Spanische Banken: Finnland erhält Sicherheiten für Bailout

Finnland bekommt für seinen Anteil an der Bürgschaft für das Bailout spanischer Banken harte Sicherheiten. Aus dem spanischen Einlagensicherungsfonds erhalten die Finnen 770 Millionen Euro.

Die Finnen haben es mal wieder geschafft. Erneut erreichte die finnische Regierung einen Deal bezüglich Sicherheiten für seinen Anteil an einem Bailout. Die Bürgschaften, die mit Spaniens Regierung vereinbart wurden, kommen in Höhe von 770 Millionen Euro aus dem spanischen Einlagensicherungsfonds. Diese werden in Tripple-A-Staatsanleihen investiert und auf einem Treuhandkonto gehalten. Der Betrag deckt etwa 40 Prozent des finnischen Beitrags zum spanischen Rettungspaket und basiert auf dem größten zu erwartenden Verlust im Falle einer Pleite. Finnland hat sich im Gegenzug dazu bereit erklärt, auf jegliche Gewinne zu verzichten, und wird seinen Anteil zum ESM in einer statt in fünf Tranchen einzahlen. Am Donnerstag wird das finnische Parlament über den ausgehandelten Deal debattieren und vermutlich bereits am Freitag darüber abstimmen.

Bereits bei Griechenlands letztem Rettungspaket konnte sich Finnland mit seiner Forderung nach Sicherheiten durchsetzen. Die Regierung begründete ihre verlangte Absicherung damit, dass diese eine Bedingung bei Rettungspaketen sei, die im neuen finnischen Regierungsprogramm aufgenommen worden war und somit für die finnische Regierung verpflichtend sei. Auch Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte in seinem Schreiben an Bundestagspräsident Norbert Lammert darauf hingewiesen, dass Länder, die eine besondere Absicherung erreichen wollten, dies können, wenn sie ihrerseits Zugeständnisse auf anderer Ebene machen. Unter den deutschen Politikern ist bisher ein solches Pfand noch nicht zur Sprache gekommen. Verwunderlich ist auch, dass Italiens Premier einen solchen Deal nicht zu erreichen sucht. Schließlich belasten die stetig neuen Bailouts die Staatskasse des Landes massiv.

Kommentare

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  1. marcell sagt:

    Da gibt es nichts zu jubeln.Welche Laufzeiten haben diese Anleihen.Das ganze ist ein hochspekulatives Geschäft.Der Euro kann (Theoretisch) über Nacht Geschichte sein.

  2. guantanamera sagt:

    Die Finnen sind ein kleines Volk. Bei kleinen Völkern kommt der Faktor kaum zu Geltung, der in der Dummheit der Masse zum Ausdruck kommt.

  3. deprofundis sagt:

    Bravo Finnland! So einfach geht das und so handelt eine Regierung, die sich auch nachhaltig um die Belange der eigenen Bürger und Volkswirtschaft sorgt.
    Manchmal schäme ich mich für meine eigenen Volksvertreter…..

    Fazit : Finnland denkt, Deutschland pennt!!!!

    • Euro-Kartell sagt:

      Sie schämen sich nur manchmal?! Merkel und ihr getreuer Finanzminister, haben den Auftrag Deutschland zu vernichten! Sie werden auch keine Ruhe geben, bevor dies nicht vollendet ist!
      Im Endeffekt werden den Finnen auch die Sicherheiten nichts nützen. In dieser Pisskalunion wurde bislang jede Regel und jeder Vertrag gebrochen. Man wird auch einen Weg finden, wie man den Finnen ihre Sicherheiten streitig macht.

    • bendix sagt:

      Ich schäme mich für diese Volksverräter 25 Std. am Tag, ich mache Frühstück und Mittag durch.

  4. zisch sagt:

    Ob Staatsanleihen von Tripple A Staaten die besten Anlagen/ der sicherste Pfand sind? Der grösste Emittent dieser Anleihen dürfte ja Deutschland sein. Schon wenn ein A wegfällt, fällt der Wert dieser Anleihen enorm…

  5. Einer der 12000 Bürger die geklagt haben sagt:

    Warum ist unsere Regierung einfach nicht so schlau wie die Finnen?

