Spekulanten wetten vermehrt auf Italien-Crash

Die großen Banken wetten verstärkt auf eine Pleite Italiens. Im zweiten Quartal erhöhten sie deutlich ihre Absicherungen für italienische Staatsanleihen, die sich in ihren Büchern finden. Die Ausfallversicherungen für Italien haben deutlich angezogen.

Sowohl die europäischen als auch die US-Banken setzen zunehmend auf eine Verschlechterung der Situation Italiens. Angesichts der drastischen Worte Montis  ist dies auch durchaus nachvollziehbar – selbst Hollande hat Monti mittlerweile dazu gedrängt, einen Bailout zu beantragen. Ein Rettungspaket für Italien wäre für die Eurozone genauso fatal wie ein spanisches. Nicht nur die öffentliche Verschuldung Italiens ist hoch, auch der italienische Bankensektor schürt die Sorgen (15 nationale Banken wurden kürzlich erst heruntergestuft – hier).

Das Investorenvertrauen ist dem Forschungsinstitut Sentix zufolge weiter gesunken: von minus 29,6 im Juli auf minus 30,3 Punkte im August. Die amerikanischen Banken, aber auch etliche europäische Banken, versuchen sich nun, gegen eine Pleite Italiens abzusichern. Wie die aktuellen Quartalsberichte der Banken JP Morgan, UBS und Credit Suisse beispielsweise zeigen, haben die Geldinstitute im zweiten Quartal ihre Bestände an italienischen Anleihen durch Ausfallversicherungen (CDS) abgesichert.

Innerhalb der vergangenen drei Monate erhöhte etwa JP Morgan seinen CDS-Anteil auf italienische Anleihen von 52 auf 61 Prozent, Credit Suisse von 69 auf 90 Prozent und UBS von 60 auf 62 Prozent. Zudem haben die Wall-Street-Banken wie Morgan Stanley und Goldman Sachs ihr Engagement in strauchelnden Ländern reduziert, so Bloomberg. Auch vergewissern sich die Finanzinstitute zusätzlich, dass ihre gehaltenen Anleihen dem englischen Gesetz unterstehen. So können sie im Falle eines Schuldenschnitts wie in Griechenland verhindern, dass sie möglicher Weise auch Verluste in Kauf nehmen müssen.

Kommentare

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  1. Freiberufler sagt:

    Sind das tatsächlich Wetten? Oder sind es Absicherungen? In gewissen Kreisen pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass Italien vor dem Bankrott steht. Natürlich nur unsachliche Marktgerüchte von Spekulanten…

  2. Benno sagt:

    Wollte nur schnell anmerken, daß außer dem „facebook“-Button keiner der anderen Social Media-Buttons funktioniert. Die anderen drei lassen sich nicht mehr anklicken. Aber vielleicht ist das nur bei mir so bzw. ein Fehler meines Browsers?

  3. Eurogegner sagt:

    Wann sehen unsere hohen Damen und Herren endlich ein das sie versagt haben. Macht endlich Schluss mit dem Zocken, es geht hier um Menschen verdammt noch mal. Egal aus welchem Land man auch kommt, was hier getan wird ist der Anfang von einem schrecklichen Ende. Menschen Europas haltet zusammen, alle Bürger Europas müssen gemeinsam gegen diesen Wahnsinn vor gehen. Ich will nicht das es Menschen schlecht geht, ich will nicht das Eltern ihre Kinder in Heime abgeben müssen weil sie sie nicht mehr ernähren können. Ich will auch nicht das Menschen versklavt werden um anderen ein schönes Leben zu ermöglichen. Es geht um die Freiheit der Menschen, scheiß auf Geld, scheiß darauf aus welchem Land du kommst, sei Mensch und verhalte dich auch so. Es sind nicht die Bürger die an dieser Situation schuld haben, es sind die Mächtigen, die haben Marionetten die wir unsere Politiker nennen.

  4. Sophokles sagt:

    Was ist das für eine Moral? Was ist das für ein Raubtiergehege! Diese geldgierigen, verkommenen Finanz-Großinstitute zerfleischen sich selbst. Jeder ist sich selbst der Nächste. Mit dieser Gesinnung und Moral kann nur noch der totale Verfall und Untergang bereit stehen und der wird unausweichlich auch so kommen!

  5. Saila sagt:

    Wie war das noch mal im Jahre 2009 – ah ja, es werden Instrumente wie Derivate verboten, um dem Wildwuchs der Spekulationen Herr zu werden.

    Ist klar – nach nun drei Jahren ist man soweit. Es wurde in dem Bereich, Derivate zu verbieten und abzuschaffen = null getan.

    Im Gegenteil – man spricht schon gar nicht mehr darüber.

    Und warum wurden Derivate nicht verboten? Richtig, weil sich die Banken daran dumm verdienen inkl. ihrer Tochterunternehmen.

    Nichts aber auch überhaupt nichts als eine große Klappe haben Politiker. Anstatt die Börsensteuer endlich einzuführen, um zumindest die Spekulaten mit in das Boot des Eurotransfer zu nehmen – nein, da muss man erst abwarten.

    Derivate aus, Leerverkäufe ausschl. für Aktienunternehmen und Ruhe kehrt im Finanzsektor ein.

    Gleiches gilt für Anleihenversicherer. Diese gehören ebenfalls abgeschaft.

    Werden diese Punkte in einer Woche erledigt, ist Ruhe bei den europäischen Staatsanleihen und deren Verzinsungen.

    • Michele sagt:

      Hm, die Gewinnsucht ohne wesentliche „Knochenarbeit“ ist sehr gross und das Sicherheitsbedürfnis auch…das System ist eingefahren und lässt sich in absehbarer Zeit wohl wenig ändern…

  6. Capraio sagt:

    wenn das keine Kriegserklärung ist, was dann?!!!

    Der LIBOR-Skandal ist das Begräbnis des Systems
    6. August 2012 •Artikel
    .von Paul Gallagher

    Manipulationen. Durch die konzertierte Manipulation des LIBOR-Zinssatzes entzogen die daran beteiligten Banken ihren Opfern Hunderte von Milliarden Dollar.

