Spanien: 163 Milliarden verließen seit Januar das Land

Die spanischen Banken sehen sich nun einem neuen Problem gegenüber: Die Kapitalflucht in Spanien hat sich im Mai deutlich verschärft, 41 Milliarden Euro verließen das Land. In den ersten fünf Monaten zogen die Anleger 163 Milliarden Euro aus Spanien ab.

Die katastrophale Situation des spanischen Bankensystems hat zu einer starken Kapitalflucht in Spanien geführt. Wie die spanische Zentralbank am Dienstag mitteilte, haben allein im Mai 41,3 Milliarden Euro das Land verlassen – mehr als vier Mal so viel wie im Vorjahresmonat.

In den ersten fünf Monaten des Jahres soll der Zentralbank zufolge eine Rekordsumme von 163 Milliarden Euro aus Spanien abgezogen worden sein. Von Januar bis Mai 2011 wurde noch ein Kapitalzufluss von 14,6 Milliarden Euro verzeichnet.

Kommentare

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  1. angelika sagt:

    163 Milliarden verließen seit Januar das Land -Und wohin haben sie es gebracht? Welches Land ist denn jetzt um dieses Geld reicher? Deutschland kann es doch wohl nicht sein! Da gibt es kaum Zinsen. Also wohin mit dem Zaster?
    Einiges verschwindet auch unter der Matratze (ein alter Brauch in Spanien).
    http://spanienleben.blogspot.com/

  2. hunter sagt:

    Das Kapital ist ein scheues Reh

  3. Alice im Wunderland sagt:

    EZB-Präsident Draghi: EZB diskutiert Maßnahmen nicht mit den Regierungschefs der Euro-Länder.
    vor 1 Min (15:23) – Echtzeitnachricht

    Eine reine Farce!

  4. KIK sagt:

    „Spanien: 163 Milliarden verließen das Land seit Januar“

    …dazu sollte man jedoch auch anmerken, dass in Deutschland zw. 2000 – 2008 eine Billionen Euro das Land infolge Agenda 2010 und der dadurch ausgelösten Binnenmarkt-Stagnation verließen. Dies waren rund 2/3 der gesamten Sparvermögen der Deutschen (siehe dazu Erklärungen von Hans Werner Sinn).

    Nur 200 Mio. flossen in Direktinvestionen – mit dem Rest wurde die größte Konsumparty in Südeuropa aller Zeiten gefeiert.

    Dass nun Gelder diese Subprime-Märkte wieder verlassen, ist nur allzu verständlich.