  6. gregor.domiz sagt:

    Diebstahl an den Steuerzahlern!

  7. winfried trautsich sagt:

    Verwunderlich, dass die deutsche Regierung und
    Opposition noch nicht auf die Forderung von
    Sicherheiten gekommen ist. Sie unterläuft damit
    einfachsten kaufmännischen Grundregeln!

    Scheinbar denkt sie oder auch nicht, dass der
    deutsche Steuerzahler dafür aufkommt.

    LG

    • Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

      es geht schon lange nicht mehr um kaufmännisches und verantwortungsvolles Handeln. Insbesondere die deutschen Altparteien sind aufgrund faktischer (Erpressung, WK II-Folgeverträge) oder wahnhafter Zwänge („Erbschuld“) zu diesem Verhalten gezwungen,
      Ferner leiden sie unter dem €-Erhaltungs-und EU-Bewahrungswahn, der aber auch floppt, weil die anderen nämlich wegrennen, wenn die EU-Schulden-Party aus ist.
      Dann haben wir noch bei Grün /Rot den tiefsitzenden Hass gegen den deutschen Nationalstaat und gegen alles Deutsche, ironischerweise aber verbunden mit der nicht ablegbaren altdeutschen Großmannssucht es den anderen zeigen zu wollen wie man es richtig macht und damit Hass zu produzieren. Bei dieser Gemengelage verbietet es sich gleichsam nach Sicherheiten oder gar nach Alternativen zu suchen. Aber irgendwie wissen die (Ver-) Führer oben auch, daß sowas nichts mehr bringt und dieser obere Zirkel ringt nur um seinen & der Auftraggeber Machterhalt, das Volkskammerstimmvieh rafft nichts und will das wohl auch nicht. Im Ergebnis wird das zwangsläufig auf eine quasi-militärische Gewaltanwendung gegen die aufwachende & entreicherte Bevölkerung münden. Also zelebrieren die Altparteien ihr Schulden-und Finanz-politisches Stalingrad und die Opfer sind ihnen egal. Wie damals.

      • Euro-Kartell sagt:

        Genauso ist das leider.Das haben Sie sehr gut analysiert! Die Bevölkerung ist lange entmündigt und kann bei diesem psychopathologischen Treiben nur noch ungläubig zuschauen.Zu lange hat man das Treiben von Leuten wie Kohl, Schröder, Schäuble, Merkel etc. akzeptiert.Die Polit-Darsteller haben dies als stillschweigende Zustimmung gewertet.Das Verfügen über die Finanzen der Menschen, sieht man nunmehr wohl als Gewohnheitsrecht an! Diese Zecke in unserem Pelz, werden wir wohl auch nicht mehr ohne weiteres los. Erwacht das Stimmvieh und geht auf die Straße, wird die „Staats-Gewalt“ es mit roher Gewalt traktieren.Leider wähnen sich große Teile der Polizei auf Seiten der Volksvergewaltiger!

  8. KClemens sagt:

    Die Bürgschaften, die mit Spaniens Regierung vereinbart wurden, kommen in Höhe von 770 Millionen Euro aus dem spanischen Einlagensicherungsfonds. Diese werden in Tripple-A-Staatsanleihen investiert und auf einem Treuhandkonto gehalten
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    Wäre das nicht generelle eine Variante für alle um die Risiken abzusichern?

    • Schmierlappen sagt:

      Mal sehen wie lange es Tripple A Staaten überhaupt noch gibt das bleibt
      abzuwarten.

    • zisch sagt:

      Für alle dürfte wohl nicht genug drin sein im Einlagensicherungsfonds. Andernfalls könnten sich die Spanier ja selbst helfen.

  9. Michele sagt:

    Finnland benimmt sich gentlemanhaft english. 🙂 (schon vor der Konversion zum GBP) 🙂