Früherer BDI-Chef Henkel sieht Versagen der Eliten beim Euro

Der ehemalige BDI-Präsident Henkel wettert in London gegen Deutschland: Nur durch ein dramatisches Ereignis seien die Deutschen zu bewegen, den Euro aufzugeben. Wer sich in Deutschland heute wie er gegen den Euro stelle, solle am besten um politisches Asyl in einem anderen Staat nachsuchen.

Hans-Olaf Henkel, ehemaliger IBM-Manager und ehemaliger Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) trat am Donnerstag bei einem Frühstück neben dem Big Ben in London auf. Gemeinsam mit Mats Persson, dem Direktor des in London ansässigen Think Tanks Open Europe, wurde über die Zukunft Deutschlands in der Eurozone diskutiert. Mitveranstalter der Diskussionsrunde war die Organisation für Vermögensverwalter, das Official Montary and Financial Institutions Forum (OMFIF).

Henkel wollte nicht lange um den heißen Brei herumreden. Er atmete tief durch und bedankte sich bei Moderator David Marsh für die Einladung. Henkel sagte, seit dem Moment seiner Ankunft in London fühle er sich „verjüngt“ denn im Unterschied zu seiner Heimat Deutschland herrsche in London die Vernunft. Eine gewagte Behauptung, ist doch der Veranstaltungsort weniger als zwei Meilen von der Londoner „City“ entfernt. Diese ist im Moment allerdings weniger wegen ihrer Vernunft in den Schlagzeilen, sondern eher wegen ihrer aktive Mitwirkung an der globalen Finanzmalaise (Libor-Manipulationen – hier; der berüchtigte Wal von London – hier).

Henkel sagte, auch er sei einmal von dem Euro-Projekt überzeugt gewesen. Allerdings habe er seine Meinung geändert da er gemerkt habe, dass die Politiker ihre Versprechen nicht einhalten würden, eine übergreifende Währung für Europa praktisch nicht funktionieren würde und am Ende der Euro ein System der „Ansteckung“ geworden sei.

Angela Merkel habe einen gefährlichen Kurs eingeschlagen – einen, bei dem das Gemeinschaftsprojekt „Euro“ um jeden Preis gerettet werden müsse; zur Not eben auch auf die Kosten der deutschen Steuerzahler. Am 9. Mai 2010 habe die Bundeskanzlerin laut Henkel die Brandmauer, in der Form der No-Bailout-Klausel, einfach niedergerissen. Gleichzeitig wurden drei fundamentale Gesetzmäßigkeiten über Bord geworfen – das Subsidiaritätsprinzip, der Wettbewerb und die Schuldenhaftung. Von hier an ging es steil bergab. Die deutsche Exportwirtschaft, das Aushängeschild Deutschland, funktioniere nur deshalb so ausgezeichnet, weil die Südeuropäische Wirtschaft durch den deutschen Steuerzahler mittels Importen und Zinspolitik subventioniert werde. Henkel: „Das ist einfach absurd!“

Leider hätten die deutschen Eliten kollektiv versagt. Es habe sich eine „Vier-Augen-Gesellschaft“ entwickelt. Unter vier Augen, so Henkel, höre er viele Entscheidungsträger auch in Berlin die „harte Wahrheit“ aussprechen. Damit meint Henkel die fundamentalen Schwächen der Währungsunion: Transferunion von Nord nach Süd und kein Spielraum für Währungsabwertungen in strukturell ungleichen Volkswirtschaften. In der Öffentlichkeit aber, so Henkel, würden dieselben Entscheidungsträger dann ohne Ausnahme fordern, „der Euro muss gerettet werden“. Und behaupte man das Gegenteil, solle man sich am besten gleich um „politisches Asyl“ in einem Nachbarstaat bemühen.