    Der LIBOR-Skandal beweist erneut, daß das ganze Weltfinanzsystem von Kartellen der größten Banken der Welt beherrscht wird, die systematisch die „Märkte“ manipulieren, um auf Kosten ihrer Kunden Gewinne im spekulativen Wertpapiergeschäft zu machen. Die Leidtragenden reichen vom einfachen Bankkunden über Renten- und Pensionskassen, öffentliche Verwaltungen bis hin zu ganzen Nationen, die sich zu mörderischen Sparmaßnahmen gezwungen sehen.

    Diesmal aber könnten Spitzenbankiers tatsächlich hinter Gitter wandern für das, was sie der Welt im Zeitalter der wilden, spekulativen „Verbriefungen“ angetan haben, das mit der Deregulierung des Londoner Finanzmarktes 1986 im „Big Bang“ unter Margaret Thatcher begonnen hatte.

    Aber schon lange bevor die Täter ins Gefängnis wandern, könnten die Regierungen diesen vermutlich weiterlaufenden Verbrechen ein Ende setzen, indem sie die Bankentrennung im Sinne von Franklin Roosevelts Glass-Steagall-Gesetz von 1933 wieder in Kraft setzen. Eine solche Reorganisation, die inzwischen sogar einflußreiche Londoner Finanzkreise fordern, würde den normalen Geschäftsbanken Geschäfte auf den spekulativen Wertpapiermärkten untersagen und den Investmentbanken, denen diese Märkte überlassen bleiben, jeglichen staatlichen Schutz entziehen (abgesehen vielleicht von Schutzhaft). Dies würde dem Spuk ein Ende bereiten, und die 99% der Banken, die keine Derivatspekulation treiben, könnten ihre Arbeit im Dienst der Wirtschaft fortsetzen.

    Schon jetzt ist klar, daß praktisch alle großen internationalen Banken in irgendeiner Weise in den LIBOR-Skandal verwickelt sind. Eines der Sprachrohre der Megabanken, der Finanz-Nachrichtendienst Bloomberg News, mußte am 13. Juli zugeben, wie schwerwiegend die jetzt aufgedeckten Verbrechen in Hinsicht auf die Summen und die Zahl der Betrogenen sind. In einem Kommentar unter dem Titel „Der bisher schlimmste Bankenskandal“ jammerte Bloomberg darüber, daß die großen Banken in diesem Skandal gefangen sind und er sie ruinieren kann: „Der Skandal um die Manipulation des LIBOR könnte einer der teuersten und folgenreichsten in der Geschichte des Bankwesens werden. Wenn die darin verwickelten Geldinstitute verhindern wollen, daß er ihr Geschäft erstickt und die breitere Wirtschaft schädigt, werden sie schnell handeln müssen… Ermittler in den USA, Kanada, Europa und Asien setzen ein unfaßbares Bild der Habgier und Täuschung zusammen… Noch wichtiger ist, daß in den Strafverfahren erstmals einer größeren Zahl von Bankiers und Händlern Gefängnisstrafen für ihr Verhalten während der Finanzkrise drohen können.“

    Dieser panische Ton des Bloomberg-Kommentars steht im krassen Gegensatz zum demonstrativen Desinteresse von US-Finanzminister Tim Geithner und von Justizminister Eric Holder, der eine dieser Banken lobte, weil sie ein Bußgeld auf sich genommen hat, das gerade einmal 1% ihrer jährlichen Einnahmen entspricht.

    Auf die beteiligten Großbanken rollt nun eine Welle von Tausenden und Abertausenden von Schadensersatzklagen zu. „Eine systemische Katastrophe“, jammert Bloomberg. „Kläger, von Investmentfirmen bis hin zu Kommunalverwaltungen, von denen viele Anleihen gekauft oder Kreditverträge abgeschlossen haben, deren Verzinsung an den LIBOR gebunden war, verlangen von den Banken, die diesen Richtwert vorsätzlich gedrückt haben, eine Entschädigung. Die Manipulationsversuche von Händlern am LIBOR zu bestimmten Stichtagen, wie sie im Fall von Barclays im einzelnen dokumentiert sind, werden zweifellos Anlaß für weitere Klagen sein. Schätzungen der Zahlungen im Zusammenhang mit Klagen belaufen sich derzeit auf Milliarden- oder Zig-Milliarden-Beträge.“

    Dann deutet Bloomberg die tatsächliche Größe des Verbrechens an: „Man bedenke: Wenn der LIBOR nur ein Jahr lang im Durchschnitt um 0,1% herabgedrückt wurde, dann betrüge der Unterschied bei rund 300 Billionen Dollar an damals [2008] ausstehenden Zinsswaps rund 300 Milliarden Dollar.“

    Statt das ganze Bankensystem lahmzulegen, fordert Bloomberg, „sollten die Aufseher und Staatsanwälte darüber nachdenken, wie sie die Sache schnell aus der Welt schaffen, die Opfer entschädigen und sich dann anderem widmen können“.

    Doch was ist mit den Opfern in aller Welt, die seit dem Kollaps 2007-08 solche Verluste von 300 Mrd. Dollar im Jahr ausgleichen mußten? Was ist mit den Menschen, die dadurch ihre Arbeit verloren, mit Sparmaßnahmen bei Bundesstaaten, Regionen, Kommunen, wo z.B. in den USA lebenswichtige Einrichtungen wie Feuerwachen und Polizeireviere schließen mußten, wodurch sogar Menschen ihr Leben verloren? Diesmal werden die Banker nicht so leicht davon kommen!

