Insolvenz: Deutscher Photovoltaik-Hersteller kündigt alle Mitarbeiter

Der insolvente Hersteller von Solar-Modulen, Sovello, stellt Ende August die Produktion in Deutschland ein. Er wird alle 1.000 Mitarbeiter kündigen, nachdem das Unternehmen bereits im Mai in die Insolvenz geschlittert war.

Ab dem 27. August lässt das Photovoltaik-Unternehmen Sovello die Produktion ruhen, teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Bis zuletzt, so die Mitteilung, hatte der Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther versucht „den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. „Die Liquiditätssituation des Unternehmens war aber bereits bei Insolvenzeröffnung so zerrüttet, dass kaum noch Spielraum blieb“, zitiert Sovello den Insolvenzverwalter. Die Umsätze seien auch in den vergangenen Wochen weiter stark zurückgegangen. Ein großer Teil der Mitarbeiter müsse deshalb zum 31. August gehen.

Der Mitteldeutschen Zeitung sagte Lucas Flöther: „Allen 1000 Beschäftigten wird gekündigt“. Auf Nachfrage der Deutschen Wirtschafts Nachrichten bestätigte der Sprecher des Insolvenzverwalters, dass letztlich alle Mitarbeiter gehen müssten. Nachdem ein großer Teil der Mitarbeiter Ende August gehen wird, werden jedoch einige Beschäftigte „erst einmal bleiben, für die Verwaltungsarbeiten und die Pflege des Maschinenparks beispielsweise“, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. „Sozialplan und Interessenausgleich wurden bereits mit dem Betriebsrat verhandelt und sind unterschrieben“, heißt es in der Pressemitteilung. Auffangmaßnahmen für die gekündigten Mitarbeiter werde es aber nicht geben, da es hierfür keine finanziellen Spielräume gebe, so der Sprecher des Insolvenzverwalters.

Sovello befand sich früher im Anteilsbesitz des mittlerweile insolventen Solarkonzerns Q-Cells und des norwegischen Solar-Unternehmens Renewable Energy. Mitte Mai meldete sich Sovello zahlungsunfähig. Zunächst wurde eine Sanierung mit dem bisherigen Management versucht. Die dramatische Verschlechterung der Situation des in den zwei Monaten bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens veranlasste jedoch das zuständige Amtsgericht, Lucas Flöther als Insolvenzverwalter einzusetzen.

Kommentare

Dieser Artikel hat 13 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Bernd Katter sagt:

    Sag einmal, spinn ich.
    Im vorigen Artikel wird davon geredet, dass Autohersteller staatlich finanziert werden sollen, aber Unternehmen, welche umweltfreundlich argieren, werden einfach stehen gelassen und ausgerottet. Und wieder 1000 Menschen ohne Arbeit….ich freu mich auf die Zukunft!

  2. Bine sagt:

    Bei dem Himmel voller Chemtrails braucht man sowieso keine Solarzellen mehr.

  3. Thomas Lutz sagt:

    Tja das nennt man also Solar Milenium …
    Es gab einige Imperien die lange gehalten haben, zb das Römische Reich oder das Osmanische Reich da waren es ca 1000 Jahre aber nichts was Sozialisten machen hat auch nur annähern 100 Jahre gehalten.
    Und besonders unsere ÖKo Sozialisten scheinen sehr an Visionen und Phobieen zu leiden.
    Wie sollte man sonst erklären können das gleich ein Millenium also Millonen von Jahren Solarer Zukunft ausgerufen wurden.

    Es ist einfach nicht mit der Physik vereinbar unsere Energieversorgung auf unsteten Quellen von geringer Energiedichte aufzubauen.

    Abropos Energiewende, Ich denke hier übt sich jemand nicht in Physik sondern in Metaphysik.
    Man rate an wen Ich hier denke.