Die deutsche Presse, so Henkel, schweige dazu konsequent. Wie „Sklaven“ wiederhole sie die Befehle der Regierung – „der Euro muss gerettet werden, wir brauchen mehr Zentralisierung“. Henkel nannte das Beispiel der zusätzlichen Sicherheiten, die Finnland als Sonderkonditionen für die Zustimmung zum griechischen Rettungspaket zugestanden wurden. Sollte Griechenland zahlungsunfähig werden, zahle die Zeche der deutsche Steuerzahler. Henkel sagte, er könne hier nur mutmaßen – Beweise habe er keine: Er glaube jedoch, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sei bei den Verhandlungen über den finnischen Deal beteiligt, wenn nicht sogar federführend gewesen. Schäuble wolle den Euro um jeden Preis retten.

Mats Persson relativierte die harten Worte Henkels. Er sagte, die Situation sei komplizierter als mit dem bloßen Auge zu erkennen sei. Deutschland habe sich unter Aufsicht der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg ein komplexe, demokratische Struktur gegeben – um ein für alle Mal den absoluten Aufstieg eines Diktators zu verhindern. Es sei unfair, nun von den Deutschen zu fordern, sie sollten doch bitte schneller entscheiden. Deutschland dominiere, entgegen einer verbreiteten populären Meinung, Europa nicht. Nach wie vor sei Deutschland gehemmt, träte vorsichtig auf und versuche zu vermeiden, sich in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. Darüber hinaus könne Deutschland den Euro wegen seiner eigenen Staatsschulden unmöglich im Alleingang retten.

Henkel vertrat die Auffassung, Europa brauche eine Nord- und eine Süd-Eurozone. Nur so könnten Länder wie Frankreich wieder wettbewerbsfähig werden. Diese Debatte ist nicht neu, eine politische Trennung von Deutschland und Frankreich ist in der politischen Realität jedoch nicht durchzusetzen. Henkel wurde gefragt, ob es nicht schwer sei aus einer Gemeinschaftswährung zwei Währungen zu machen. Nein, er habe gerade mit Vaclav Klaus gesprochen, dieser habe bei der Aufspaltung der Tschechoslowakei auch aus einer Währung zwei Währungen gemacht. Und schließlich sei es ja auch möglich gewesen, aus 17 unterschiedlichen Währungen den einen Euro zu machen.

Henkel wies darauf hin, die Krise habe sich über die letzten zehn Jahre angebahnt. Aus dem Publikum kam der Einwand, ob man nicht abwarten solle, ob der Euro nicht vielleicht doch funktioniert. Starke Bemühungen zur Behebung der Probleme seien ja bereits in die Wege geleitet worden, Sparkurse auferlegt, die Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Henkel hält von einer solchen Strategie nichts. Der Fiskalpakt sei ja schon gebrochen worden, obwohl er noch nicht einmal in Kraft getreten ist. Überhaupt sei das jetzige System absolut unbefriedigend für alle.

Um endlich zu reagieren, brauche man nach Henkels Einschätzung eine Art „Fukushima für den Euro“ – ein Ereignis, das die Politik und die Presse wachrüttelt und sie endlich die richtigen Konsequenzen ziehen lässt, bevor der „Euro totgerettet“ sei. Henkel sagte, dass unter dem Eindruck der „German Angst“ Entscheidungen beschleunigt werden. Dies habe Bundeskanzlerin Angela Merkel unter Beweis gestellt, als sie innerhalb von Tagen, und ohne ihre Nachbarn zu befragen, im Alleingang die Entscheidung zum Ausstieg aus der Kernenergie getroffen habe. Henkel sarkastisch: „Es hätte ja ein Tsunami den Rhein herunterkommen können.“

Kommentare

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  1. Margrit Steer sagt:

    Deutschland habe sich unter Aufsicht der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg ein komplexe, demokratische Struktur gegeben – um ein für alle Mal den absoluten Aufstieg eines Diktators zu verhindern.
    So Mats Persson

