Spanien: Deutlich weniger Sparmaßnahmen als angekündigt

Das Sparpaket in Spanien sieht weniger Maßnahmen vor, als ursprünglich angekündigt. Den größten Teil machen keine Einsparungen sondern eine Steuererhöhung aus. So könnten am Ende statt angekündigten 65 nur 56 Milliarden Euro eingespart werden.

Das Sparpaket, das Spanien in der vergangenen Woche präsentierte, umfasst in Wahrheit nur 56,4 Milliarden Euro. Bei der Veröffentlichung der Maßnahmen war die Rede von Einsparungen in der Höhe von 65 Milliarden Euro.

In einem Dokument, in dem die Regierung Details zu den Sparplänen ausgearbeitet hat, bleibt allerdings bei 8,5 Milliarden Euro unklar, durch welche konkreten Schritte sie eingespart werden sollen. Dies berichtet der Think-Tank Open Europe. Die spanische Presse hatte das Dokument, das zur Information für Investoren über die Sparpläne gedacht war, veröffentlicht.

Das Papier zeigt auch, dass der größte Teil der 56,4 Milliarden Euro nicht über Einsparungen in die Staatskassen kommen soll, sondern durch Steuererhöhungen. Obwohl der spanische Premier Mariano Rajoy immer wieder betont hatte, keine Steuererhöhungen zu planen, wird mehr als ein Drittel der Konsolidierung über die Erhöhung der Mehrwertsteuer erreicht: Sie macht einen Anteil von 22 Milliarden Euro aus.

Spanische Zeitungen gehen davon aus, dass die 8,5 Milliarden Euro, die keinen Maßnahmen zugeordnet sind, über weitere Steuererhöhungen wie etwa Umwelt- und Energiesteuern eingetrieben werden könnten.

Kommentare

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  1. enenenenememenennee sagt:

    ene mene marsi mo ich fahr ducrch mein land im cabrio

  2. J.J.Rousseau sagt:

    Es ist das gleiche Gefasel wie in Griechenland. Am Schluss kommt der Konkurs heraus. Die Leute sollten einfach nur freundlichst auf das Lügen verzichten. Die Staatssysteme und Wirtschaftssysteme sind in der heutigen Form nicht mehr zu halten. Wer nimmt, dem wird genommen. Das Lügengeldsystem und der Pyramidenkapitalismus müssen abgeschaft werden. Das Zinsfreie Geldsystem ist möglich – wer gibt, dem wird gegeben. Die Naturgesetzte sind mathematisch präzise. Die Natur lebt nach diesem Gesetzt. Sie gibt unglaublich grosszügig.

  3. Gast sagt:

    Wenn schon Rezession dann auch richtig. Dazu gehört die brilliante Idee den Menschen, darunter 25% Arbeitslose, noch mehr Geld wegnehmen zu wollen. Dies wird nicht den erwarteten Effekt haben sondern einen Effekt der so endet wie in Griechenland.

    Die Menschen werden ihren Konsum um eben diese Menge an höherer Mehrwertssteuer einschränken, was zur Folge hat das die Wirtschaft Absatzprobleme bekommt, weniger Angestellte benötigt, weniger Gewinne macht und somit noch weiter in die schon vorhandene Rezession rutscht. Das will natürlich niemand wahr haben aber der Markt reguliert sich immer selber. Diese dumme Idee hatte doch ein deutscher Finanzminister auch als er dachte durch massives Anheben der Tabaksteuer würden die Einnahmen nur so sprudeln. Was dann aber sprudelte waren die Einnahmenverluste.

    Wenn eine bestimmte Grenze überschritten ist, dann geht es zwangsweise abwärts und jede weitere Maßnahme dieser Art wird diesen Abwärtstrend verstärken. Spanien braucht unbedingt noch wirtschaftliche Probleme durch Umsatzverluste.

    Schäuble wird ja persönlich für alles gerade stehen, für Banken, für Spanien und auch für die Strafe welche dann bald auf ihn wartet wegen Unterlassung der Abwendung von Schaden vom deutschen Volk. Die Sache mit der Mehrwertssteuer könne echt Schäubles idee gewesen sein oder wer wäre noch so navi ein Land auch wirtschaftlich zu ruinieren durch Steuermanipulationen am falschen Ende zur völlig falschen Zeit.

    Der EURO ist nicht mehr zu retten und selbst ein ESM wäre dann das endgültige Todesurteil für den EURO und die europäische Wirtschaft. Die Politik ist einfach unfähig so zu handeln das keine Folgeschäden entstehen durch unüberlegte vorherige Handlungen. Hier ist Griechenland das beste Beispiel dafür und Spanien soll diesem Beispiel nun folgen. Griechenland steht schlechter da als vor den Reformen der Troika und hat dabei schon Milliarden kassiert. Dies deutet auf mehr als nur auffällige Unfähigkeit hin. Viel schlimmer ist daß diese Personen noch weiter machen, genauso schlecht, unfähig und unverantwortlich wie vorher.

    Wenn jemand von Rezession spricht dann sollten es die Politiker tun, denn diese haben durch ihre Handlungen erst Situationen geschaffen welche für Wirtschaft und Märkte unattraktiv werden. Eine Rezession kommt ja nicht weil keiner mehr etwas kaufen will sondern weil keiner mehr genug Geld hat um etwas kaufen zu können. Dies liegt wohl auch mit daran daß schon einige Billionen anstatt in attraktive Wirtschaftsstandorte lieber in Rettungskonstruktionen investiert wurden. Wachstum kann man damit nicht generieren sondern nur Mehrausgaben ohne Effekt bei steigender Belastung der Steuerzahler in einer ansteigenden Rezession.

    Malsehen wann Deutschland die Mehrwertssteuer erhöhen wird. Wäre doch angemessen im Angesicht der Europartner.

  4. gregor.domiz sagt:

    Steuern Erhòhen ist nicht Sparen!

  5. Michele sagt:

    „Hauptsächlich durch Steuererhöhungen“:

    Der Politikverein und die Finanzmärkte werden sich freuen (Diäten und Bondzinsen gesichert), die Händler hingegen werden nicht sehr erfreut sein (weniger Kaufkraft), falls der ESM nicht unverzüglich einen neuen Targetkredit gewährt oder die Volkseinkünfte angehoben werden.

    Mich wundert es schon, dass das gewerbliche Unternehmertum und der Dienstleistungssektor bei den derzeitigen Entwicklungen so relativ ruhig bleibt…kann ich nicht nachvollziehen… 🙂

  6. Matthes sagt:

    Die EU gibt ihre eigenen Prinzipien auf und agiert nur noch im Interesse der Schuldenländer. Diese Konzept- und Disziplinlosigkeit entwickelt sich zum Nachteil und zum Schaden Deutschlands.

  7. gast sagt:

    Wenn man nichts hat, kann man auch nichts sparen.

    Was hier immer euphemistisch als „Sparen“ bezeichnet wird sind Kürzungen.

  8. maria sagt:

    die Rechnung wird teurer Mariano, denn: „wer am falschen Ende spart, zahlt drauf „