehr intakte Familien-Bande in diesen Ländern.Da ist das Kind und auch der Verwandte sehr viel wichtiger als der Haus-Köter.

    Und jetzt denken sie noch einmal nach und sagen mir wer den kommenden Total-Crash der Weltwirtschaft besser überstehen wird.Wir oder die eselreitenden,faulen Südländer?

    • Vanessa_ sagt:

      Vielen Dank für Ihre aufklärenden Worte.
      Wenn man Beiträge wie die des Alfons‘ liest, dann kann man nur mutmaßen, dass diese Leute das Land und seine Menschen selbst nie kennengelernt haben, sich aber von der Mainstreampresse völlig beeinflussen lassen. Die Bevölkerung lebt dort oftmals in sehr bescheidenen Verhältnissen, nur die Eliten leben auf Kosten der Allgemeinheit (eigentlich wie überall in Europa) und erwarten die Fortsetzung ihres luxuriösen Lebensstils. Dass diese Umstände des Prassens immer der Bevölkerung des jeweiligen Landes angelastet werden, ist schlechthin eine Katastrophe. Was können wir dafür, was unsere Regierung treibt und welche Verträge sie schließt? Als normaler Bürger nichts, und genau so sieht es mit den Menschen eben bspw. in GR aus.
      Lebt Deutschland eigentlich nicht genau so über seine Verhältnisse, wenn man sich die Staatsverschuldung von derzeit über 2 Billionen €uro anschaut?

      MfG

    • Bernd das Brot sagt:

      1.) Der griechische und der italienische Staat sind pleite aber die Griechen und die Italiener sind es nicht.Beide haben die niedrigsten Privatschulden in Europa

      2.) Die wohnen alle unter ihren eigenen Dächern und besitzen dazu noch sehr viel fruchtbares Land.In Griechenland leben sogar 75% der Stadtbewohner in ihren eigenen vier Wänden.Das müsste wohl Weltrekord sein.Besonders für ein so genanntes “entwickeltes Industrie-Land”.
      3.) Dazu kommen noch sehr intakte Familien-Bande in diesen Ländern.Da ist das Kind und auch der Verwandte sehr viel wichtiger als der Haus-Köter.

      Schönlieber @Hans Peter, das Sie hier noch einmal darlegen, das sowohl Griechenland, als auch Italien, sich selbst refinanzieren könnten. Und, wenn man die 75% Stadtbewohner, die in ihren eigenen vier Wänden leben hinzunimmt, dann ergibt sich ein erhebliches Steueraufkommen, wenn man denn will. Denn all die schönen hohen Privatvermögen, konnten nur entstehen, weil eben Europa mittels jahrzehntelanger Subventionen, direkt den griechischen Haushalt finanzierte. Warum sollen wir denn, wenn so viel Wohlstand, in den Ländern vorhanden ist, auch noch für deren Schulden aufkommen? Das gilt auch für Italien. Aussen heruntergekommene Gebäude, innen Luxus bis zum geht nicht mehr. Die Milliarden, die jährlich von der Mafia abgegriffen werden, könnten das Land finanziell stark entlasten. Es käme auch endlich wieder so etwas wie Wettbewerb auf. WEisse Listen, für das ganze land, damit die „globale Mafia“, keine Chance mehr erhält.

      3.) Intakte Familienbande, muss man sich leisten können. Wenn Papa mit 50 in den vorzeitigen Ruhestand geht, bei beinahe vollem Bezug seiner Pension und er auch vorher nichts leisten musste, dann lässt es sicher gut leben. Nur, auf der anderen Seite, sitzen die Steuerzahler Deutschlands und zahlen und erhalten, wenn sie selbst in Rente gehen, eigentlich gar nichts mehr. Denn ist der Lebenslauf in punkto Arbeit erst einmal gebrochen, geht es nur noch abwärts.

      Lassen wir den Südländern gerne ihre Mentalität, aber die Subventionen und Hilfen gehören gestrichen. Damit sie dort nicht zu sehr ansetzen. Fördern und fordern.

  5. Bernd das Brot sagt:

    Nachdem der sogenannte „Deutsche Maschinenbau“, so gut wie die ganze Entwicklung verschlafen hat, frage ich mich, was diese Leute jetzt noch wollen. Es ist gelaufen, liebe Maschinenbauer. Es wäre auch ehrlicher zu sagen, das ihr vom TARGET2- System, bislang wunderbar profitieren konntet. Pleitestaaten bestellen, niemand hat das Geld um die Bestelleungen auch wirklich zu bezahlen, also zahlt die Deutsche Bundesbank. Und das TARGET2- Verrechnungssystem, bescherte der Bundesbank, also uns, auf diese Art und Weise ca. 730 Milliarden Forderungen, die wahrscheinlich uneintreibbar sind.
    Jetzt wollen diese Herrschaften schnell Griechenland Opfern, damit dem Volk Tribut gezollt wird. Danach denkt man, ist die Wut schnell verraucht. Zu spät, meine Herrschaften!

  6. wei sagt:

    Ein alter Politikertrick:
    stelle die Masse deiner geschaffenen üblen Zustände in den Hintergrund,greife aus dieser Masse ein Übel heraus,stelle es in den Vordergrund ,erkläre es zum Problem und biete die Lösung.