Obama: Griechenland muss bis zur US-Wahl in der Eurozone bleiben

US-Beamte fürchten, ein Ausscheiden Griechenlands könnte die Wiederwahl von Präsident Brack Obama gefährden. Daher werden die europäischen Regierungschefs derzeit dazu gedrängt, keine zu gravierenden Maßnahmen zu setzen.

Barack Obama sucht seit einigen Monaten immer wieder das Gespräch mit europäischen Regierungschefs. Die Verbindung zu Francois Hollande ist stark und am Mittwoch gab es eine Telefonkonferenz mit David Cameron. Die Ausweitung der Schuldenkrise ist auch in den USA zu spüren, wenngleich die USA genügend hausgemachte Probleme haben. Dennoch hätte Barack Obama lieber noch vor der Präsidentschaftswahl im November eine Verbesserung in Europa. Der häufige Kontakt zu den EU-Regierungschefs hat aber auch ein ganz konkretes Ziel.

Die Obama-Administration setzt die europäischen Regierungen unter Druck, einen Austritt Griechenlands nicht vor dem Ende der Präsidentschaftswahl in den USA zuzulassen. Das berichtet der britische Independent mit Verweis auf britische Regierungsquellen. Im Oktober wird der Troika-Bericht erwartet, der alles andere als rosig aussieht. Erst danach wollen die Regierungschefs über das weitere Vorgehen beraten.

Die amerikanischen Beamten seien besorgt, so der Independent, dass Griechenland, wenn es keine weitere Tranche aufgrund des nicht erreichten Defizit-Zieles erhält, automatisch aus dem Euro ausscheiden würde und das wäre dann womöglich kurz vor der Präsidentschafts-Wahl. Die US-Beamten drängen die Regierungen der Eurozone, vor diesen Wahlen keine drastischen Maßnahmen anzuwenden. Aus Angst, eine daraus resultierende Destabilisierung des Marktes würde Obamas Wiederwahl gefährden. Sie setzen darauf, dass die EU eher mit Obama sympathisiere als mit Mitt Romney, der sich eher aus den Verbindungen zur EU zurückziehen würde.

Der britische Telegraph berichtet gerade, dass es Spekulationen an den Märkten gibt, dass das deutsche Finanzministerium plane, Griechenland vorübergehend aus der Eurozone zu entlassen.

Kommentare

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  1. saito sagt:

    Es geht um die großen Öl- und Gasvorkommen in der Ägäis, die sich die USA sichern wollen. Bill Clinton arbeitet für eine US-Firma, die das Gebiet ausbeuten will.Es wird vermutet, daß dieses Gebiet zu bedeutend wird, wie heute der Persische Golf-
    Auch gibt es Zwist zwischen den anliegenden Staaten und die USA wollen natürlich das Sagen haben.
    Ein interessanter Bericht ist dazu auf globalresearch.ca von William Engdahl auf Deutsch zu finden.

    Mit freundlichen Grüßen