Fälscher verlieren Interesse: Kaum noch Euro auf dem Sekundärmarkt

Im ersten Halbjahr 2012 wurden deutlich weniger Euroscheine gefälscht als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mit der zunehmenden Verschärfung der Eurokrise ist die Menge gefälschter Euronoten stark zurückgegangen.

Mit der Eurokrise verliert der Euro nicht nur für Investoren an Attraktivität. Auch Fälscher verlieren das Interesse am Euro. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) nun mitteilte, ist die Zahl gefälschter Euro-Noten im vergangenen Jahr um 15 Prozent zurückgegangen. Wurden im ersten Halbjahr 2011 noch 296.000 Blüten aus dem Verkehr gezogen, waren es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres lediglich 251.000 falsche Banknoten.

Mit der Verschärfung der Eurokrise in den vergangenen Jahren hat die Zahl der gefälschten Euros stark abgenommen. Noch in den beiden Halbjahren 2010 und davor wurden je weit über 300.000 Euroscheine gefälscht. 2009 waren es in beiden Jahreshälften sogar über 400.000 Blüten.

Kommentare

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  1. Spruance sagt:

    Das ist doch mal wieder klassisches Marktversagen! Da muß sofort ein Rettungsschirm von etlichen Phantastilliarden her, damit die Fäscher ihren Angriff auf den Euro wieder einstellen! Die wollen sich doch nur bereichern.

  2. Orpheus sagt:

    Das kennt man ja im Handel – Waren die sich schlecht verkaufen werden auch nicht geklaut…

  3. Gabbagabbahey sagt:

    Die Konkurrenz von der EZB ist zu groß. Die drucken nämlich schon im großen Stil diese wertlosen Blüten. Den Bürgern wird schließlich auch bald auffallen, dass diese Währung das Papier nicht mehr wert ist.

  4. B. B. sagt:

    Sorry, ich muss jetzt grad grinsen !

    Die fälschen jetzt wohl lieber Dollars ?

  5. RicoCoracao sagt:

    Dafür wird Gold gefälscht..das ECHTE Geld..wer will noch Papier?

    Eine ziemlich merkwürdige Preisbewegung gab es bei Wolfram in den letzten 12 Monaten. Der Preis für das Metall stieg 70%. Verdacht: Preisanstieg wegen Goldfälschungen?
    http://www.mmnews.de/index.php/gold/7308-wolfram-preis-steigt-70-prozent

  6. Autofokus sagt:

    Dieses „Geld“ braucht man wirklich nicht mehr fälschen, sonst könnte man ebenso auch Klo-Papier-Blüten herstellen, obwohl selbst deren Wert noch höher wäre.

    Hauptsache, die Euro-Rettung wird fortgesetzt bis Deutschland auch offiziell zahlungsunfähig ist. Die einzige Herausforderung für die „Retter* besteht nur noch darin, weitere kreative, verfassungswidrige gesetzesbrecherische und demokratiefeindliche ldeen zu entwickeln. Man darf gespannt sein, was noch alles kommt.
    Der Name EU impliziert ja schon „E nteignung- U nion der Anfang ist ja schon mal gemacht.

  7. Sozialkritiker sagt:

    Frueher waere diese Meldung eine Feier in der EZB gefolgt. Weniger Blueten? Welche faelschungssicher Waehrung der Euro doch ist….

    Heute laeutet diese Meldung den Abgesang des Euros ein. Keiner will ihn, keiner braucht ihn. Selbst die Ganoven wollen ihn nicht mehr unter die Leute bringen.

    Wobei, es ist noch nicht raus, wer die wahren Ganoven sind. Am Ende geht’s um Millarden Euro an Volksvermoegen. Nicht um ein paar schwindlige Kopien aus dem high-end Drucker…

  8. guantanamera sagt:

    Das ist mal wirklich erheiternd. Die Fälscher wissen besser als alle Merkel-Fans, was wirklich los ist.

  9. Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

    wie schön und wie erbärmlich (für den €) zugleich ist diese Nachricht!
    Das kann man nun doch wirklich als wissensbasierte und fachkundige Abstimmung
    gelten lassen; da hift der Volkskammer auch kein noch so impotentes Durchwinken.
    Es ist irgendwie doch bezeichnend:
    die profunden Gauner lassen sich von Strauchdieben nicht narren und also
    rennen die Fälscher vor den Täuschern davon.
    Denn sie wissen: wahres Falschgeld kann man nicht fälschen sondern es ist der Tod der Fälschung.
    Und dann noch eine kleine Retro-Nazikeule für unsere Abnicker:
    wessen Bilder hat man auch nie gefälscht ? warum wohl?