    Wie der Schwindel funktionierte
    Aus den veröffentlichten Berichten wird deutlich, daß derzeit gegen 14-16 der größten „Universalbanken“ der Welt wegen der betrügerischen Manipulation des LIBOR-Zinssatzes zur Gewinnsteigerung auf Kosten der Weltwirtschaft ermittelt wird. Betroffen von den Ermittlungen sind bisher offenbar: Barclays, Lloyds, HSBC, RBS, Credit Suisse, UBS, Deutsche Bank, Rabobank, Dexiabank, Citigroup, JP Morgan Chase, Bank of America, Goldman Sachs, Royal Bank of Canada und Mitsubishi Bank. Nach Berichten des Wall Street Journal kann die Zahl noch auf 40 oder mehr Banken steigen. Und inzwischen laufen auch Verfahren wegen vergleichbarer Manipulationen des europäischen Euribor-Zinssatzes, an dem sich z.B. drei Viertel aller spanischen Immobilienkredite orientieren, und des japanischen Tibor-Zinssatzes. Die Ermittlungen gingen zunächst von der US-Börsenaufsicht CFTC aus (nachdem das Wall Street Journal 2008 über solche Manipulationen berichtet hatte) und betreffen mindestens einen Zeitraum von 2005 bis 2009. Gegen Barclays wurde vier Jahre lang ermittelt, bevor das US-Justizministerium der Bank eine ziemlich milde Geldbuße auferlegte.

    Am 12. Juli forderten zwölf US-Senatoren in einer gemeinsamen Erklärung, nicht nur Bußgeldverfahren, sondern auch Strafverfahren einzuleiten und auch gegen die Bankenaufseher zu ermitteln, die diese ungeheure Verbrechensserie jahrelang geduldet haben. Damit ist offensichtlich auch der heutige Finanzminister Geithner gemeint, der zu der Zeit als Chef der New Yorker Federal Reserve mitverantwortlich war.

    Früher, bis in die achtziger Jahre, orientierten sich die langfristigen Zinsen, etwa für Anleihen von US-Bundesstaaten oder -Kommunen, an den sog. „Prime Rates“ (Leitzinssätze, in Deutschland z.B. der Diskontsatz), die von den Zentralbanken festgelegt wurden. Aber nachdem im Zuge des „Big Bang“ Mitte der achtziger Jahre die LIBOR-Zinssätze (für Tages-, Monats-, Quartals- und Jahreskredite der Banken untereinander) eingeführt wurden, schwand die Bedeutung der Prime Rate, und der stark fluktuierende, von Tag zu Tag schwankende – und eben von den Banken manipulierbare – LIBOR trat zunehmend an deren Stelle. Spätestens ab 2000 betonten die Fed und andere Zentralbanken regelmäßig, sie hätten „keinen Einfluß auf die langfristigen Zinssätze“. Die Aufleger langfristiger Anleihen waren den Banken ausgeliefert, die ihnen diktierten, wieviel „über LIBOR“ sie bezahlen mußten, um sich Geld leihen zu können.

    Diese LIBOR-Zinssätze werden im wesentlichen von 18 Großbanken bestimmt, die Mitglieder des Britischen Bankenverbandes BBA sind. Diese Banken melden jeden Tag, welche Zinsen sie bezahlen müßten, wenn sie an diesem Tag beispielsweise von einer anderen Bank Drei-Monats-Gelder leihen würden. Falls sie tatsächlich solche Gelder leihen, können sie dieser Meldung entsprechende Dokumente beifügen, aber wenn sie das nicht tun, dann wird die Meldung auch so akzeptiert, solange sie nicht zu stark von denen der anderen Großbanken abweicht. Dann ermittelt der Finanzdatendienst Thompson-Reuters auf der Grundlage dieser Meldungen den Tageskurs. So kommt der Zinssatz auf Hunderte von Billionen Dollar an Zinsswaps, anderen Derivaten und Krediten mit veränderlichen Zinsen zustande.

    „50mal höhere Zinsen“
    In dem Maße, wie in den letzten Jahren festverzinsliche Kredite schwanden und der langjährige Fed-Chef Alan Greenspan sogar die extrem kurzfristigen Diskontsätze teils nach oben, teils nach unten drückte, wollten sich öffentliche Einrichtungen in aller Welt gegen diese Schwankungen absichern, indem sie von den Großbanken Zinsswaps und ähnliche Derivate kauften. Diese auf den LIBOR-Zinssätzen beruhenden Swaps folgten so komplizierten Formeln, Wetten und Gegenwetten, daß sie für die Käufer kaum zu durchschauen waren, und die verkaufenden Banken hatten offensichtlich auch kein Interesse, die Kunden über die Gefahren aufzuklären.

    Diese Swaps erwiesen sich dann für Kommunen und andere als mörderisch, als Fed-Chef Ben Bernanke Anfang 2007 die Zinsen praktisch auf Null hinabdrückte und auch der LIBOR in den Keller sank – wie sich jetzt gezeigt hat, nicht zuletzt durch das konzertierte Agieren der beteiligten Großbanken, die auf diese Weise ihre Verluste aus dem Finanzkrach von 2007-08 wettzumachen versuchten.

    Durch die Zinsswap-Verträge verpflichteten sich die Kommunen, Anleihen mit einer Verzinsung auszugeben, die anfänglich geringer war, dann jedoch in festgelegten Schritten anstieg. Die Banken kauften diese Anleihen und „tauschten“ (engl. swap = tauschen) die Zinsen gegen die mit dem Libor schwankenden Zinsen aus anderen Wertpapieren. So zahlten die Kommunen stufenweise immer höhere Zinsen, am Ende meist 4-6%, während die Banken den Kommunen Zinsen auf der Grundlage des LIBOR-Satzes bezahlten, der immer weiter in den Keller gedrückt wurde. Noch viel schlimmer wurde es, als die Swap-Märkte in der Krise 2007-08 austrockneten und man den Bundesstaaten und Kommunen plötzlich sagte, sie müßten neue Anleihen mit Zinsen bis zu 8 oder 9% anbieten, wenn sie nicht Insolvenz anmelden wollten.

    So wurde berichtet, daß 2010 amerikanische Bundesstaaten und Kommunalverwaltungen etwa 50mal höhere Zinsen als die Banken zahlten! Gretchen Morgensohn von der New York Times zufolge zahlen die Städte und Bundesstaaten den Banken in diesen Swap-Geschäften sogar heute noch 12mal so hohe Zinsen und mehr. Und sie hatten keine Möglichkeit, aus diesen Verträgen herauszukommen, ohne gewaltige Vertragsstrafen bezahlen zu müssen, was weitere Kürzungen, Entlassungen und Schließungen von Einrichtungen erfordert hätte.

