Statt zu sparen: Italien will mit Privatisierungen Geld auftreiben

Italiens Regierung beharrte bisher darauf, dass die staatliche Verschuldung des Landes nicht ausschlaggebend für die steigenden Kredite ist und kein Risiko bürgt. Nun will das Land mit dem Verkauf von öffentlichen Vermögenswerten seine Schulden bis 2018 deutlich reduzieren.

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti ist stolz auf die strukturellen Reformen, die er auf den Weg gebracht hat. Und er betont auch immer wieder gern, dass die gestiegenen Kreditkosten ungerechtfertigt sind. Nicht das Land selbst ist verantwortlich für die Skepsis der Finanzmärkte. Bisher schien sich die Regierung Italiens auch nicht wirklich mit der Verschuldung des Landes auseinander zu setzen.

Doch nun kommt ein wenig Bewegung ins Spiel, wenngleich auch mit überschwänglichen Erwartungen. Der italienische Finanzminister, Vittorio Grilli, sagte in einem Interview mit der Zeitung Corriere della Sera, dass der Staat öffentliche Vermögenswerte veräußern werde. Bis zu 20 Milliarden Euro jährlich sollen durch diese Verkäufe über einen Zeitraum von 5 Jahren erzielt werden.

Jedes Jahr sollen Vermögenswerte im Wert von bis zu einem Prozent des BIP veräußert werden, so Vittorio Grilli. Dadurch und mittels eines Wachstums von einem Prozent jährlich könnte die Staatsverschulung „innerhalb von fünf Jahren um 20 Prozent“ reduziert werden. 2011 stieg die öffentliche Verschuldung auf 120,1 Prozent des BIP – in diesem Jahr wird sie der Regierung zufolge 123,4 Prozent erreichen.

Das Konzept erinnert stark an Griechenland: Erst vor kurzem hatte die griechische Regierung angekündigt, einen Großteil der Staats-Sanierung lieber auf Privatisierungen betreiben zu wollen als über Einsparungen im öffentlichen Dienst.

Kommentare

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  1. Dissident sagt:

    Wir brauchen keine weiteren Privatisierungen!

    Wir brauchen ein neues Geldsystem!!!

    Weg vom Geldmonopol der privaten Banken-Kartelle!

    Weg vom Schuldgeld das uns alle nur versklavt!

    Geld wird heute nur über Kredit geschöpft ( erschaffen )!

    Geld=Schuld

    Jedem Euro Guthaben steht ein Euro Schulden gegenüber!

    „So ist unser Geldsystem. Gäbe es keine Schulden, gäbe es kein Geld!“
    (Marriner Eccles, Präsident des Federal Reserve Systems, am 30. September 1941)

    Wir brauchen ein Geldsystem bei dem der Staat sein eigenes Geld schöpft und es sich nicht von privaten Bankstern leihen muss gegen Zinsen!!!

    Kennedy musste sterben weil er der privaten Fed das Geldmonopol nehmen wollte und 4 Mrd. eigene Dollar ( Keine FED-Dollar!!! ) in Umlauf gebracht hat!

    Geld ohne Schulden!

    http://www.wahrheitssuche.org/fed.html

    Warum erfahren wir in den Medien AGs nichts über das Geldsystem?

    Wie entsteht Geld?

    Nur über Kredit!!!

    Wem gehören eigentlich die ganzen Medien AGs?

    Sind die privaten Medien AGs vielleicht nicht so objektiv wie wir alle glauben? 🙂

    Bsp.

    Axel Springer AG ein in Europa führendes Medienunternehmen ist der größte deutsche Zeitungs- und drittgrößte Zeitschriftenverlag. (Bild, Die Welt, …)

    Was kostet Axel Springer?

    Axel Springer AG: Marktkapitalisierung 3,39 Mrd Euro

    George Soros (Investor) geschätztes Vermögen: 15,4 Milliarden Euro (20 Milliarden Dollar)

    Übrigens muss man nicht 3,39 Mrd Euro ausgeben, es reicht wenn man 50,1% der Aktien (1,7 Mrd) besitzt um zu bestimmen was in der Zeitung steht!

    http://www.axelspringer.de/artikel/Aktionaersstruktur_43161.html

    Wer glaubt, dass Zeitungen da sind um uns objektiv zu informieren, der glaubt auch an den Weihnachtsmann!

