Spanien und Italien: Immobilien-Markt bricht zusammen

Der Markt für Gewerbe-Immobilien in Spanien und Italien ist im zweiten Quartal kollabiert. In beiden Ländern zusammen wurden in drei Monaten nur fünf Verkäufe registriert. Anfang des Jahres waren es noch je über 50 Immobilienverkäufe. Die Käufer bleiben wegen der instabilen Lage des Euros aus.

Die Märkte für Geschäftslokale und Büroimmobilien in Italien und Spanien sind zusammengebrochen. Wegen der Angst vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone wurden in den beiden Ländern in den vergangenen drei Monaten kaum Immobiliengeschäfte mehr abgeschlossen. In Spanien wurden wurden zwischen April und Juni gerade einmal drei Immobilienkäufe registriert.

Im Quartal davor waren es noch 58 gewesen. In Italien verkaufte man im zweiten Quartal nur noch zwei Bürogebäude. Im Vorquartal waren es hier 56 Immobilien gewesen. Dies berichtet die FT mit Hinweis auf Real Capital Analytics (RCA).

Demnach sei auch der Wert der gehandelten Immobilien stark gesunken. Im zweiten Quartal wurden in Spanien gerade einmal 67 Millionen Euro für Büros und Geschäftsräume ausgegeben. Im erstn Quartal waren es um 74 Prozent mehr: 260 Millionen Euro.

„Die erhöhte Risikoaversion insbesondere bei grenzüberschreitenden institutionellen Investoren hat zu einem fast vollständigen Zusammenbruch der Zukäufe in Südeuropa geführt“, sagt Joseph Kelly, Chef des Analyseunternehmens RCA.

Der Zusammenbruch des Immobilienmarktes zeigt die Angst der Anleger, in angeschlagenen Eurostaaten Sachanlagen zu besitzen. Zu groß ist inzwischen das Risiko eines Auseinanderbrechens der Gemeinschaftswährung. Dies würde die Immobilien für internationale Investoren stark entwerten.

Auch auf Kapitalmärkten für Staatsanleihen setzt sich die Angst vor einem Euro-Ende fest. Investoren sind bereit, für deutsche Anleihen immer mehr zu bezahlen anstatt eine Rendite kassieren zu können.

Kommentare

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  1. Kassandra sagt:

    Kassandra sagt

    … und ist es Wahnsinn, so hat es doch Methode. In der letzten Sylvesternacht hat Obama (wenn auch mit ungutem Gefühl, aber er hat doch) die Bürgerrechte seines Landes („Bill of Rights von 1789) außer Kraft gesetzt und die Verfassung gleich mit. Alles ohne öffentliche Diskussion und Bekanntgabe. („Gesetz zur Genehmigung des Verteidigungshaushaltes 2012 – NDAA 2012, H.R. 1540)
    Die meisten US-Bürger wissen es wahrscheinlich immer noch nicht. Und dabei hatten die USA doch die schönste Verfassung aller Länder. Jeder Bürger kann jetzt ohne Anklage jederzeit und unbegrenzt in Militärgefängnissen inhaftiert werden. Praktisch ist jeder unbescholtene Bürger völlig rechtlos. Und noch so einige Nettigkeiten mutet er den Bürgern zu.
    Das macht das Regieren so einfach.
    Das macht Schule.
    Noch Fragen?

  2. fredolfo sagt:

    Seit Jahrtausenden immer das gleiche Szenario- GELD – sehr viel Geld , mit denen ,heute heissen sie “ BANKER !“ gut umzugehen haben denn , es gehört überwiegend dem Volk ! Was ist immer geschehen und was geschieht heute ? Das Geld wird verjubelt auf Teufel kommraus !Wenn es dann in die Hosen gegangen ist , und es ist ! dann wird darüber gelächelt , ob Banker-Politiker und auch der kleine Mann , doch der nur ungläubig , wegen soviel Brutalität , wie damit umgegangen wird. Auch ich bin ein sehr aufmerksamer Leser einer Vielzahl von Artikeln von Herrn Ulfkotte , doch verwundert es mich immer wieder , das so viele kluge Köpfe, die in jeder nationalen Partei , auch in den anderen Partein sich rumtummeln und schaut man sich Deutschland an , es passiert nichts, aber auch rein garnichts , ausser , das die Menschen anfangen , an nichts mehr Interesse zu haben denn , die grossen Sorgen um die tägliche Existenz bringt zu anderen-wichtigen-Dingen rein gar kein Interesse hervor !