    In den USA haben drei Viertel der Großstädte an den LIBOR gebundene Verträge, in Italien, Frankreich und Spanien sogar noch mehr.

    Wie der Londoner Economist am 6. Juli in einer längeren Analyse darstellte, gab es zweierlei Manipulation der Banken beim LIBOR. Spätestens ab 2004-05 gab es Schwindel im kleineren Maßstab, als Gruppen von Derivathändlern ihre „Gewinnabschöpfung“ im täglichen Derivatgeschäft durch kleine Veränderungen am LIBOR vergrößerten, indem sie auf diese Veränderungen wetteten. Die andere, ab 2007, war gewaltig und hin eng mit der Wertpapierblase zusammen. Im Economist heißt es: „Barclays und offenbar auch viele andere Banken meldeten, mindestens in den letzten beiden Jahren, unehrlich niedrige Finanzierungskosten der Banken auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. Was den Umfang der Manipulationen angeht, war das, wie es scheint, weit ungeheuerlicher. Fast alle Banken im LIBOR-Rat meldeten im Schnitt Zinsen, die um bis zu 30-40 Basispunkte [d.h. 0,3-0,4%] zu gering waren.“ Und bei Drei-Monats-Geldern liegen die Zinsen normalerweise bei 2%!

    So drückte man die Zinsen auf Wertpapiere aller Art im Wert von vielen hundert Billionen Dollar, Hypotheken mit variablen Zinsen, Ramschanleihen, Derivate noch und noch, was die Verbriefungsblase der Kasinobanken immer weiter aufblähen half. Die Bank von England, die britische „Bankenaufsicht“ und die Federal Reserve spielten offensichtlich mit – erst recht, als sie ab Ende 2008 gezwungen waren, die Zockerbanken zu stützen und diese Rettungsaktionen vor der Öffentlichkeit leichter und billiger zu machen.

    Eine Armee von Klägern
    Nun rollt eine Welle von Tausenden und Abertausenden von Schadensersatzklagen an, denn Zehntausende Städte, Bundesstaaten, Staaten, Behörden, Krankenhäuser, Rentenkassen und andere Einrichtungen kauften zwischen 2000 und 2007 Zinsswaps, die sie teuer zu stehen kamen, weil die Banken, wie sich nun erwiesen hat, mit gezinkten Karten spielten. Die meisten der betroffenen Stellen prüfen derzeit, ob und wie sie die Banken auf Schadenersatz verklagen sollten.

    Das Problem ist allerdings, daß die meisten betroffenen Banken schon jetzt nur noch mit Stützung durch die Regierungen existieren und gar nicht in der Lage sein werden, den entstandenen Schaden jemals wieder gutzumachen. Eines ist jedoch klar: Das System ist auf dem Weg zu seiner Beerdigung.

  7. Capraio sagt:

    Eben darum! Banken treiben Staaten in den Ruin und werden von ruinierten Staaten; sprich Steuerzahlern und sich-zu-Tode-Sparern, gerettet!!!
    Satan komm raus du bist umzingelt!

    Britisches Empire, Krieg dem Rauschgift, Trennbankensystem.
    Die kriminellen Machenschaften des Bankensyndikats
    6. August 2012 •Artikel
    .Von Roger Moore

    Es kommen immer mehr Einzelheiten ans Licht, wie kriminelle Drogengelder in das Bankensystem eingeschleust werden. Der britische LIBOR-Skandal und die Großbank HSBC sind dabei zwei Seiten der gleichen Medaille.

    Der LIBOR-Skandal des Londoner Interbankmarktes und die von der HSBC (ehemals Hongkong and Shanghai Banking Corporation, kurz: Hong Shang) betriebene Geldwäsche basieren auf ein und derselben kriminellen Operation – organisiert von dem transatlantischen Megabank-Syndikat in London samt den von ihm kontrollierten Zentralbanken wie der Federal Reserve der USA, der Bank von England und der Europäischen Zentralbank. Alle diese Machenschaften sind der Gipfelpunkt einer über vierzigjährigen, kriminellen Transformation des Weltfinanzsystems, die nur mit der Wiedereinführung des Glass-Steagall-Trennbankensystems beendet werden kann. Glass-Steagall ist nicht nur erforderlich, um die Welt von der erdrückenden Last der Spekulationsschulden zu befreien, sondern auch, um das Schwarzgeld der Organisierten Kriminalität aus dem Bankensystem zu entfernen.

    Die Organisierte Kriminalität hat einen großen Teil des vorsichtig auf über 800 Mrd. Dollar jährlich geschätzten Erlöses aus dem Rauschgifthandel in das Bankensystem eingeschleust, wo es mit den riesigen, von den Zentralbanken gepumpten Geldsummen vermischt wurde. Einer der Bankaufseher, unter deren Augen dies geschah, ist der heutige US-Finanzminister Timothy Geithner, der von 2004-2009 Chef der wichtigen Federal Reserve Bank von New York (FRBNY) war und vor allem nach dem Einfrieren des Londoner Interbankmarktes 2007-2008 (mit seinem LIBOR-Zinssatz) eine maßgebliche Rolle bei den sogenannten „Rettungspaketen“ spielte. Damals wurden riesige Devisenswap-Geschäfte vereinbart, die heute immer noch laufen.

    Es überrascht nicht, daß Geithner in seiner damaligen Stellung jahrelang nicht auf ihm vorliegende Meldungen über massive Bargeldtransaktionen zahlreicher Mitgliedsbanken reagierte, wodurch die Dollars mexikanischer Drogenhändler eingebracht wurden. Mehrere frühere Rauschgiftermittler haben erklärt, daß die FRBNY den meisten Sachbearbeitern keinen Zugang zu den verfügbaren Erkenntnissen gewährte, welche Banken wieviel Geld in Scheinen oder elektronisch aus Mexiko über die Grenze transferiert hatten. Aufgrund dieser Informationen hätten die Banken in den USA dazu gezwungen werden können, die Namen ihrer an solchen Transaktionen beteiligten Kunden offenzulegen. Wie eine Quelle gegenüber Reuters äußerte, betrachtete die Fed diese Daten als Geschäftsgeheimnis ihrer Mitgliedsbanken. Geithner hat auch als Finanzminister – im Zusammenhang mit den Milliarden-Verlusten von JP Morgan Chase durch Geschäfte ihrer Londoner Spekulationszentrale – öffentlich geäußert, er sei gegen eine Regulierung der Devisengeschäfte amerikanischer Banken in London.