    Da hat er zwar Recht. Aber er sollte genauer nachdenken.
    Das, was usnre Regierung derzeit tut, wird auf Sicht einen neuen Diktator hervor bringen, denn wir nähern uns immer schneller einem zweitern 1020

  2. wersagtdiewahrheit sagt:

    ..wer glaubt einem solchen Mann überhaupt noch? Erst zog er damals durch Europa und prüfte im Auftrag der Bundesregierung die Eurofähgikeit der „Südstaaten“ und gibt darüber falsches Zeugnis ab…:“.ich,wir sind getäuscht worden“…das ich nicht lache…und nun wettert er gegen die Resultate seiner Entscheidung..und das Schlimme ist doch, dass ihm noch jemand zuhört oder dieses Geselch noch abdruckt. Diese Leute (Henkel & Co) gehören mit Missachtung gestraft und nicht noch deren geistigen Dünnsch… abdrucken und Feuer legen lassen. Wir wissen alle, was im Moment los ist…aber diese Art von Leuten hat Ihr Recht auf Veröffentlichung Ihrer Meinung verwirkt …für Geld erzählen die doch alles..evtl. kann er noch Mittags im Privatfernsehen bei einer Soap auftreten ..

  3. Schmierlappen sagt:

    Was fällt diesen alten Mann eigendlich ein das Wort Fukusima in den Mund zu nehmen, und sich dann noch mit dem Rhein zu belustigen.
    Hauptsache seine Industriekapitäne haben frei fahrt auf billo Strom wie ekelhaft durchschaubar.
    Alte Menschen wie dieser Herr mögen zum aufräumen nach Fukusima geschickt werden das Ticket für den bezahl ich erster Klasse
    mein Angebot steht.

  4. Anna 1950 sagt:

    Henkel kennt noch seine Nationalität, hat noch einen Bezug zu seinem Land.

    ….und entsprechend denkt und redet er. Im Unterschied zu deutschen Politikern, die nur noch Europäer sind.

    Er wettert nicht gegen das Land, sondern gegen Verantwortliche, wie auch die Presse.
    Zu Recht!

    Mit der englischen Vernunft, ist deren nationaler Alleingang und ihre Unbeugsamkeit, zu verstehen.

    Mit dem, Fukushima für den Euro, um wach zu werden, hat er leider auch Recht.
    Er ist Realist und spricht Dinge aus, übrigens schon immer, die Andere lieber unter den Teppich kehren.
    Auch mit der Trennung von Frankreich (währungsmäßig) und dem ganzen südeuropäischen Raum, hat er recht. Politisch nicht machbar. Trotzdem richtig.
    Mir ist bekannt, daß er die Entwicklungen einmal anders eingeschätzt hat. Er steht zu diesem Irrtum!

    Er gehört in die Politik. Aber die Presse und leider viele nachplappernde Bürger, würden in vernichten.
    Er bliebe immer der, der es mit den Bossen und Eliten hatte.

    Schade.

    • Schweinesystem sagt:

      Er war lange genug eine treibende Kraft dieser Verhältnisse. Es gehört natürlich auch viel Reife dazu, einen Irrtum auch öffentlich zu revidieren. Trotz alledem sollte man diesen Mann mit Vorsicht genießen. Er ist ein Neoliberaler durch und durch und ein Lobbyist, daraus hat er damals auch keinen Hehl gemacht. Er hat in verschiedenen Talkshows, ähnlich asoziale Thesen vertreten wie diese ganzen Klaus von Dohnanyis, Arnulf Bahrings etc., weiterhin ist er auch noch Mitglied und Gründer des „Konvent für Deutschland“, was ich irgendwo auch etwas verräterisch finde. Ich will dem Mann nichts Böses unterstellen, aber grundsätzliche Einstellungen wechselt man sicherlich nicht von heute auf morgen. Sollte er sich wirklich und aufrichtig gegen diese Währungsunion stark machen, gilt ihm mein Respekt, jedoch aus reiner Menschenfreundschaft und Liebe für sein Land, wird er es aber ganz sicher nicht tun!

