Verkäuferin entwendet 2 Päckchen Zigaretten: Kündigung!

Einer Verkäuferin wurde wegen des Diebstahls von mehreren Zigarettenpackungen gekündigt. Überführt wurde die Mitarbeiterin durch Videoaufnahmen – ob diese allerdings so einfach möglich sind, bezweifelt ein höchstgerichtliches Urteil.

Nach zehnjähriger Zugehörigkeit zum Unternehmen wurde eine Verkäuferin gefeuert – weil sie zweimal je ein Päckchen Zigaretten entwendet hatte. Nun stellt das Bundesarbeitsgericht fest, dass eine unbegrenzte, heimliche Videoüberwachung nicht ohne weiteres zulässig ist. Ob das jedoch der gekündigten Mitarbeiterin helfen wird, ist fraglich (mehr zu diesem Fall, der zeigt, welch gravierende Folgen auch schon ein kleines Delikt haben kann – hier).

Kommentare

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  1. Randolph sagt:

    Ich hätte noch etwas Verständnis, wenn es zwei Packungrn Zwieback für ein Hungergefühl gewesen wären. Aber für Zigaretten oder Alkohol, beide noch relativ billige Suchtprobleme, da hört bei mir die Freundschaft auf. Eine Verkäferin muss erhrlich, pünkltich und zuverlässig im Unternehmen arbeiten und kann sich solche Schnitzer nun wirklich nicht erlauben. Bei einer Abmahnung müssten wir dann auch jeden Ladendieb laufen lassen!?

    • Kuestennebel sagt:

      Vielleicht wollte sie ja keine Tabaksteuer zahlen, um das System oder die PIGS nicht zu unterstützen?

  2. saito sagt:

    Sicher ist der Diebstahl für das Unternehmen nicht zu bagatellisieren.
    Wenn das nun jeder machen würde, wo würde das dann enden?

    Vielleicht bei den Milliarden, ja Billionen, die in den Führungsetagen veruntreut werden?

    Hier bewahrheitet sich eben wieder: „Die Kleinen hängt man und die Großen läßt man laufen“.

    mit freundlichen Grüßen

  3. Lesefuchs sagt:

    Klauen muss nicht sein! Schon garnicht diesen Dreck! Wenn es lebensnotwendig ist, also der Diebstahl von Essen kurz vor dem Verhungern, finde ich es akzeptabel. Aber alles andere kann nicht sein. Würde ich sehen das mein Nachbar bei mir klaut, wäre er für mich auch gestorben!
    Nicht desto Trotz müssen alsbald die wirklich großen Diebstähle am Volksvermögen (z.B. PPP oder bald ESM) endlich geahndet werden. Es kann nicht sein das uns Milliarden gestohlen werden und kein Aufschrei der „freien“ Presse erfolgt! Mit welchem Recht dürfen Volksvertreter, die nur für 4 Jahre gewählt sind, eigentlich unser erarbeitetes Gut und unsere Steuern verschleudern?

    Als Beispiel dazu mal die DDR Verfassung und warum die so schnell wie möglich weg musste:

    Artikel 12
    1 Die Bodenschätze, die Bergwerke, Kraftwerke, Talsperren und großen Gewässer, die Naturreichtümer des Festlandssockels, Industriebetriebe, Banken und Versicherungseinrichtungen, die volkseigenen Güter, die Verkehrswege, die Transportmittel der Eisenbahn, die Seeschiffahrt sowie der Luftfahrt, die Post- und Fernmeldeanlagen sind Volkseigentum. Privateigentum daran ist unzulässig.

    Artikel 14
    1 Privatwirtschaftliche Vereinigungen zur Begründung wirtschaftlicher Macht sind nicht gestattet.

    • FDominicus sagt:

      Ja die Erfolge der DDR waren ja in diesem Bereich durchschlagend. Macht aber nicht, da ja alle gleich arm waren nicht wahr?

  4. Reisender sagt:

    Wenn die mal so fleißig dabei wären die Politschergen für die Diebstähle von Volkseigentum (Steuern), dann sähe die Welt schon anders aus.

    Aber es ist ja einfach, eine Verkäuferin an den Hacken zu hängen, zur Abschreckung versteht sich.

    Frei nach dem Motto: „Die kleinen hängst man, die grossen lässt man laufen.“

    War schon immer so, wird immer so sein.

    Das nennt man Demokratie – noch Fragen.

    *Das Leben ist schön in der BRvonDeutschland!

    • Wutbürger sagt:

      Bei den „Grossen“ ist ja das letzte Wort noch nicht gesprochen. Nach der nächsten Wende kommt sicher noch eine Menge nach zusammen mit einer „angepassten“ Rechtsordnung.