Auto-Zulieferer: Bis Ende 2013 wackeln 500.000 Arbeitsplätze

Die Krise bei den europäischen Autoherstellern wirkt sich auch auf deren Zulieferer aus: Bis Ende 2013 könnten in dieser Branche bis zu 500.000 Menschen ihre Arbeit verlieren.

Der europäische Automarkt ist aufgrund der Schuldenkrise, der weltweiten Rezession, aber auch aufgrund von deutlichen Überkapazitäten in einer äußerst prekären Situation. Zudem gehen die Neuzulassungen kontinuierlich zurück. In Spanien fielen sie im Juli im zweistelligen Bereich (hier) und in Deutschland gingen sie zur selben Zeit um 5 Prozent zurück (mehr hier). Die Verkäufe von Autos in der EU sind den neunten Monat in Folge gesunken, so der Dachverband der europäischen Automobilindustrie (ACEA).

Der Verband schätzt, dass der Verkauf von Pkws an Privatpersonen EU-weit in diesem Jahr um 7 Prozent auf 12,2 Millionen Fahrzeuge schrumpfen wird – so gering war dies zuletzt 1995.Peugeot will Arbeitsplätze reduzieren, Fiat und auch Opel – hier vornehmlich in Europa. Aber Zulieferer wie SKF AB und Autoliv Inc. wollen ebenfalls Stellen reduzieren und setzen vermehrt auf Zeitarbeiter, die leicht zu entlassen sind. Rund 1,5 Millionenen Arbeitnehmer in der Automobilbranche, die rund 7 Millionen Beschäftigte branchenweit besitzt, sind Zeitarbeiter.

Diese Zeitarbeiter, so Lars Holmquvist, Chef des Zuliefererverbandes Clepa zu Bloomberg, werden die Hauptlast der Kürzungen tragen. Seit 2007 sind 800.000 Arbeitsplätze aus der Autobranche verschwunden. Doch Holmquvist zufolge sind die derzeitig angekündigten Entlassungen der Autohersteller nur die Spitze des Eisbergs. Für jeden Arbeitsplatz, der bei den Automobilherstellern verloren geht, verschwinden Holmquvist zufolge fünf Jobs bei den Zulieferern. „Bis Ende nächsten Jahres werden wir eine Reduktion von rund einer halben Millionen Arbeitsplätze bei den Zulieferern haben“.

Kommentare

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  1. Armin sagt:

    Los von der Arbeit zu kommen, ist doch das höchste Gut was eine Gesellschaft erreichen kann, oder warum arbeiten Maschinen anstatt Menschen?

    Die NWO wird die sinn und nutzlose Industriearbeit laut Plan abschaffen und die Heimarbeit (Kleingewerbe, Kleinbetriebe, Landwirtschaft für die nähere Umgebung) einführen, ohne wenn und aber. Wir befinden uns jetzt nur am Schnittpunkt der Umstellung, mehr nicht.

    Das verhält sich wie mit dem Übergang von Sommer zu Herbst/Winter. DEUTSCH MICHEL Autofahrer braucht in der Regel 14 Tage um zu begreifen daß sich die Verhältnisse im Herbst von einem Tag auf den Anderen ändern können…

    Wer in einer Walt Disney Illusion existiert und sich jetzt nicht auf das unausweichlich Kommende einstellen kann ist arm dran…

  2. Mittelständler sagt:

    es wurde ja lang genug – mit Absicht – unterbunden dass neue Technologien – wie Zb das Elektroauto auf den Markt kommen.
    Das ist nun die Konsequenz und auch die ist gewollt und geplant von NWO, bis Ende 2012 ist alles gelaufen .

    • Richard sagt:

      Ja, sie haben die reale Physik mehr als 100 Jahre unterdrückt.

      Aber sollte die Allianz Russland-China und Co die Nato schlagen, könnte es sein, dass die Menschheit eines Morgens aufwacht und realisiert, dass sie keine fossilen Brennstoffe braucht, da sie in einem riesigen Energiespeicher lebt. Dann kommt die späte Rache des Boltzmann, des Diesels und des Schaubergers.

      Es kann ja so viel passieren…

  3. Stefan Wehmeier sagt:

    „Bis Ende nächsten Jahres werden wir eine Reduktion von rund einer halben Millionen Arbeitsplätze bei den Zulieferern haben“.

    Unwahrscheinlich. Wahrscheinlich ist:

    Würde es nicht noch dieses Jahr oder spätestens Anfang nächsten Jahres gelingen, die Natürliche Wirtschaftsordnung zu verwirklichen, die globale Vollbeschäftigung in etwa fünf Jahren erreicht, wären bis Ende nächsten Jahres 90% der heutigen Weltbevölkerung verhungert, und wie es dem bis dahin überlebenden „Rest“ erginge, verdeutlicht noch am besten die „Mad-Max“-Filmtrilogie.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/01/2012.html

  4. Cecylia sagt:

    „Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft.“
    (Sun Tsu, chin. General, um 500 v.Chr.)

  5. bendix sagt:

    Ganz einfach:, CNC – Maschinen mit neuen Werkzeugen bestücken, neue Software aufspielen und über Target2 für Israel in der Rüstungsindustrie tätig werden.
    Reparation kennt keine Grenzen! Wir können es uns nicht leisten zu jammern, wir müssen malochen, malochen, malochen weil unsere geliebte EU auch vom deutschen Kaviar naschen möchte. Sommerurlaub, Kilometergeld, Sonderprämien, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld werden ab morgen gestrichen um der Großindustrie eine Chance zum überleben zu geben. Man,man,man ist das so schwer?