    • Margrit Steer sagt:

      Sehr gut beschrieben.
      So sehe ich das auch

  5. akü sagt:

    Es liegt im Ermessen des Bundespräsidenten diesen illegalen Vorgang zu billigen oder die Unterschrift zu verweigern. Der Bundespräsident ist vornehmlich als oberstes Staatsoberhaupt entsprechend dem Grundgesetz, im Interesse der Staatsbürger Deutschlands gefordert, dieser verbrecherischen Politik Einhalt zu geben.

    Die Redaktion von TV-ORANGE

    Schicken Sie bitte nachfolgende Email direkt an unseren Bundespräsidenten Herrn Joachim Gauck.

    ESM und Fiskalpakt sind Hochverrat

    http://tv-orange.de/2012/06/esm-und-fiskalpakt-entscheid-von-regierung-und-gefaelliger-opposition-ist-hochverrat/

    • Bernd das Brot sagt:

      Sehr gut

    • Schweinesystem sagt:

      „Nicht am Hindukusch sondern hier im Herzen Europas ist unsere Freiheit und staatliche Souveränität gegen Landesverrat zu verteidigen.“
      Sehr treffend formuliert, denn genau so sieht es aus!

    • Margrit Steer sagt:

      habe ich schon gemacht über Frau von Storck -mehr Demokratie

  6. akü sagt:

    ARD entlarvt Josef Ackermann als Falschspieler

    Urs P. Gasche / 14. Jul 2012 – In einem vertraulichen Papier hat Ackermann eine Strategie entwickelt, wie Grossbanken die neuen Regulierungen umgehen können.

    Die ARD-Sendung «Plusminus» hat diese Woche einen vertraulichen Vertrag der Deutschen Bank und eine vertrauliche Erläuterung dazu veröffentlicht, die sowohl der damalige Chef Josef Ackermann als die neuen Chefs Chef Jürgen Fitschen und Anshu Jain unterschrieben haben. Vertrag und Erläuterungen haben zum Ziel, neue Auflagen für die Banken – wie ein höheres Eigenkapital – zu umgehen. Es geht um die Gründung von Schattenbanken in Steueroasen, für welche die Regulierungen nicht gelten. Und es geht um gigantische Beträge: Über 300 Milliarden Dollar hat die Deutsche Bank via Hunderte von Tochterfirmen in solche Schattenbanken ausgelagert.

    http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/ARD-entlarvt-Josef-Ackermann-als-Falschspieler

    http://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/ARD-entlarvt-Josef-Ackermann-als-Falschspieler

    • otto936 sagt:

      Warum fällt mir bei diesen „Herren“ immer das Wort Mafia ein.
      Wahrscheinlich weil es sich dort auch um „Ehrenmänner“ handelt – nur ist deren Berufsrisiko etwas höher.

    • Bernd das Brot sagt:

      Da Ackermann Bilderberger ist, und Merkel ebenfalls die Treffen besucht, sich außerdem, in der Vergangenheit, von Ackermann beraten ließ, kann ich mir unschwer vorstellen, das er ihr das als eine weitere Bankenlösung verkauft hat. Aussen für das Volk, die Regelungen und Gesetze, und innen drin, die Konstrukte der Bilderberger. Sein Entwurf, wird wohl bei den meisten Banken Verwendung finden.

  7. Jürgen Forbriger sagt:

    Henkel erzählt nur das, ws gerade paßt!

  8. Heavenshill sagt:

    Das grosse Problem der Deutschen Bevölkerung ist, dass

    1.  Sie ihre eigene Geschichte nicht mehr richitg kennen und
    2.  Der eigenen Sprache nicht mehr mächtig zu sein scheinen !

    Worte werden synoym verwendet (gewollt und ungewollt) und alles durcheinander gebracht.