    AUFWACHEN!!!!

    Bitte nicht löschen, Herr/Frau Zensor danke

    http://www.wissensmanufaktur.net

  2. otto936 sagt:

    Berlusconi wird das dann deichseln. Seine Freunde von der ehrenwerten Gesellschaft haben ja genügend Kohle um sehr günstig an die zur Privatisierung vorgesehenen Betriebe, Dienstleistungen zu kommen.

    Der Raubzug geht weiter. Am Ende werden ausgeplünderte, bankrotte Scheindemokratien stehen, zu 100% abhängig vom Wohlwollen der wenigen „Gewinner“. Der ganz gewöhnliche Finanzimperialismus – nur heute werden keine Kriege mehr benötigt um die Ziele zu erreichen; die Demokratien kapitulieren kampflos. Auch ein Fortschritt.

    • Bernd das Brot sagt:

      Genauso ist es @ otto 936. Über die Hedgefonds geraten dann die Gelder der Mafia, pseudoseriös gewaschen, wieder nach Italien und bringen nun die Privatisierung. Welch ein Zufall!

  3. Hoppe007 sagt:

    Die Reichen müssen immer reicher werden,
    dann geht es aufwärts,
    dann gewinnen wir das Vertrauen der Märkte.

  4. QuoVadis sagt:

    Privatisieren heißt nichts anders, als das Volksvermögen verscherbeln. Banken, Spekulanten usw. bezahlen dann mit dem Geld, dass man ihnen vorher nachgeworfen hat bzw. noch nachwerfen wird. Und auch dieses Geld ist Volksvermögen. Irgendwie pervers.

  5. E. sagt:

    Man sollte einen neuen Straftatbestand erfinden :

    Volkswirtschaftsmord, Beihilfe zu selbigem und versuchter Volkswirtschaftsmord
    Strafe: jeweils Lebenslänglich Zwangsarbeit im Steinbruch

    Angeklagte: alle Beteiligten und Helfershelfer der NWO
    Mögliche Angeklagte

  6. stromerhannes sagt:

    Die Privatisierungen sind in Wirklichkeit der geplante Ausverkauf des Landes.

    Bei uns klappte das bisher wegen unsere Untertanenmentalität und dem kritiklosen Glauben an alles, was von den Medien und der Politik so verbreitet wird. Uns gehört fast nichts mehr in Deutschland wegen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/%c3%96PP-Beschleunigungsgesetz

    Wenn die Italiener den geplanten Raubzug gegen ihr Volksvermögen erkennen, so missen Monti und Grilli sich auf ganz schnelle Pferde setzen…

    …der dauerhaft guten Gesundheit wegen.

  7. Susanne Falkenberg sagt:

    Wenn man wirklich Geld herein holen wollte, dann ist die Veräußerung staatlichen Eigentums und auch von Teile des Tafelsilbers kein schlechter Weg, zumal Italien seinen Besitz, auch den kulturellen, eigentlich nicht zu schätzen und vor allem nicht instand zu halten in der Lage ist. Auch liegen auf den Konten Unsummen italienischen Privatvermögens, das größtenteils am Fiskus vorbeigeschleust wurde und deshalb fehlt. Zudem sitzen etwa 80% der Privaleute in Eigentumswohnungen. Lassen wir hier die Kriminalität mal weg. Wenn Monti hier ansetzte, dann würde ich auch mehr Vertrauen in die italienische Gesellschaft bekommen und bereit sein, über solidarisches Handeln untereinander nachzudenken.
    Ich lebe seit einigen Jahren hier und kenne sowohl den „extremen“ Norden, also Bozen und Trient, als auch den sizilianischen Süden. Die EU hat vor ein paar Tagen Subventionen an Sizilien ausgesetzt, die autonome Region steht kurz vor dem Bankrott und ruft nach Monti. Ohne ins Detail zu gehen, kann ich andeuten, dass die Organisation des süditalienischen Lebens aus nordeuropäischer Sicht gar nicht vorgestellt werden kann. Dazu fehlen Fanatasie und direkte Erfahrung. Wenn ich familienbetriebsmäßig da unten bin, dann weiß ich, dass Italien den Euro nicht wird halten können. Da helfen auch alle Erpressungsversuche nicht. Die Presse allerdings mit ihren Hauptblättern weint bitterliche Tränen, weil Deutschland so unsolidarisch ist und weil man doch jetzt helfen muss, wenn man es ernst meint mit Europa. Mein Mann, Historiker, sagt, Italien hat immer mit Erpressung gearbeitet in seiner Geschichte und hat sich am Ende stets auf der Seite der „Sieger“ befunden, ohne selbst Konzepte und Ideen zu produzieren. Na, lassen wir mal die Geschichte beiseite………guten Tag.