    Der berühmte Fall der Wachovia-Bank, der über die mexikanische Casa de Cambio fast 400 Mrd. Dollar zuflossen, kam erst ins Rollen, nachdem ein Drogenflugzeug beschlagnahmt worden war und amerikanische und mexikanische Ermittlungen über die Bezahlung des Flugzeugs auf Kartellmitglieder stießen, die sich der Casa de Cambio und ihres Kontos bei Wachovia bedienten. Erst in diesem Zusammenhang kam der ganze Umfang der Geldwäscheaktivitäten von Wachovia ans Tageslicht. Doch nicht ein Wort verlautete von der New Yorker Fed unter Geithner, die in ihren Unterlagen sämtliche Daten über Wachovia zur Verfügung hatte. Das gleiche galt auch für die HSBC und andere Geldhäuser.

    Wie der frühere UN-Drogenbeauftragte Antonio Maria Costa am 27. April 2012 in einem Interview mit EIR sagte: „Somit entstand damals – wir sprechen von der Zeit zwischen 2008 und 2011 – aus dem Geldhunger des Bankensektors und der Liquidität des organisierten Verbrechens eine außergewöhnliche Zweckehe: Das organisierte Verbrechen konnte wieder in den Bankensektor eindringen.“ Hierfür war eine kriminelle, wissentliche Mittäterschaft erforderlich, und das auf höchster Ebene.

    Wen wollte Geithner decken?
    Der Londoner Interbankmarkt ist das Ergebnis einer strategischen Übernahme des sogenannten Eurodollarmarktes, jener damals außerhalb der USA sich anhäufenden US-Dollars, durch die Londoner City. Im Zuge der Ermordung Kennedys und der US-Defizite nach dem Vietnamkrieg dienten diese von den Londoner Banken kontrollierten immer weiter wachsenden Dollarpools im August 1971 dazu, die letzten Überreste des von Präsident Roosevelt in Bretton Woods eingerichteten Systems fester Wechselkurse zu sprengen.

    In der Londoner City galten keine Glass-Steagall-Regelungen, und auf diese Weise nutzten die Banken die Eurodollars zu kurzfristigen, zinsgünstigen Ausleihungen untereinander, um jene gewagten Spekulationsgeschäfte und Firmenübernahmen zu finanzieren, die heute berühmt-berüchtigt sind.

    Das Wachstum des Interbankmarktes stand stets in engem Zusammenhang mit dem Offshore-Bankgeheimnis, wie es für die kolonialen Schutzgebiete wie das frühere Hongkong oder die britischen Cayman-Inseln, das holländische Curacao usw. typisch ist.

    Beispielhaft hierfür ist die Rolle der HSBC. 1979 übernahm die Hong Shang die Marine Midland Bank in Buffalo, die ihrerseits die wichtigste US-Bank für Devisengeschäfte in Panama war, deren Wirtschaft auf dem Dollar basierte. Diese Übernahme war ein wichtiger Baustein für die kriminelle Finanzstruktur, mit der der anschließende Kokainboom in Gang gesetzt wurde.

    1999 kaufte die HSBC auch noch die New Yorker Republic National Bank des monegassischen Finanziers Edmond Safra, dessen Bank eine exklusive Beziehung mit der New Yorker Fed für Barüberweisungen unterhielt. In die Schlagzeilen geriet die Bank, als sie in den neunziger Jahren frisch gedruckte 100-Dollar-Scheine von der New Yorker Fed nach Rußland auslieferte, was zu der Ausplünderung Rußlands durch ausländische Banken im Zusammenspiel mit den berüchtigten russischen Oligarchen und ihren Mafiaablegern gehörte.

    Als Safras Bank nach dem russischen Staatsbankrott 1998 schwere Verluste erlitt, sprang die Hong Shang ein, um die Geschäfte weiterzuführen. Inmitten der Verhandlungen wurde Safra in seinem Wohnhaus in Monaco ermordet. Über den neuen Komplex HBUS, den die HSBC in den USA schuf, stellte der Ständige Untersuchungs-Unterausschuß des US-Senats Ermittlungen an. Auch ist es kein Zufall, daß der russische Antidrogenbeauftragte Viktor Iwanow die Auffassung von Antonio Maria Costa und Lyndon LaRouche teilt, daß die Megabanken des Interbankmarktes mit Drogengeldern flüssig gemacht wurden.

    Der Londoner Interbankmarkt dient also dazu, immer mehr der weltweiten Geldflüsse in die deregulierten Märkte zu lenken und diese ständig mit Schwarzgeldern zu unterfüttern, die häufig über Offshore-Steueroasen und Geldplätze wie London gewaschen wurden. Wie der frühere Londoner Polizeiermittler Martin Woods, der später die Geldwäschepraktiken von Wachovia anprangerte, im April 2011 gegenüber dem Observer erklärte: „Es sind nicht die Caymans, nicht die Isle of Man oder Jersey… die große Geldwäsche findet direkt in der City und der Wall Street statt…“

    Mitte der achtziger Jahre war dieser deregulierte Markt groß genug, um den Diskontsatz der Zentralbanken als Hauptbezugspunkt für die globale Zinsfestsetzung abzulösen – dies war die Geburtsstunde der London Inter Bank Offered Rate oder LIBOR, ein eigener, privater „Fix“ für die Hochrisikospekulation. Die Banken des Interbankmarktes und die damit verbundenen Akteure des Schattenbankensystems (die Hedgefonds usw.) in London wurden zum weltweiten Mittelpunkt für Währungsgeschäfte und den Derivatehandel, wobei die Derivate der Turbolader für das spekulative System waren, das 2007-2008 unwiderruflich bankrott ging.