    Folge ist ein vollkommen verzerrtes Bild von Geschichte und Gegenwart.

    Europa (vertragliches Konstrukt) = Europa (der Kulturen und Völker)
    Europa (vertragl. Konstrukt) = Euro (monitär)
    Euro = Europa ( der Kulturen und Völker)
    Grundgesetz = Verfassung
    BRD = Deutschland
    Deutsches Reich = 3. Reich
    Ostdeutschland = ehemalige DDR
    Wiedervereinigung = DDR und BRD
    BRD und DDR =  „nationale und staatliche Einheit“ gem. Präambel GG
    „Gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa“ (der Kulturen und Völker gem. Präambel GG) = vereintes Europa (vetragl. Konstrukt ohne „vom Willen beseelt ( zu sein ) die nationale und staatliche Einheit zu wahren“ gem.  Präambel GG )!
    National = Nationalsozialismus = N..i
    Nationalsozialismus = Deutschland = Deutsches Reich
    Deutscher = N..i (schlimmste Korellation)
    Staatsangehörigkeit = Sprache (deutsch)
    Personalausweis = Personenausweis
    Scheitern des Euros = Scheitern Europas ( der Völker und Kulturen)
    Scheitern Europas (vertragl. Konstrukt) = scheitern Deutschlands

    Es ist höchste Zeit diese Amnesie zu beenden und
    in unserem Sprach – und Gedankenchaos aufzuräumen!

    Mangelnde Kenntnis der Zusammenhänge ist die Grundlage für extremistische Strömungen jeglicher Couleur und gefährdet die Völker Europas!

  9. flurdab sagt:

    Henkel kann man doch nicht ernst nehmen.
    Der erzählt doch in jedem Land etwas anderes, abhängig von wem die Gage kommt.
    Da weis doch keiner welche Hand gerade in der Sprechpuppe steckt.
    Und überhaupt, das versagen der Eliten. Wer sind denn diese Elite? Wer hat sie gekürt?
    Genauso ein Dummsprech wie die Märkte.
    Was auch immer der Mann mit Phatos vorbringt, wird ihm und seinen Auftraggebern bei Einführung einen Gewinn einbringen.
    Und wer sind diese Leute?
    Vermutlich Elite.
    Schönen Dank auch. Der Kapitalismus vernichtet sich gerade selbst und seine Protagonisten nutzen noch jede Chance trotzdem einen Gewinn zu erlangen. Das hat mit dem Wohl und Wehe der Bevölkerung überhaupt keine Schnittmenge.
    Es ist wie beim Monopoly, am Ende hat einer Alles und die anderen sind Pleite. Das Spiel ist zu Ende.
    Aber noch ist da viel zu verteilen, auch wenn die „Nichtelite“ bereits nicht mehr weis wie sie ihr Leben fristen soll.
    Bei Elite fällt mir mittlerweile nur noch Hanfstrick ein!

    • Armer Mann sagt:

      Die einen reden Henkel schlecht, die anderen reden Werner Sinn schlecht usw.Wer soll denn dann die Initiative übernehmen? Der Arbeiter am Band.
      Ich glaube irgend jemand der seine Meinung rechzeitig ändert ist doch allemal besser als welche die Blind ins Verderben laufen.

      • guantanamera sagt:

        Sinn kann wenigstens anständig begründen. Die Problematik der Target-Forderungen wurde erst durch ihn richtig bekannt.

        Henkel beziehlt sich lediglich auf die No-Bailout-Klausel, was eigentlich jeder Schwachkopf wissen müsste. Das ist schonmal ein qualitativer Unterschied.

        Des weiteren steht Henkel auf der Gehaltsliste der Bank of America, womit er ganz sicher nicht deutsche Interessen vertritt. Da wäre ja selbst einem Ackermann mehr zu trauen. Bei dem weiss man wenigstens, dass er sich nur um Profite kümmert.

