Deutsche Rentenversicherung: Geld ist sicher investiert

Die Deutschen Rentenversicherung hatte in den vergangenen Jahren keinerlei Verluste zu beklagen, so der Finanzchef. Die Inflation ließ er bei dieser Rechnung jedoch außer Acht und die ist angesichts der niedrigen Renditen sicherer Papiere deutlich spürbar. Aber sein Auftrag sei es, das Geld sicher anzulegen und nicht die Profitabilität zwangsläufig zu steigern.

Auf den ersten Blick ist die Aussage des Finanzchefs der Deutschen Rentenversicherung Bund, Ulrich Reineke, eine äußerst positive: „Es ist in der gesamten Rentenversicherung nirgendwo ein Euro verloren gegangen in den vergangenen Jahren”. Reserven in Höhe von 25,1 Milliarden Euro muss die Rentenversicherung derzeit zinsbringend und sicher anlegen. Doch der nicht aufgetretene und gepriesene Verlust ist nur dem Nominalwert des Vermögens zuzuschreiben.

Aufgrund niedriger Zinsen für Termingelder erreichte die Rentenversicherung 2011 nur Renditen zwischen 1,0 und 1,5 Prozent. Bei einer Inflation von 2,3 Prozent tritt demzufolge ein Kaufkraftverlust beim Vermögen auf. „Wir haben natürlich deutlich negative Realrenditen”, so Ulrich Reineke am Freitag in Berlin. Aber „mehr Rendite erzielen, heißt deutlich mehr Risiko eingehen. Das ist nicht unser Job”.

Zurzeit liege die Rendite bei etwas über 0,5 Prozent und somit über den Orientierungsmarken EONIA und Ein-Monats-Euribor. „Wir haben laufende Geldanlagen bei etwa 45 Banken, überwiegend in Deutschland.” In „irgendwelchen komplexen Derivaten tummeln wir uns nicht”, erläutert er. „Die Profitabilität ist insofern eine Nebenbedingung. Und das tut auch gut.” Dennoch mache das historisch niedrige Zinsniveau Entscheidungen bezüglich des Anlegens der Gelder nicht einfach. So habe ihm erst kürzlich eine Großbank für eine Monatseinlage nur einen Zins von 0,07 Prozent angeboten.

Kommentare

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  1. Horst C. sagt:

    Die Rente wird immer sicher sein, fraglich bleibt die Höhe.

  2. papperlapap sagt:

    Die Rente war ja schon immer sicher. Und wenn alles andere pleite geht, die Rente steht?

    • christopherus sagt:

      LOL. Ja, ja Danke an die Herren Schröder-Maschmeyer, welche das sichere Umlageverfahren gegen „Produkte“ der Finanzwirtschaft ausgetauscht haben.

  3. Chris sagt:

    Das Ding müsste „RentenverUNsicherung“ heißen

  4. Chris sagt:

    Was soll dieser Aufriss? 25 Mrd € sind GARNICHTS!!! Mit dieser Diskussion wird doch bloß ein Feigenblatt auf das Schneeballsystem gelegt, das sich Rentenversicherung nennt.

    • guantanamera sagt:

      Wieso ist die Rentenversicherung ein Schneeballsystem?

      Die umlagegesicherte Versicherung per Generationenvertrag ist die Einzige, die kein Schneeballsystem ist.

      Sie mag viele Schwächen haben. Die Grösste ist unter Anderem die ständige Zweckentfremdung der Gelder, wovon die Finanzierung der Einheit über die Sozialversicherungen mithin der grösste Fehler überhaupt war.

      Und dennoch ist sie kein Schneeballsystem. Weitab davon hat diese Art der Versicherung als Einzige das Potential jeden Währungswechsel halbwegs schadlos zu überstehen. Sie lebt ja nicht von Guthaben, Zins und Zinseszins sondern ganz einfach von dem was aktuell erwirtschaftet wird.

      Der Betrug findet erst dann statt, wenn uns eingeredet wird, die Rente könne nie sinken. Natürlich kann sie das. Sogar dramatisch. Aber sie kann niemals ein Totalverlust sein wie echte Schneeballsysteme, angefangen beim Fiatgeld an sich.

    • doci sagt:

      ich wiederhole heir noch mal enen post:

      25.02.12 um 09:00

      doci sagt:

      Spätestens jetzt müsste es dem Dümmsten dämmern, dass die vielgepriesene “kapitalgedeckte Altersvorsorge” Betrug ist und auf Dauer nicht funktionieren kann.
      Da wird dem Umlageverfahren, wie es unsere “gesetzliche Rentenversicherung” ist, durch Riester-, Rürup-Rente und der ganze Schwachsinn heißt, permanent Geld vorenthalten, wirklich gut Verdienende sind aussen vor, ganze Berufsgruppen über standesrechtliche Versorgungswerke befreit und der ganze Beamtenapparat liegt weiter dem Steuerzahler auf der Tasche.
      Dann werden Art- und Wesensfremde Ansprüche an die “Gesetzliche” delegiert – um dann gebetsmühlenartig zu wiederholen: Das System funktioniert nicht.

      Ich bin seit 35 (fünfunddreissig) Jahren im Versicherungsaussendienst und sehe von Tag zu Tag deutlicher, dass die einzige Vorsorgeform archaisch ist:
      Die Kinder ernähren die Alten, wenn die nicht mehr können.

      Und wer keine Kinder hat, der muss sich rechtzeitig welche “kaufen”, oder darben.

      Meine Schwiegermutter hat drei Kinder großgezogen, die monatlich nur an Eigenanteil ca. 1100,00 Euro in die Rentenkasse zahlen.
      Sie selbst erhält 580,00 Euro Witwenrente. (Ehemann war 45 Jahre am Bau).

      Einfach bravo, oder?

  5. Bismark sagt:

    Gegen den Willen der Bevölkerung wurde von Politik und Medien eine massive Propaganda-Maschinerie in Gang gesetzt, um dem „unmündigen Bürger“ den Euro schmackhaft zu machen. Tatsächlich glaubte kein seriöser Experte damals wirklich daran, der Euro könne so stabil wie die D-Mark sein.

    http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/143/der-verrat-an-der-dmark-und-die-folgen-fuer-ihre-zukunft.php