    Die jahrelangen und häufig sabotierten Aufklärungsbemühungen in den USA, die schließlich in den Anhörungen des Ständigen Untersuchungs-Unterausschusses des Senates gipfelten, löste auch bei anderen Banken Alarm aus. Die deutsche Commerzbank, langjähriges Mitglied der 1971 im Londoner Eurodollarmarkt entstandenen Inter-Alpha-Gruppe, sah sich im Juni 2012 zu einer schriftlichen Erklärung gezwungen, daß sie die Anti-Geldwäsche-Vorschriften für ihre umfangreichen Bargeldgeschäfte verschärfen wird. Die New Yorker Fed stellte daraufhin jedoch lediglich fest, daß diese Geschäfte außerhalb der USA stattfänden und einige der Erlöse über die Commerzbank in New York abgewickelt würden, ohne indes zu erwähnen, wo die konkreten Geldwäschegefahren tatsächlich lagen.

    Werden Staatsanleihen mit Drogengeldern gestützt?
    Der Kriminologe und EU-Berater in Strafsachen Michel Koutouzis behauptet außerdem in einem neuen Buch, Gelder des organisierten Verbrechens würden auch in Staatsanleihen angelegt. Während die kontinentaleuropäische Finanzaufsicht in Geldwäscheangelegenheiten bekanntermaßen untätig ist, wie auch Koutouzis geltend macht, muß die Frage gestellt werden: Die großen kontinentalen Banken, die auch stark in London vertreten sind, haben oftmals zu Schleuderpreisen Staatsschulden der sogenannten PIIGS-Länder aus ihren Portfolios geräumt. Wer kauft diese Staatsanleihen, und mit welchem Geld? Wenn es Hedgefonds sind, so haben die meisten davon ihren Sitz auf den Cayman-Inseln, wie wir aus den Ermittlungen des Senatsuntersuchungsausschusses wissen. Durch die HSBC Mexiko (HBMX) flossen Milliarden von Drogengeldern, und ein bestimmter Anteil davon wurde vermutlich über die Tausenden von Konten gewaschen, die HBMX getarnt auf den Cayman-Inseln betreibt.

    Wer kauft letztlich die Anleihen, die der EU-Rettungsfonds in Luxemburg auflegt – der European Financial Stability Fund (EFSF), der bald in dem Europäischen Stabilitätsmechanismus aufgehen soll? In dem Abschnitt des Untersuchungsberichts des US-Senats über die HSBC und die Cayman-Inseln wird erwähnt, daß die HSBC Frankreich ihre Kunden an die HBMX verweist. Auch wenn viele Banken den Verkauf von EFSF-Anleihen abwickeln, so fällt doch auf, daß die HSBC Paris darin besonders stark engagiert ist. Die HSBC hatte auch Edmond Safras Privatbank in Genf übernommen, die zur HSBC Private Banking wurde, zu der eine große Kundschaft in Frankreich zählt.

    In Deutschland hat der Vorsitzende des Bundesverbands deutscher Banken, Andreas Schmitz, der auch Vorstandssprecher der Privatbank HSBC Trinkaus ist, im April 2012 in Berlin eine Pressekonferenz gegeben, die in der Presse als Intervention gegen eine Glass-Steagall-Politik gewertet wurde. Eine solche Trennbanken-Politik würde zusammen mit allen spekulativen Papieren auch die ganzen Schwarzgelder schlagartig aus dem Bankensektor entfernen. Das wäre die wichtigste Maßnahme, um dem gesamten weltweiten Rauschgift ein Ende zu setzen, und darüber sind sich die Beteiligten dieser Geschäfte natürlich im Klaren.

    Die Bank, der Schmitz heute vorsteht, wurde von der HSBC-Gruppe unter ihrem damaligen Chef Lord Green aufgekauft und vollständig in die HSBC-Gruppe integriert. Der gleiche Lord Green ist heute britischer Handelsminister, der jedoch wegen seiner Erwähnung im Senats-Untersuchungsbericht stark unter Druck geraten ist.

    Die Deutsche Bank, gegen die im Rahmen des LIBOR-Skandals ermittelt wird, war in den letzten sechs Jahren die Hauptbank, die vor allem über ihre Londoner Niederlassung mit Devisen samt den damit verbundenen Derivatkontrakten handelte.

    Ähnlich wie bei Geithners Team in der New Yorker Fed, das die kriminellen Geldflüsse durch ihren Zuständigkeitsbereich kontrollierte und gleichzeitig das LIBOR-Kartell deckte, das die spekulativen Märkte manipulierte, stellt sich die Frage, wer bei der Bank von England und der Europäischen Zentralbank die Kooperationspartner bei den jetzt offengelegten kriminellen Aktivitäten waren. Auch Kontinentaleuropa braucht unbestechliche Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden, die sich nicht davon abhalten lassen, in Fällen wie dem HSBC- und dem LIBOR-Skandal hieb- und stichfeste Beweise vorzulegen.

    Wenn die Bankaufsichtsbehörden diese Aufgabe nicht erfüllen, dann sind die Parlamente in der Pflicht, ihre eigenen Aufsichtspflichten zu erfüllen und diesen Fragen nachzugehen. Wo sind die Ermittlungen, die zu ähnlichen Ergebnissen führen könnten wie denen, die in dem Bericht des Ständigen Untersuchungs-Unterausschusses des US-Senats online verfügbar sind?

    • Bernd das Brot sagt:

      Ein gigantischer Bericht. Alles das, was ich vermutete, wird auch noch um ein vielfaches übertroffen!

      Und, jetzt weiß man auch warum die beiden letzten italienischen Staatsanwälte sterben mussten. Das war keine billige Rache. Sie waren zu nah an die Mafiainteraktionen geraten. Ihre hartnäckige Arbeit und ihre Nachforschungen, brachten diese zu der Erkenntnis, das die Globalisierung zur Tarnung und Täuschung von Illegalen-Geschäften diente. Die Containerhäfen und Banken, sowie deren Konten und Überweisungen waren der Schlüssel. Sie waren genau diesem Netz, auf der Spur. Der letzte italienische Ermittlungsrichter, ein alter Herr, rief zusammenbrechend, „jetzt ist alles aus“.