  6. paloma sagt:

    mal schauen wie gross die geduld der deutschen ist,wenn jetzt hunderttausende den job verlieren,aber weiterhin für südliche pleitestaaten zahlen müssen.

  7. Matthes sagt:

    Dann aber zur Rettung schleunigst unter den Rettungsschirm. Mal schauen, wie unsere Freunde in der EU reagieren, wenn sie für uns zahlen sollen!

  8. Richard sagt:

    Man mache sich mal klar, was für ein völlig unnötiger Arbeitsplatzabbau da anvisiert wird:

    In Deutschland stehen Milionenheere von Hartz4-Empfängern, die gerne Autos bauen würden, um z.B. genug Einkommen zu haben, damit sie mit ihrer Familie in Spanien einen prima Urlaub mit Sonne, Meer und Strand genießen können…

    …und in Spanien stehen Milionenheere Arbeitsloser, die gern ein Restaurant, ein Hotel oder eine Gemüseplantage betreiben würden, um genug Einkommen zu haben, damit sie sich einen VW oder Audi kaufen können.

    Beide läßt man nicht.

    Irrsinn, nicht wahr?

    So eine gezielte Arbeitsplatzverweigerung, um die Menschen arm und abhängig zu halten gibt es nur im Neoliberalismus. Organisationstechnisch absoluter Irrsinn.

    Das kann kein Versehen mehr sein, das ist gewollt!

    • Nudwessi sagt:

      Wir brauchen diese ganzen Autos einfach nicht! Die Autohersteller haben schon jetzt Überkapazitäten, d.h. Autos, für die es keine Abnehmer gibt. Und die Hersteller könnten noch 30 Mio. Autos mehr produzieren, ohne auch nur einen EINZIGEN Arbeiter mehr einstellen zu müssen!
      Es ist sinnlos, Arbeitsplätze zu erhalten, deren Produkte niemand mehr braucht.
      Natürlich benötigen die Menschen ein Einkommen, aber dafür finden sich andere, billigere Lösungen. Die Auszahlung eines garantierten, bedingungslosen Grundeinkommens an diese Arbeiter ist weitaus billiger, als deren nicht mehr benötigte Arbeitsplätze mit horrenden Summen zu subventionieren.

    • gast sagt:

      das Alles war noch NIE ein Versehen,
      das war von Beginn an geplant und die Versklavung, Enteignung
      und Entmuendigung wird durchgezogen.

      Auf dem Weg zu ihrem Ziel gehen die Typen (Verantwortlichen)
      ueber Leichen.
      Die Völker sind denen schei… egal, hier gehts um die Weltherrschaft.

    • Werner sagt:

      Und warum gründet das Milionenheer von Hartz4-Empfängern, die gerne Autos bauen würden, um z.B. genug Einkommen zu haben nicht selbst ihre eigene Autofabrik ? Ist nicht verboten !!
      Oder die Gewerkschaft ?

      Warum ?

      • Richard sagt:

        Haben sie doch.

        Bauten das erfolgreichste Automobilmodell der Welt.

        Und dann kamen die Truppen der Wall-Street-Kapitalisten.

        Eine unabhängige Bevölkerung können die Kapitalisten doch gar nicht ertragen.

      • GeorgeOrwell sagt:

        dazu braucht man Kapital und an das kommen normale Bürger und Mittelstand bald nicht mehr ran.
        Wir werden entkapitalisiert .

        Denn bei wem haben die EU-Länder den all die Schulden ?
        Wer profitiert ?
        DIe „Investoren“ !
        Und wer ist das ?

    • Fine sagt:

      Kriege, Plünderungen, Bevölkerungsreduktionen sind die Ziele!
      Diejenigen, die durch ihre inszenierte Krise ihre wertlosen Papierschnipsel gegen echte, erarbeitete Werte tauschen, sind dieselben, die sämtliche Kriege seit Anno Domini forcierten – und immer beide Seiten finanzier(t)en!
      Dadurch sind sie mehr als reich geworden. Und mächtig!
      Wie zu Napoleons Zeiten ein gewisser Herr Morgan (sinngemäß) sagte:
      „Je mehr Blut in den Straßen von Paris fliest, umso mehr verdienen wir.“
      Ein anderes Credo derer:
      „Die Reichen leben von den Dummen, und die Dummen von der Arbeit“

    • maria sagt:

      die brauchen Kanonenfutter

  9. hunter sagt:

    „Der europäische Automarkt ist aufgrund der Schuldenkrise, der weltweiten Rezession, aber auch aufgrund von deutlichen Überkapazitäten in einer äußerst prekären Situation. Zudem gehen die Neuzulassungen kontinuierlich zurück.“

    Das stimmt nicht ganz. Es hängt mit dem gesättigtem Mark und der enormen Überproduktion zusammen. Die Hersteller produzieren Autos, lassen sie zu und stellen diese auf die Halden, damit die Aktienkurse steigen. Wenn kein Platz mehr da ist, dann wird halt abgebaut. Mit der Abwrackprämie wird der Unsinn etwas verlängert. Tolle Wirtschaft.