        Initiative? Lasst uns gegen Merkel, Hollande auf den Börsen wetten. Das ist die grösste Macht, die momentan wirksam ist und bringt auch anständig Kohle in die Bude. Damit können wir ja gerne andere Einrichtungen unterstützen, die bereit sind quer zu denken.

      • Scooter sagt:

        Henkel ist in eigener Sache unterwegs.
        die Arbeiter am Band
        verdienen am System

        die Leiharbeiter am Band
        gehören auf die Strasse

      • Bernd das Brot sagt:

        @ Armer Mann, ja wo ist denn mal Einer, der sich vorwagt? Das was unter Anderem er, an Reden leistet, führt doch zu rein gar nichts. Er spielt den „Elder Statesman“, so wie der Bilderberger Helmut Schmidt. Aber, er geht nie über den Rand hinaus. Und, wo übernimmt Sinn oder Henkel eine Initiative? Sinn, hat wichtiges zu tun, er überwacht den Vorgang an sich. Aber Henkel, muss nicht nach London reisen, um Vorträge zu halten. Er und Andere können vieles ändern, indem sie einmal ein paar eigene EURO in die Hand nehmen, einen Saal anmieten und der Bevölkerung das sagen, was die Medien an Informationen verschweigen, oder durch vorsätzliche Desinformation gezielt vernichten. Wir, die Bevölkerung warten ja schon zu lange auf solche „Eisbrecher“, wie Henkel oder Prof. Hankel. Dann muss man eben „tingeln“. Aber diese Aufgabe ist eminent wichtig. Es gibt so viele Menschen, die längst wissen, das etwas passiert, aber, es sagt ihnen niemand so richtig was. Was nutzt denn da das Internet? Wenn, viele Menschen keines, oder keines mehr haben. Wenn sie die Aussagen, nicht verstehen oder nicht glauben. In London hat er ja eine tolle deutsche Zuhörerschaft. Herr Henkel, mal eine Frage, wenn Sie ein Waschmittel verkaufen müssten, wer wäre da Ihre Zielgruppe? A.) Das englische Königshaus oder B.) Haushalte?

  10. Saila sagt:

    Der Vortrag von Henkel ist ja nicht neu. Er wurde bereits in x Talkshows von ihm vorgetragen. Zum teil auch belächelt von anwesenden Politikern.

    Solange eine inkompetente Politik von Lobiisten gesteuert wird und darüber hinaus auch noch von den Lobiisten Gesetze entworfen werden, welche infoge auch übernommen werden, muss man sich nicht wundern.

    Fakt ist, diesen Irrsinn regelt letztlich die Wand, auf welcher man aufschlagen wird oder jeweilige innere Unruhen. Begonnen haben diese bereits in Griechenland, Spanien und Italien. Da wir in Deutschland lediglich Zeit kaufen durch neue Rettungsschirme, dürfte es in zwei bis drei Jahren bei uns ebenfalls unrhige Zeiten geben. Ausser – es finden Politiker endlich einmal den Mut auch systemrelevante Banken gegen die Bank fahren zu lassen.

    Ideen wie: Das Vermögen der Reichen einfach einmal einzukassieren und das unter Zwang und infolge dessen logischer Weise das „Vermögen“ der breiten Bevölkerung (so immer die Vorgehensweise der deutschen Politik), zeigt bereits auf, wie weit in der Öffentlichkeit bereits Themen angestoßen werden.

    Viel Freude oder gar Spaß, werden wir mit der Politik in Brüssel als auch der unsrigen garantiert im Zusammenhang mit dem Euro nicht mehr haben.

    • Mitleser sagt:

      Wenn Henkel konsequent waere, wuerde er in London „im Exil“ bleiben und einen wirtschaftlichen Widerstand aufbauen.

      Nehme aber stark an, dass er morgen wieder durch die Talkshows im deutschen Fernsehen tingelt.