      • capraio sagt:

        Hallo Bern das Brot.
        Halt mich nicht für heilig oder verrückt was ich dir noch sage:
        Alles ist in der Bibel mehrfach prophezeit!
        Es sind gewaltige geistige Kräfte die diese Welt regieren!
        Alles hat einen Sinn, der Widersacher Gottes muss offenbart
        werden, das jeder der erkennt zum wahren Glauben findet

    • Bernd das Brot sagt:

      Capraio, ich wundere mich schon lange, warum man mit aller Gewalt am EURO festhalten will. Warum mit aller Gewalt Fonds geschaffen werden, deren Rechtsstruktur, der Führung einer Mafiaorganisation ähnelt. Jetzt frage ich, liegt das daran, das die organisierte Schwerstkriminalität, die Staatsanleihen von so manchem EURO- Staat in den Händen hält? Das die leitenden Goldmänner, in den Europäischen Ländern, und in der EZB, von der organisierten Kriminalität geschickt wurden, um weiterhin über den EURO die Geldwäsche aus Drogen- Frauen- und Waffenhandel betreiben zu können?

    • winfried.trautsich sagt:

      Spannender Bericht. Doch ob sich etwas
      aendert?

      Tommi- und Amiland sind heilige Kuehe.

  8. mondant sagt:

    Off-Topic:

    Belgien weist arbeitslose Europäer aus

    „La Belgique expulse des Européens sans travail“
    http://www.rtbf.be/info/belgique/detail_la-belgique-expulse-des-europeens-sans-travail-et-provoque-l-ire-de-la-france?id=7814896

    Deutsch:
    (Google Übersetzung mit leichten Änderungen)

    „Belgien weist arbeitslose Europäer aus

    Die Freizügigkeit der Bürger ist eine der wichtigsten Maßnahmen der europäischen Freizügigkeit, aber diese ist begrenzt und muß bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Der Bürger, der in ein anderes Land zieht muß in der Lage sein sich selber zu versorgen.

    Die Richtlinie erkennt das Recht eines Staates darauf einem in seinem Gebiet lebenden EU-Bürger den Aufenthalt zu entziehen, wenn eine Person zu einem „unzumutbare Belastung für die Sozialhilfe“ wird, eine Notion [Kann-Bestimmung] nach dem Ermessen der Mitgliedstaaten. Belgien hat beschlossen, diese Regel anzuwenden und seit Beginn des Jahres die Aufenthaltserlaubnis von 1224 europäischen Staatsangehörigen zurückgenommen, gab zu die Staatssekretärin für Einwanderung und Asyl, Maggie De Block, befragt von MP Ecolo Zoé Genot. Es sind schon 300 [Fälle] mehr als im ganzen Jahr 2011 …

    Da ist zum Beispiel der Fall einer französischen Frau, Mutter von zwei Kindern, die seit 10 Jahren in Belgien wohnt und deren Aufenthaltserlaubnis annulliert wurde.
    […] “

    RTBF ist ein renommierter belgischer Sender.

    • Michele sagt:

      Hoppla, es tut sich scheins was…in Belgien (Brüssel), der Zentrale der europäischen „Solidarität“

      Solidarität auf Bürger auszudehnen, wo käme man dahin, man ist doch bereits mit der Schulden-Solidarität überfordert. 🙂

    • winfried.trautsich sagt:

      Gespart wird bei denen, die sich nicht
      wehren koennen.

      Nicht bei den Banken, den Verursachern!

  9. guantanamera sagt:

    Ich frag mich, wie man heutzutage immer noch so verblödet sein kann, CDS zu ordern.

    Langsam sollte man wissen, dass diese nie fällig gestellt werden, da die ausgebenden Institute sonst automatisch pleite wären.

    Gleichzeitig sind diese auch noch die Entscheider, ob der Versicherungsfall eingetreten sei. Die sind doch nicht so dumm sich selbst in die Pleite zu fahren.

    • Raus aus Deutschland sagt:

      Den letzten beissen die Hunde und das werden NICHT die Banken sein. Selbstverständlich zahlst DU am Schluss mit Deinem letzten Hemd für alles, hehehe. Oder hast Du das Spiel noch nicht verstanden?

      • otto936 sagt:

        Die Wähler haben das noch nicht verstanden. Treudoof wählen sie weiter die neoliberale Einheitspartei samt deren Staatsratvorsitzender Angela die Wendige.

        Demnächst, im Herbst 2013, wieder live zu bestaunen.

        Aber was machts, der Crash kommt so oder so. Dann eben später – und etwas teurer.

      • guantanamera sagt:

        Ich hab das Spiel sehr wohl verstanden. Und dennoch steckt gehörige Dummheit dahinter. Sollten z. Bsp. CDS für Italien tatsächlich fällig gestellt werden, so hiesse das, dass Italien offiziell insolvent ist. Da ginge es dann um Summen, die nicht einmal der ESM aufbringen könnte.

        Und sollte er das dennoch tun mit frisch gedrucktem Geld wäre die Hyperinflation am Laufen. Nein. Die Dimensionen sind einfach zu gross, als dass man sich mit CDS absichern könnte. Selbst im Fall Griechenlands sind CDS in mehrfacher Höhe (hab die Zahlen nicht mehr im Kopf) der tatsächlichen Staatsschulden am Laufen. Es gab darüber aufschlussreiche Artikel sowohl hier als auch ironischerweise in einer Springer-Gazette (Welt).

        Der nächste Schritt in der Bankenrettung werden Kapitalverkehrkontrollen sein. Auch dann nützen die CDS nicht mehr viel, wenn das ergaunerte Geld den Inflationsraum Eurozone nicht mehr verlassen darf.

        Gier macht dumm. Anders kann ich mir das nicht erklären.

    • hunter sagt:

      Das ist eine „heiße Kartoffel“, die einfach weitergegeben wird – die Zocker wissen das. Am Ende zahlen die Bankkunden (Sparer) und natürlich die Steuerzahler.

