Deutschland: Konsumenten rechnen mit Verschlimmerung der Krise

Zum ersten Mal seit Dezember letzten Jahres ist die Konjunkturstimmung der deutschen Verbraucher im negativen Bereich. Der Indikator für die Konjunkturerwartung sank um deutliche 8,6 Punkte im Vergleich zum Vormonat. Zudem rechnen die Verbraucher mit weniger Gehalt in den kommenden Monaten.

Zum ersten Mal seit Dezember letzten Jahres ist die Konjunkturstimmung der deutschen Verbraucher im negativen Bereich. Der Indikator für die Konjunkturerwartung sank um deutliche 8,6 Punkte im Vergleich zum Vormonat. Zudem rechnen die Verbraucher mit weniger Gehalt in den kommenden Monaten.

Die deutschen Konsumenten sind zunehmend verunsicherter über die Auswirkungen der Schuldenkrise auf die deutsche Wirtschaft. Im Juli sank die Konjunkturerwartung zum zweiten Mal in Folge: um 8,6 Punkte auf -5,6 Zähler. Das zeigen die neuen Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Damit rutscht die Konjunkturerwartung zum ersten Mal seit Dezember vergangenen Jahres wieder in den negativen Bereich.

„Die anhaltende Krise, die sich durch die Finanzprobleme einiger spanischer Banken zuletzt erneut verschärfte, hat die großen europäischen Länder Italien, Spanien und Großbritannien wieder in die Rezession abgleiten lassen“, heißt es in dem aktuellen Bericht der GfK. Genau diese Länder sind aber wichtige Handelspartner für Deutschland. Wie die Verbraucher sieht auch die deutsche Wirtschaft darin ein beunruhigendes Zeichen (hier).

Die Einkommensaussichten der Konsumenten haben ebenfalls einen Dämpfer erfahren. Hier sank der Index um 3,8 Punkte – liegt damit auf einem guten Niveau von 36,3 Punkten. Ein Anstieg zeigte sich jedoch bei der Konsumneigung der Verbraucher: der Index wuchs um 3,1 Punkte. Allerdings steht dies in engem Zusammenhang mit den Sorgen über die Schuldenkrise. „Fehlendes Vertrauen in die Finanzmärkte und die historisch niedrigen Guthabenzinsen lassen eine Geldanlage nicht sehr attraktiv erscheinen“. Demnach tendieren die Verbraucher eher zu werthaltigen Anschaffungen, wie Immobilien oder Möbeln.

Kommentare

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  1. Franz Krahmiller sagt:

    Schön, daß man jetzt seit kurzem zumindest eine minim. Zeitreihe von zwei Monaten bringt. Das reicht aber nicht aus, denn sie ist mnicht aussagekräftig.

    Nachdem das Thema ja alle vier Wochen präsentiert wird, sollte sich die Datenbank eigentlich so weit aufgefüllt haven, daß man eine 12-monatige Zeitreihe, samt Grafik bringen könnte. Wir bewegen uns hier immer noch bei der Grundanwendung von Excel. Alleridngs wäre es nicht schlecht, mal einen Statisikkurs zu besuchen um dann die Bedeutung von Varianzen und Standardabweichung zu erfahren.