Italien: Rating-Agentur stuft wegen starker Rezession 15 Banken herab

Die hohen Staatsschulden und die anhaltende Rezession hat nun dazu geführt, dass Standard & Poor's 15 italienische Banken herabgestuft hat. Das Wirtschaftswachstum Italiens entwickelt sich schlechter als erwartet. Weitere Downgrades könnten folgen.

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat 15 italienische Banken herabgestuft. Weil die Rezession in Italien stärker ausfällt als erwartet, sind die Banken besonders gefährdet. Italien stecke in einer „längeren und tiefergreifenderen Rezession als angenommen“, schreibt Standard & Poor’s in einem Bericht.

Die Bewertung der größten italienischen Banken Unicredit, Intesa Sanpaolo und Mediobanca blieben zwar unverändert. Unter anderem ist aber die Unione di Banche Italiane vom Downgrade betroffen.

Die Staatsverschuldung Italiens beträgt inzwischen etwa 1,9 Billionen Euro. Die Zinsen zu denen sich das Land Geld auf dem Finanzmarkt beschaffen kann, stiegen in der vergangenen Woche, nachdem die EZB keine weiteren überzeugenden Schritte gegen die Eurokrise verkünden konnte (mehr hier).

Kommentare

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  1. rundertischdgf sagt:

    Monti: Mit ein bißchen Diktat durch die europäischen Regierungen, statt bei jedem Rettungsschirm die nationalen Parlamente fragen zu müssen, könnte man solche, wie hier im Text beschriebene italienische Probleme, besser lösen.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/08/06/die-gespielte-emporung-uber-monti/

  2. Vanessa_ sagt:

    Wie lange ist es eigentlich her, als Monti die Krise für beendet erklärte? Sind es schon 8 Wochen?

    Und eine Frage an die Redaktion: Was ist eigentlich aus der Sache im folgenden Link geworden? Gab es darüber etwas neues?

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/06/15/bloomberg-klagt-gegen-die-ezb-was-hat-mario-draghi-zu-verbergen/

  3. FredX sagt:

    Na, der weitere Verlauf dürfte wohl klar sein: Wie Spanien möchte auch Italien seine Banken von der EU gerettet bekommen, vorzugsweise von Deutschland. 100 Mrd. werden dabei sicher nicht ausreichen. 200..300..400 Mrd. oder 1 Bill. Wieviel darf’s denn sein? Das miese Spiel ist doch immer dasselbe….

  4. fan sagt:

    Wie oft soll man das eigentlich noch betonen:

    Mit den Länder-eigenen Währungen und Souveränitäten gab es die heutigen EU-Probleme nicht.

    Etliche EU-Länder wurden mit dem gleichen €uro und dem gleichen Zins wurden von ganz bestimmten Hintergrund-Interessen, weltweit agierenden Finanz-Giganten und deren Handlangern, wie etwa Goldman-Sachs u.ä., vorsätzlich, bewusst, willentlich und wissentlich in die heutige Schulden-Katastrophe gelenkt.

    Diese Leute versuchen, mit ihren Netzwerkern, ihren willfährigen Einheits-Medien und der EU-weiten Nachplapper-Presse, die EU-Länder und damit die Regierungen, die Parlamente und die Bürger zu entrechten, um ein „Zentral-Sozialistisches-Europa“ zu bauen und haben dafür den ESM geschaffen, um mit dieser „Europäisch-Sozialistischen-Machtergreifung“ ihre Diktatur-Strukturen zu installieren.

    Und diese „Führer“ werden auch noch von unbedarft-naiven Politikern zum Schaden der Bürger und ihrer Länder unterstützt – Draghi, Monti, Barroso, SPD-Schulz, Juncker, Samars und von vielen weiteren dieser anti-bürgerlichen und anti-demokratischen EU-Agenten.

    Die Rating-Agenturen melden sich pflicht- und Auftrags-gemäß, und die Folgen zeigen sich schon fast mit stündlich wiederholender Schärfe – die Schulden werden bald umkippen und uns alle erschlagen..!

    • Saila sagt:

      Nein, das stimmt nicht. Merkel hat gesagt, unser Geld ist sicher, als die Finanzkriese begann. Also ist unser Geld sicher.

      Welche Ironie vermitteln zu wollen, das Geld sicher ist……………….

  5. J. C., geb. Püschl sagt:

    6. Ein Verwaltungsgebiet innerhalb einer Besatzungszone als `Staat´ zu bezeichnen bedeutet was?

    a) treu das Diktat der „Befreier“ zu befolgen (s. hier: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/07/31/eurokrise-vertrauen-in-die-eu-gering-wie-nie/#comment-23230)
    b) das Ignorieren der Wirklichkeit wider des Verstandes

    (Zutreffendes bitte nicht ankreuzen!)

  6. J. C., geb. Püschl sagt:

    5. In Zukunft noch einmal BRD wählen bedeutet für Deutsche was?

    a) die Kontinuität des Rechtsstaates
    b) die Kontinuität der Ausbeutung durch die Organisation der Fremdherrschaft

  7. J. C., geb. Püschl sagt:

    4. Die unwiderrufliche Abgabe der Verfügungsgewalt über das „Blut der Wirtschaft“ (Geld) an ein rechtlich immunes Gremium (ESM) bedeutet was?

    a) Sicherheit für Deutschland durch einen stabilisierenden `Mechanismus´
    b) das sichere Aussaugen Deutschlands bis auf den letzten „Blutstropfen“