    • Anke sagt:

      Beim Schuldenschnitt Giechenlands wurden CDS fällig und bezahlt.

    • F9999 sagt:

      Das ist den CDS Käufern aber egal. Denn wenn die herausgebende Bank den Versicherungsfall erklären muss und daran pleite zu gehen droht, wird diese kurzerhand verstaatlicht oder wie auch immer gerettet, da dieses Institut doch so „systemrelevant“ ist und dieser Vorgang dann „alternativlos“ ist. Siehe AIG.

  10. Dagmar sagt:

    „Die großen Banken wetten verstärkt auf eine Pleite Italiens. Im zweiten Quartal erhöhten sie deutlich ihre Absicherungen für italienische Staatsanleihen, die sich in ihren Büchern finden. Die Ausfallversicherungen für Italien haben deutlich angezogen.“

    Hat Mutti nicht schon zu Beginn der Bankenkrise getönt, das die Banken an die kurze Leine gehören?

    Und was tat unser aller Lichtgestalt, Merkel, jou, richtig, nixx.

    • Anke sagt:

      Im Artikel steht, dass die Banken die CDS zur Absicherung kaufen. Eine Wette ist das nicht. Deshalb kommt das Wort auch nur in der reißerischen Überschrift vor. Damit die Leute darauf hereinfallen.

    • Emil sagt:

      Profiteirt warscheinlich mit davon.

    • Bernd das Brot sagt:

      Ja und was tut unser runder SPD- Schattenspender Siegmar Gabriel?
      Welt online: „Gabriel für deutschen Strategiewechsel in der Krise“.

      SPD-Chef Sigmar Gabriel setzt sich für einen Kurswechsel in der Euro-Politik ein. Er fordert eine gemeinschaftliche Haftung für die Schulden aller Euro-Staaten. Dafür will er das Grundgesetz ändern.

      Er plädiere für eine offene gemeinschaftliche Haftung für die Schulden aller Euro-Staaten bei gleichzeitiger strenger gemeinsamer Haushaltskontrolle, sagte er der „Berliner Zeitung“.

      Dafür müsse ein Verfassungskonvent eine Grundgesetzänderung erarbeiten, die dann den Bürgern in einer Volksabstimmung vorgelegt werde.

      Hier ist eigentlich auch für den Dümmsten ersichtlich, das es wohl eher um eine Grundgesetzänderung unter einem Vorwand geht. Denn es wird niemals, eine offene gemeinschaftliche Haftung für die Schulden aller EURO- Staaten geben.

      Denn, haften kann nur der, der mit etwas haften kann! Der auch etwas zum Haften hat! Das sind bereits die Staaten nicht mehr, die heute Kredite und Bürgschaften kriegen. Haften kann nicht, Griechenland, Portugal, Irland, Italien, Spanien, Zypern, Belgien und Andere. Frankreich wohl auch nicht, es hat selbst sehr große Probleme. „Nur fünf der Krisenländer, haben 9 Billionen Bankenschulden“. Wer könnte denn haften? Vielleicht noch, Deutschland, aber nur mit völliger Selbstaufgabe. Holland, Finnland und Österreich. Für 9 Billionen EURO? Gabriel, hält die Menschen anscheinend nur noch für blöde. „Bei einer gleichzeitig strenge Haushaltskontrolle“. Dies bei Staaten, wie GR., die noch nicht einmal ein funktionierendes Steuersystem haben. Ein ähnliches, wurde nun auch Spanien bescheinigt. Was könnte man da wohl noch kontrollieren? Und, was sind denn wohl die Maastricht Kriterien? Da steht alles drinnen, wie es in Europa funktionieren soll. Völkerrechtlich wirksam ist, nach wie vor, auch die „No- Bail Out“ Klausel. Die gemeinsam von allen Parteien, die im Bundestag vertreten sind, verleugnet wird und dabei ist die SPD ganz weit vorne. Die SPD, ist nur die verschlimmerte Version der CDU. Und macht mittlerweile eine Politik, des Probleme unter den ESM- Teppich zu kehren. „Welch eine Alternative, für Deutschland“.

      Was soll denn in seiner Grundgesetzänderung tatsächlich geändert werden? Es wird wohl etwas ganz anderes sein, das versteckt niemandem zur Kenntnis gelangen soll. Gabriel will eine „Verfassung“ ändern, die wir gar nicht haben. Wir haben ein Grundgesetz. Und die Bürger waren und sind, durch dieses, aufgerufen, sich erst einmal eine Verfassung zu geben! Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, das unser Wahlgesetz verfassungswidrig ist. Mit allen Folgen, die daraus resultieren. Denn, wenn die Wahl zum Bundestag als verfassungswidrig erkannt wird, wie verfassungsgemäß, ist dann die Regierung zustande gekommen? Wie verfassungsgemäß der Bundestag und daraus resultierend der Bundesrat? Muss hier wieder geklagt werden um endgültig die „Regierung“ aus dem Amt zu jagen, die nach meiner Meinung, nach Bekanntgabe des Urteils, nur noch illegal im Amt ist?

      Die, nach wie vor, Gesetze durch den Bundestag jagt, als gehe sie das alles gar nichts mehr an. „Als sei das Parlament, der Bundestag, schon abgeschafft“.

      Als dieser, sich am 29. März, zum Ersten male, zur Beratung über den ESM zusammenfand, fehlte in den Abstimmungsunterlagen, der Bundestagsabgeordneten, der vollständige Teil, über die Beteiligungsrechte des Bundestages, beim ESM.

      • Else Kling sagt:

        Die Regierung ist definitiv illegal im Amt PUNKT Aus dem Urteil des BVG ergeben sich natürlich sehr weitreichende Folgen, die jedoch überall totgeschwiegen werden! Die Mafia hat es jedoch auch niemals interessiert, dass sie niemals von den Menschen gewählt worden ist. Da es sich von vornherein um ein undemokratisches und kriminelles System handelt, spielt der äußerliche Schein nun auch keine Rolle mehr. Diese BRD ist nichts weiter als eine Bananenrepublik! Zahlt keine Steuern mehr, es gibt kein gültiges Gesetz dafür!