Griechenland: EIB pumpt Milliarden in marode Unternehmen

Die Europäische Investitionsbank muss wieder Geld in die griechische Wirtschaft pumpen. Nach monatelangem Widerstand hat sie sich nun bereit erklärt, den griechischen Konzernen 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) wird den angeschlagenen griechischen Konzernen 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Die Mittel der Investitionsbank sollen die Wirtschaft wieder ankurbeln, nachdem die griechischen Banken kaum noch Möglichkeiten haben, Kredite zu vergeben. Denn griechische Banken bekommen selbst kein Geld mehr am Interbankenmarkt oder von der Europäischen Zentralbank.

Die Investitionsbank hatte sich bisher stark gegen weitere Investitionen in Griechenland gewehrt. Nun haben sich die EU und die Regierung in Athen allerdings durchgesetzt und einen Wiedereinstieg der EIB in Griechenland erreicht.

In diesem Jahr waren insgesamt nur noch magere 10 Millionen Euro für Investitionen in Griechenland zur Verfügung gestanden. Zumindest für Großkonzerne soll sich das nun ändern: Sie sollen nämlich hauptsächlich von den neuen Mittel der EIB profitieren.

Kommentare

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  1. Victor Zander sagt:

    Wer soll das bezahlen, wer hat noch das Geld? Und wie solen die Schuldenstaaten diese Pumporgie jemals wieder zurückzahlen. Unsere Städte sind pleite, die deutsche Bundesbajn sanierungsbedürftig. Aber uns fehlt das Geld.

  2. IM sagt:

    DIE EIB hat nur 11,3 Mrd. Euro (5% des gezeichneten Grundkapitals) eingezahltes Kapital bei 530 Mrd. Euro Bilanzsumme („Eigenkapital“: 43 Mrd. Euro).

    8,3 Mrd. hat sie in EU Staatsanleihen investiert.

  3. Treppenwitz sagt:

    EU-Staaten mit Schuldenquote von +-100 vom BIP zahlen geborgtes Geld in die
    EIB (mit 2 Mrd Grundkapital) ein damit diese aus gehebelten 60 Mrd Versprechungen
    Griechischen Konzernen 1,4 Mrd leihen kann damit diese was tun? außer Fakelaki zu falten oder zu zocken…
    Ich schlage folgendes vor neben EFSF, ESM, ELA, Schuldentilgungsfond, u.a.:
    Gründungen von EAA, EAB,EKS,ERT….bis EZZ.
    Alle Institutionen bekommen einen schlagkräftige Verwaltung und von den Eu Ländern je eine Einzahlung von 1 €. Das wird gehebelt auf Garantien von – ganz, ganz viel. Dann garantieren EAA-EZZ sich gegenseitig und allen strauchelnden Markteilnehmern aus ihrem nun mächtigen Verfügungsrahmen (abzüglich Verwaltungskosten natürlich ) richtig viel Hilfsgelder und schon wäxxst alles tapfer weiter.
    „Am Ende werden alle allen alles garantieren“
    Dr.Paul C.Martin

  4. Sandra sagt:

    „I have (had) a dream“
    Dass sich die Politik (und auch endlich mal die Leit-Medien!) mit den tieferliegenden Systemproblemen auseinandersetzt, statt an den oberflächlichen Symptomen (größenteils klassenkämpferisch) herumzudoktern, um im Wesentlichen dann doch nichts zu verändern, dass wäre mein Traum!

    Anbei eine mMn hervorragende Seite zum tieferen Verständnis des Geldsystems: http://www.petersdurchblick.com/p/grundlagen.html http://www.petersdurchblick.com/p/videos.html

    sapere aude! – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!!

  5. Stefan Wehmeier sagt:

    „Zumindest für Großkonzerne soll sich das nun ändern: Sie sollen nämlich hauptsächlich von den neuen Mittel der EIB profitieren.“

    Konzerne verwenden „neue Mittel“ in der Regel dazu, ihre Monopole auszubauen, oder, wenn das nicht möglich ist, durch Überrationalisierung Arbeitskräfte „freizusetzen“. Damit mittelständische Unternehmen wieder konkurrenzfähig werden, bedarf es – nicht nur in Griechenland – einer freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/04/krieg-oder-frieden.html

  6. Hans Knöbel sagt:

    Wenn eine Bank sich dagegen wehrt Kredite zu vergeben, dann liegt das schlicht daran, dass die Bank nicht davon ausgehen kann das geliehene Geld per Zinszahlungen und Tilgungsraten erstattet zu bekommen.

    Wenn eine Bank Geld in Form eines Kredites vergibt, dann macht sie das gern und selbstverständlich, wenn zu erwarten ist, dass die Zinsen und die Tilgungen pünktlich gezahlt werden. Das ist doch klar.

    Mit den „Krediten“ an griechische Unternehmen oder den griechischen Staat ist das absolut anders. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gelder mit Zinsen zurückkommen ist gleich Null. Es sind also keine „Kredite“ sondern Geldgeschenke. Noch schärfer formulieren das die Engländer, die nennen diese Kredite „wasted money“, also verschwendetes Geld. Warum sollte eine Bank Geld verschenken oder verschwenden? Besonders pikant ist das dann, wenn die verschwendeten oder verschenkten Gelder aus Geldbörsen kommen, so nenne ich die EIB, die aus Steuergeldern gebildet wurden. Welcher betriebswirtschaftlichen oder volkswirtschaftlichen Unternehmung nützen denn verschwendete Gelder?
    Die Politiker verschwenden das Steuer-Geld und verschwenden danach die Zeit des Bürgers mit der Wiederholung des Unsinns von der Rettung des Euros und der europäischen Einheit.

  7. Atreides sagt:

    pumpt, nicht pumt!!! Was ist pumen?

  8. A.B. sagt:

    …tja, woher soll sonst der Fakelaki und „Wohlstand“ kommen?