Deutsche Industrie: Auftragseingänge stark rückläufig

Überraschend sind im Juni die Aufträge der deutschen Industrie deutlich um 1,7 Prozent zurückgegangen. Zuletzt wurde ein solcher Rückgang im November vergangenen Jahres verbucht. Das Geschäft mit der Eurozone ist um knapp 5 Prozent zurückgegangen. Besonders die Produzenten von Vorleistungsgütern wie Stahl oder Chemie waren betroffen.

Die weltweite Rezession wird immer deutlicher auch in der deutschen Wirtschaft spürbar – besonders die Industrie ist betroffen. Im Juni sind die Auftragseingänge in der Industrie saisonbereinigt gegenüber Mai um 1,7 Prozent zurückgegangen. Die Erwartungen lagen bei einer Abschwächung von einem Prozent. Damit erlebte die deutsche Industrie im Juni den größten Rückgang der Bestellungen seit November vergangenen Jahres, wie das Bundewirtschaftsministerium mitteilte.

Sowohl im Inland (-2,1%) als auch im gesamten Ausland (-1,5%) ging die Nachfrage zurück. Allein in der Eurozone sank die Nachfrage um 4,9 Prozent. Im Mai war hier noch ein Plus von 8 Prozent verbucht worden. Am stärksten waren die Produzenten von Vorleistungsgütern wie Stahl oder Chemie betroffen. Hier fielen die Aufträge um 3,2 Prozent.

Kommentare

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  1. khaproperty sagt:

    Bereits nach den Beschlüssen zu den keynes`schen Staatsprogrammen für die krisenüberdeckenden Strohfeuer seit 2008/9 war abzusehen, daß es abwärts gehen mußte, nachdem diese weltweit abgebrannt sein würden. Also, wenngleich ein wenig verlängert durch Notenbankliquidität, etwa so nach drei Jahren oder vier. Also jetzt.

    Nun geschieht, was geschehen mußte. Nichts sonst.

  2. x sagt:

    Die ach so großartigen Exporterträge werden ja ohnehin seit geraumer Zeit zu einem Großteil von der Bundesbank (TARGET2) und damit letztlich vom „Steuerzahler“ geschultert.

    Ich kann mir gut vorstellen – und die offiziellen Stimmen dazu mehren sich ja schon – dass es bald eine Art Reichensteuer bzw. offizielle Enteignung geben wird. Das wäre im Grunde auch ein notwendiger und noch relativ schmerzloser Schritt, wenn man es denn richtig machen würde. Da aber die Regierung vollkommen unfähig handelt, wird aus diesem Schritt vermutlich nichts gewonnen werden, denn man wird versäumen, die Sache in Kombination mit einem vernünftigen, tragfähigen Neuanfang mit Schuldenschnitt und Währungsreform umzusetzen, aber die Kohle wird man sicherlich wieder für unsinnige „Rettungsschirme“ an Pleitestaaten rauswerfen, damit bloß die bittere Wahrheit noch ein Weilchen aufgeschoben werden kann

    Wenn dann auch hier nichts mehr zu holen ist, dürfte die EZB einspringen und letztlich eine Hyperinflation verursachen und dann ist die Kohle ganz weg – wobei natürlich auch die Flucht in Sachwerte schon lange läuft.

    Und wenn ich hier nun auch dafür gesteinigt werden, so finde ich doch, dass 250.000eur Jahreseinkommen schon recht stattlich auf mich wirken und man davon durchaus einen ordentlichen Anteil streichen könnte, um einen Neuanfang zu machen – dann aber wie oben ausgeführt auch vernünftig. Und natürlich dann die wirklich reichen noch sehr viel mehr bluten lassen. So flach und blöd es klingt, wenn man von „viel Geld“ noch die Hälfte durch eine Jahrhundertkrise rettet, wird man nicht hungern, sondern sollte sich den Mund abputzen und weiter machen.

  3. Stefan Wehmeier sagt:

    „Überraschend sind…“

    Die größte Überraschung ist immer die Bewusstwerdung der eigenen Dummheit:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/08/behandlung-eines-privatpatienten.html

  4. werner sagt:

    wo hat die redaktion das denn wieder wort für wort abgeschrieben ohne den verstand einzuschalten?

    es muß doch einem redakteur bei all den nachrichten auffallen, das da nix überraschend ist, wenn rundum die wirtschaft kollabiert, d zu 60% in diese länder exportiert und dann zeitverzögert die wirtschaft in d eins auf die Nase kriegt.

    sind denn nur noch schreiberlinge am werk, die ihr hirn bei arbeitsbeginn beim portier abgeben?

    lausige medienwelt!

  5. Dasein sagt: