Neuer Rekord in Spanien: 2272 Insolvenzen in 3 Monaten

Die Insolvenzen von spanischen Unternehmen und Familien sind im zweiten Quartal auf einen neuen Rekordwert gestiegen: 2.272 Konkurse wurden gemeldet. 28,6 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2011. Und fast 31 Prozent der Pleiten wurde im Bausektor verzeichnet.

Die tiefe Rezession Spaniens zeigt deutliche Auswirkungen auf die finanzielle Situation spanischer Unternehmen. Wie das Nationale Statistikbüro INE berichtet, wurden unter den spanischen Unternehmen und Familien im zweiten Quartal 2.272 Insolvenzen gemeldet – ein absoluter Rekordwert. Das entspricht einer Zunahme von 28,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im ersten Quartal des Jahres lag die Zahl der Pleiten bei 2.224.

70 Prozent der Insolvenzen zwischen April und Juni entfielen auf kleine und mittelständige Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 2 Millionen Euro. 30,8 Prozent aller Unternehmen, die im zweiten Quartal Konkurs anmeldeten, waren im Bausektor tätig. Die aktuellen Daten der Statistikbehörde weisen darauf hin, dass insgesamt in diesem Jahr die gemeldeten Insolvenzen deutlich höher ausfallen werden als im vergangenen Jahr. Mit 6.755 Pleiten im Jahr 2011 wurde bereits damals die höchste, jährliche Zahl von Insolvenzen seit Beginn der Aufzeichnung des INE verzeichnet.

Kommentare

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  1. hunter sagt:

    „Neuer Rekord in Spanien: 2272 Insolvenzen in 3 Monaten“
    Das ist die normale Marktbereinigung – Kreditjunkies gehen unter.

  2. Olaf sagt:

    Das spanische Insolvenzrecht ist nicht mit dem deutschen zu vergleichen, so waren con den kompletten Konkursen knapp 2000 freiwillig, was aber insgesamt an der Lage in Spanien nichts ändert.
    Wen es interessiert, hier gibt es eine Liste, auf der die Insolvenzanträge nach Regionen aufgeführt sind: http://spanien-inside.com/konkurse-spanien/

    Auffallend ist, dass die meisten Insolvenzen aus Katalonien und Valencia kommen und auch, dass die Mehrheit wieder einmal im Immobiliensektor beheimatet ist / war…

    • Atreides sagt:

      Klar, wenn es keine Kredite / Hypotheken gibt, kaut auch keinet Immobilien. Schon allein für 15.000 EUR für Büroinvestitionen verlangen die Banken Papiere, die man früher nie verlangt hätte. Wie will man da die Wirtschaft ankurbeln? Vor noch 6 Jahren bekam man solche Beträge in 4 Tagen ohne weietere Papiere als die letzte Steuererklärung.

      • hunter sagt:

        „Wie will man da die Wirtschaft ankurbeln?“

        jedenfalls nicht auf Pump

        • Saila sagt:

          Fakt ist – es kann sich jemand nur das leisten, was er an Sicherheiten hinterlegen kann. Ansonsten gibt es nichts und da hat die Ankurbelung der Wirtschaft relativ wenig zu melden.
          Würde genau das eingehalten, gäbe es derzeit nicht dieses Desaster in der EU mit dem EURO.

  3. Dasein sagt:

    Kein Ende der Gier: Sind die Banken noch zu retten? | quer | Bayerisches Fernsehen | ARD

    http://www.youtube.com/watch?v=CzYUl5hoFkc&feature=player_embedded

  4. Saila sagt:

    Als wären Rekorede bei Insolvenzen erwähnenswert. Mießer kann man Nachrichten wohl nicht mitteilen.
    Man könnte wie G.N. bereits erwähnt hat, auch die deutschen Insolvenze erwähnen. Da würde man Spanien noch schlagen!

  5. G.N. sagt:

    Im ersten Jahr nach der uns alle befruchtenden Umsetzung von Gummistiefel Schröder und seiner super Idee „Agenda 2010“ gingen alleine in Deutschland 45.000 Unternehmen pleite!
    Das wiederholte sich so in den nächsten Jahren stänig wieder. Noch heute leiden wir darunter. Es gehen noch immer reihenweise Unternehmen den Bach runter, wenn auch nicht mehr in diesem großen Ausmaß!