Spanien: Ryanair streicht Flugstrecken wegen Steuer-Erhöhung

Wegen einer Steuererhöhung in Spanien stellt Ryanair im Winter 15 Strecken nach Madrid und Barcelona ein. Durch diese Maßnahme werden 2,3 Millionen weniger Gäste in die Städte kommen und 2.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Die Fluggesellschaft Ryanair ist alles andere als einverstanden mit den Steuererhöhungen der spanischen Regierung und den hohen Flughafengebühren alles andere als einverstanden. So hat die Regierung beispielsweise die Flughafengebühren zum 1. Juli verdoppelt. Als Reaktion darauf reduziert Ryanair nun seinen Flugverkehr nach Spanien.

Ab November sollen 11 Strecken nach Madrid gestrichen und 24 Strecken reduziert werden. Nach Barcelona werden vier Strecken wegfallen und 22 Routen reduziert. Ryanair sagte, diese Kürzungen seien eine unvermeidliche Reaktion auf die Maßnahmen der spanischen Regierung. „Leider wird dies an beiden Flughäfen zu einem starken Abbau von Verkehr, Tourismus und Arbeitsplätzen in diesem Winter führen“, sagte Michael O’Leary von Ryanair.

Es werde zu einem kombinierten Verlust von 2,3 Millionen Passagieren und über2.000 Arbeitsplätzen führen. Die Maßnahme Ryanairs könne jedoch wieder rückgängig gemacht werden, „aber nur, wenn die spanische Regierung ihre Steuererhöhungen zurücknimmt und die hohen Flughafengebühren reduziert“.

Kommentare

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  1. zoozies sagt:

    Ryanair ist aber definitiv und konkurrenzlos die günstigste Airline, mit der ich persönlich nur gute Erfahrungen gemacht habe. Zur Zeit, wo man einen Spanien-Flug kaum mehr unter 300 € bekommt (inkl. aller anderer selbsternannter Billigflieger), kann Ryanair die günstigen Preise halten.
    Endlich mal jemand, der auf der anderen Seite Druck macht und nicht einfach die Preise an die Endverbraucher weiterreicht. FInd ich gut !!!

    • HansMeiser sagt:

      Nur, dass Ryanair sich diese „billigen“ Preise vorher von ihren Steuern als Subventionen von den Ländern und der EU hat bezahlen lassen.

  2. hugin sagt:

    RYANAIR STREICHT AUCH GRAZ
    Trotz Subventionen vom Land Steiermark an Ryanair wird auch Graz nicht mehr angeflogen. Die Fremdenverkehrs-Manager sind in Panik. Angeblich sind dadurch jährlich 20.000 Passagiere ins Land gekommen.

  3. Richard sagt:

    Was sind denn die großen Kostenfaktoren des Fliegens?

    Kerosinkosten, welche zur Bereicherung der transatlantischen Ölkonzerne wie Exxon Mobil und BP beitragen?

    Derartige Probleme über Steuern lösen zu wollen, ist die Strategie der Sophisten und Dilettanten.

    Hier mal was zum Grübeln:

    Warum benötigt man Kerosin zum Fliegen?

    Warum stellen Menschen Windräder auf?

    Hatten Flugzeuge schon mal Windräder an Bord?

    Weht in höheren Lagen Wind?

    Was macht eigentlich die Möwe im Wind?

    Wer kann es sehen?

  4. Bismark sagt:

    wegen der Wirtschaftskrise fliegen sowieso weniger Menschen als Normalerweise.

  5. eva sagt:

    „…werden 2,3 Mio. Passagiere weniger in die Stadt kommen…“

    Falsche Logik:
    – Ryanair mag weniger Leute befördern, aber wer nach Barcelona will/muss, wird einfach bei einer anderen Fluglinie buchen.
    – Arbeitsplätze, die bei Ryanair wegfallen, werden bei gleichem Passagieraufkommen eben bei anderen Fluglinien (oder der Bahn oder Fernbussen) entstehen.

    Die Zahl der Passagiere kann aus anderen Gründen sinken (Wirtschaftskrise), dann ist es auch gut, wenn nicht soviele halbvolle Flieger herumfliegen, sondern wenige, dafür besser ausgelastete.

  6. Einweckglas sagt:

    Fliege sowieso schon seit Jahren nicht mehr mit Ryanair, da mir deren Geschaeftsgebahren und Pfennigfuchserei zuwider laueft. Gibt ja zum Glueck auch noch andere „Billigflieger“, allerdings erachte ich persoenlich einige der Massnahmen der spanischen Regierung auch als falsch.

  7. Sven sagt:

    RYAN wer ? Dieser Michael O’Leary soll doch einfach die Toilettengebühr erhöhen oder sein Gehalt kürzen… Wer mit dieser Irischen Billiglinie fliegt hat selber schuld im Zeitalter von Air Berlin und anderen guten Airlines. Wenn RyanAir nicht mehr fliegt werden andere Airlines in die Lücken stossen und das Vaccuum füllen. Beim letzten Streit in Alicante hat RyanAir für ein paar Tage den Grosskotz gespielt und heute wird mehr denn je geflogen. Man muss manchen Spinnern einfach mal ihre Grenzen aufweisen !

  8. Saila sagt:

    Für diese Fluggesellschaft gehört grundlegend eine Steuererhöhung. Entweder sie macht dicht oder zahl jene Steuersubventionen zurück, welche sie alleine in Deutschland erhalten hat.

  9. KClemens sagt:

    Ein wunderschönes Beispiel dafür, daß nicht nur bei Ryan Air das Geschäftsprinzip primär darauf beruht, Steuern und sonstige Kosten entweder zu vermeiden, oder sie aber den schwächeren Teilnehmern in diesem „Spiel“ vor die Füße zu werfen.

    Geht das nicht, zieht man sich „aus dem Geschäft“ zurück.

  10. whisky sagt:

    Hä?
    Fliegt nur diese eine Fluggesellschaft dorthin?
    Erpressungsversuch!