    • Gabbagabbahey sagt:

      „Zudem sitzen etwa 80% der Privaleute in Eigentumswohnungen.“

      Wie können es Privatleute auch nur wagen, eine eigene Wohnung zu besitzen? Die muss man denen selbstverständlich wegnehmen. Am besten alles wegnehmen, wofür die Menschen hart gearbeitet haben. Schließlich sind diese elitären Finanzoligarchen mehr wert als der einfache Bürger, oder was wollen Sie damit andeuten?!
      Es wird zu feindlichen Übernahmen kommen und dies weltweit. Am Ende wird den Menschen gerade noch das Schwarze unter den Nägeln bleiben! Sie haben einen Familienbetrieb? Denken Sie wirklich, Sie werden ihn noch lange halten können? Man wird ihnen das Leben demnächst so schwer machen, dass Sie Insolvenz anmelden müssen. Im Erfinden von neuen Steuern ist diese Klasse sehr kreativ. Alles, was sich noch in privatem Besitz befindet, wird so arg besteuert werden, dass sich der normale Bürger das ohnehin nicht mehr leisten kann. Privatbesitz wird konfisziert und geht in den Besitz der Banken und Konzerne über! Zunächst aber werden alle Sozialleistungen abgeschafft, dies wird ungemein zum sozialen Frieden beitragen. Die Leute sollen ihr Geld lieber direkt an die Kartelle zahlen und nicht an die Mittellosen. Monti arbeitet für das Großkapital, wer in diesen Mann sein Vertrauen setzt, kann sein Hab und Gut gleich verschenken! Wer in diesen Zeiten die Augen offen hält und sich nicht von den Staatsmedien verdummen lässt, der kommt nicht umhin, zu registrieren wohin der Hase läuft. Wie behandelt Mann denn die Menschen weltweit – die Zeiten stehen auf Sturm, leider?!
      Was die historische Seite anbelangt, die steht hier nicht zur Debatte, denn die Welt ändert sich täglich!

      http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Lc88COihX3M

  8. Richard sagt:

    Schulden baut man nicht dadurch ab, dass man seinen Herd und Kühlschrank verscherbelt – Schulden baut man durch erwirtschaften von Geldern durch Arbeit ab.

    Was der Vertreter des Kredithais GoldmanSachs in der italienischen Regierung da versucht, ist das Inventar des in die Kreditfalle Gelockten zu plündern.

    Da wird ein Staat feindlich Übernommen – von einer Mischpoke, die selber im ganzen Leben noch nie der Gesellschaft auch nur irgendwelche realen Werte erarbeitet hat.

    Die europäischen Völker sollten schnell Parteien wählen, welche diese Diktatur der Bankiers in Europa beenden.

  9. jay twelve sagt:

    Wem wundert das schon?
    Wenn die Küche geplündert ist, verhökere man die Töpfe und die SIFIs-Banksters verklopfen alles zum Schrott.

    Die Deutschen können ein Lied davon singen, arme EU, was hat man sonst mit dir vor?

  10. guantanamera sagt:

    Da wird sich die Mafia aber die Hände reiben. Unbegrenzte Möglichkeiten. Die Paten müssten sich ins Traumland versetzt fühlen.