Mario Draghi sieht Euro „absolut nicht“ in Gefahr

EZB-Chef Mario Draghi verlässt sich bei der Eurorettung auf die Politik und die Unterstützung der Europäer. Er glaubt, der Euro sei „absolut nicht“ gefährdet. Auch bei den Wachstumsprognosen für die Eurozone widerspricht er den meisten Analysten.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, sieht den Euro trotz des äußerst schlechten Zustandes der Gemeinschaftswährung „absolut nicht“ gefährdet. Dies sagte er in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Monde. Draghi glaubt offenbar, der reine Wille der Politiker und der Wunsch allein, den Euro zu retten, könne die Krise lösen.

Auf die weniger optimistischen Einschätzungen der meisten Analysten hält er offenbar wenig: „Sie lassen das politische Kapital außer acht, das unsere politischen Führer in diese Union investiert haben und die Unterstützung der Europäer“, sagte Draghi im Interview.

Außerdem zeigte Draghi eine etwas eigenwillige Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in der Eurozone. Er rechne mit einem beschleunigtem Wachstum zum Jahresende, die Wirtschaft der Währungsunion sei nicht in Gefahr, in eine Rezession zu geraten. Dies sieht beispielsweise der Internationale Währungsfonds – immerhin der wichtigste Partner bei der Lösung der Eurokrise außerhalb Europas – ganz anders. Er geht davon aus, dass die Wirtschaften der Euroländer in diesem Jahr um 0,3 Prozent schrumpfen werden.

Kommentare

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  1. wuggi sagt:

    nach dem Hochmut kommt der Fall…

  2. Dagmar sagt:

    Mein Gott, was nimmt oder raucht dieser Mann? Man sollte das Mittel kollektiv an alle europäischen Bürger verteilen, es scheint ja wunderbar als „Glücklichmacher“ zu funktionieren.

  3. Andreas Cammann sagt:

    Was sollte er denn anderes deklarieren ? Das Scheidern des EUROS ???

  4. Zwingmann sagt:

    Draghi leidet offensichtlich unter Wahrnehmungsstörungen.
    Bei „normalen Menschen“ würde man jetzt erste Anzeichen einer
    Psychose vermuten, doch darf man so etwas auch in einem
    Kommentar schreiben?
    Andreas von Réty hat gerade bei Kopp exclusiv auf die vielen Untersuchungen
    von Neurologen/Psychiatern/Psychologen zum Thema Macht und
    Gehirnveränderungen hingewiesen. Hier werden als Beispiele Obama und
    Putin genannt.
    Wer diesen Bereich verdrängt, läuft Gefahr, auf noch mehr
    Potemkinsche Dörfer zu stoßen.
    Ich habe schon vor vielen Jahren in Nordafrika festellen können, dass sich auch
    mein Fotoapparat von einer Fata Morgana täuschen lässt.

    • Fine sagt:

      Putin würde ich keinesfalls auf eine Stufe mit Obämä stellen!
      Denn wenn es ernst wird, wird Putin eher pro Deutsch sein; während USIS-Obamarama ergeben und brav his Masters Voice folgt!

  5. Andreas sagt:

    Tja was soll er sonst sagen etwa die wahrheit ?

  6. Wolfberg sagt:

    Naja, dass sich der ganze Euro auflöst, das ist auch kaum anzunehmen. Aber, dass die Hälfte rausfällt, das ist schon stark anzunehmen. Das wäre auch ein Kompromiss, wie zb Nord und Süd-Euro, oder kleinerer Euro-Raum.

  7. Anna sagt:

    Solang Deutschland noch zahlen kann und wird, ist der Euro „noch“ nicht in Gefahr.
    Es ist noch immer etwas zu holen.

    Ich frage mich, wem Draghi einen solchen Schwachsinn erzählen will und wer das noch glauben soll?
    Selig sind die Bekolppten, denn sie brauchen keinen Hammer mehr.

  8. Harris sagt:

    Ich habe herzlich gelacht als ich den Titel las.

    Danach verging mir das Lachen – wie üblich beim Euro – schnell wieder.

    Was Draghi eigentlich sagt, ist nichts anderes als: „Die ideologische Verblendung der politischen Elite Europas ist groß genug, dass der Euro überleben wird, völlig egal, was mit der europäischen Wirtschaft passiert oder wieviele Europäer Aufstände in ihren Ländern anzetteln werden.“

    Er ist halt ein guter Europäer, der Herr Draghi. Ihm sollte der Karlspreis verliehen werden!

    • sepp sagt:

      Oder am besten gleich der Friedensnobelpreis, aber erst nach den Aufständen, er soll ihn ja wirklich verdienen, wie Obama halt.

  9. Marie sagt:

    Staaten sollen Luftbuchungen der Banker zurückzahlen?

    Wo ist das EFSF-Geld geblieben?
    Wohin sind all die Zahlungen an Griehenland gewandert?
    Was wird damit bezahlt?

    Erklären sie das dem Volk Herr Dragi, dann dürfen sie auch, wenn´s Glaubhaft ist, von einer Unterstützung der Europäer sprechen…..ansonsten legen sie dem Volk Wörte in den Mund, die niemand auch nur ausspucken möchte.

  10. Lilly sagt:

    Er lebt tatsächlich in einem Paralleluniversum.