Urteil: Job-Center darf bei Wohnungen für Hartz IV nicht tricksen

Ein Sozialgericht hat ein Jobcenter verurteilt, weil es einen Hartz IV zwingen wollte, eine billigere Wohnung zu nehmen.

In Mannheim hat das Sozialgericht entschieden, dass für die Berechnungen einer Hartz IV Wohnung keine abstrakten Durchschnittswerte gebildet werden dürfen. Das Gericht legte weiters fest, dass es unzumutbar sei, eine Wohnung in einem Umkreis von mehr als 20km suchen zu müssen.

Wie das Gericht diese erstaunlichen Werte begründet – hier.

Kommentare

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  1. Bernd das Brot sagt:

    Das gesamte deutsche Pseudosozialsystem, ist darauf ausgerichtet, das möglichst viele Menschen, mit diesem nicht zurecht kommen können!

    Wer z.B., nach außerhalb, in eine 20 Kilometer entfernte Stadt ziehen soll, wird genau in dieser auf neuen Widerstand stoßen! Das fängt damit an, das dort eine andere Mietobergrenze besteht. Das heißt, dort darf ein Arbeitsloser/Grundsicherungsempfänger, eine Wohnung, nur zur dortigen, dort gültigen, Mietobergrenze anmieten. Allein um diese zu erfragen, verbindlich zu erfragen, ist mit erheblichen Widrigkeiten verbunden.

    Auch mit unterschiedlichen Auskünften!

    Immer Bekannte oder Verwandte nochmals Anrufen lassen. Wenn irgend möglich, nachträglich, per E- Mail Auskunft einholen. Wer kann die Fahrtkosten zur Vorstellung beim Vermieter, in 20 Km.,- Entfernung aufbringen? Kaum jemand. Es kommt wohl auch gar nicht dazu. In dem Moment, in dem die d o r t, am neuen Ort zuständigen Behörden, Wind von der Sache kriegen, „kann es dort zu Zwischenverbindungen“ kommen, die sich zu Ungunsten des Wohnungssuchenden auswirken. Zuerst kommen nämlich die Wohnungssuchenden, am Wohnsitz an die Reihe. Auch ohne Wohnberechtigungsschein. Und dieser, besagt noch lange nichts, wenn der Bewerber von außerhalb kommt. Selbst, wenn er mitgeteilt bekommt, das er vom Vorstand der Wohnungsbaugesellschaft, einen Termin für die Wohnungsbaugesellschaft erhält, ist er, in der Regel, der Letzte. Es gilt immer, zuerst die Bewerber am Ort zu versorgen. Das ganze, ist eine Illusion. Wer sich darauf einlässt, hat nichts als völlig sinnlose Kosten am Bein und garantiert kein Erfolg.

  2. Jean Fairtique sagt:

    Sobald man von „erstaunlichen“ Werten spricht, die, sofern man sich etwas auskennt, gar nicht so erstaunlich sind, kann man ruhig sagen, dass das Jobcenter nicht getrickst, sondern schlicht betrogen hat.
    Deutsche Sprach, schwere Sprach…

  3. Quellsearch sagt:

    http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/volkes-stimmbruch

    Passend zum Thema. Jetzt wundert sich selbst der Springer Verlag wie sehr sie die Menschen schon verblödet haben!

  4. Richard sagt:

    Gegenvorschlag:

    Man läßt die Hartz4ler statt in der Perspektivlosigkeit sitzen ihre eigenen kleinen Häuschen bauen. Ihr Lohn ist das Häuschen. Als Baugrund nimmt man dann leerstehende Flächen, die dem Staat gehören.

    So würden es jedenfalls die Amisch-People machen.

    Der Staat spart sich von da an die Mietkosten, also ca. 50% des heutigen Hartz4s.

    Ach ne, halt, halt, alles zurück – dann könnten sich die Immobilienspekulanten und Investmentbanker ja nicht mehr an den Menschen und am Staat berreichern. Das wäre ja regelrechter Sozialismus. Um Gottes Willen!