Chinas Präsident Wen über Eurokrise: „Auch ich bin beunruhigt“

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao fordert „umfassende Maßnahmen“ der europäischen Staaten im Kampf gegen die Eurokrise. Wen fürchtet die schweren Folgen der Eurokrise für den Rest der Welt. Chinas Sorge um Europa dürfte vor allem durch die starken wirtschaftlichen Verbindungen zu erklären sein.

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao machte beim Treffen mit Merkel kein Geheimnis aus seiner Sorge über die globalen Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise. „Kürzlich hat sich die europäische Schuldenkrise wieder verschlechtert, was Anlass zur Sorge bei der internationalen Gemeinschaft ist. Ehrlich gesagt, bin ich auch beunruhigt“, erklärte Wen der Presse am Mittwoch.

Er betonte, dass die Krise noch lange nicht überwunden sei und vor allem Italien, Spanien und Griechenland an den Reformen festhalten müssten. Von diesen Ländern erwarte er „umfassende Maßnahmen“ zur Bekämpfung der Schulden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. „Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise und der europäischen Schuldenkrise auf die Welt verstärken sich“, so Wen weiter.

In die Maßnahmen miteinbezogen werden wollen die Chinesen nicht. Wie schon im vergangenen Jahr soll Merkel auch bei diesem Besuch in Peking versuchen, Staatsanleihen von Spanien und Italien an den Mann zu bringen. China fand die Südstaaten-Bonds allerdings schon damals zu riskant, was sich bis jetzt nicht geändert haben dürfte. Zudem steht China derzeit womöglich selbst kurz vor einer Krise.

Kommentare

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  1. Saila sagt:

    Mir ist nun der aktuelle Sachverhalt zu Deutschland und China bezüglich „China ist ein dritte Weltland“ nicht bekannt. Somit entfällt mir uach der Stand, ob Deutschland nach wie vor 80 Mil. EUR nach China pumpt, was minnd. die letzten 10 Jahre auf Grund dieser Tatsache erfolgte.

    Es ist auch gut vorstellbar, dass China lediglich deutsche Staatsanleihen kaufen würde, sofern erforderlich.

    Das China keine italienische oder spanische und schon gar nicht grichische Staatsanleihen kauft, ist augenscheinlich nachvollziehbar auf Grund der damit verbundenen Risiken. Insbesondere des Totalverlust. Für Griechenland könnte zumindest im Hintergrund doch noch Interesse bestehen auf Grund der Ölfelder und somit wäre eine Absicherung beim Kauf von Staatsanleihen gut möglich.

    Insofern ist es zwar korrekt, wenn Wen beunruhigt ist. Allerdings teilt er damit auch lediglich die Stimmungslage von Europa. Was für ein toller Bereicht – den hätte man sich auch sparen könnnen ………………………………………

  2. frank sagt:

    italiener würden bei der rendite ihre bonds sowieso nicht verkaufen!

  3. bendix sagt:

    Meiner lautet, wo ist er denn? Und warum?

    • bendix sagt:

      DMN, was war an meinem Artikel von gestern Abend falsch?
      Wenn keine Antwort kommt, ok lmaA.

      • redakteur sagt:

        Man kann in diesem Form Merkel nicht als eine der größten Lügnerinnen Europas bezeichnen. Bitte um sachliche Kritik, auch wenn die Emotionen hochgehen. Danke, die Redaktion

        • bendix sagt:

          Danke für die Reaktion der Redaktion.
          Ich korrigiere meinen Beitrag es muß lauten, “ die größte Lügnerin Europas “ und sachlicher könnte diese Bezeichnung nicht sein.
          Wenn Sie einer Schafherde begegnen sagen Sie wohl auch, na ihr süßen kleinen Kätzchen? Erst denken, dann lenken!
          Ich bin etwas entäuscht, mfG.

  4. ratlos sagt:

    „Die deutsche Großindustrie und die Banken sind die einzigen Profiteure des Euro.“ sagt Heiko Schrang in seinem Interview, in welchem sich auch andere unbequeme Wahrheiten über den Euro, die Politiker und deren Schwächen finden.

    http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/145/11-fragen-die-die-deutschen-bewegen.php

    Er spricht damit so manchem aus der Seele.

  5. Matthes sagt:

    Herr Wen erwartet „Umfassende Massnahmen zur Bekämpfung der Schulden“. Da hätte er aber Frau Merkel klarmachen müssen, dass er darunder nicht versteht, dass sich die EU über ihre Rettungsschirme noch immer stärker verschuldet. Dass das wohl der falsche Ansatz zur Bekämpfung der Schulden ist. Vielleicht wäre sparen besser. Aber tun und nicht nur darüber reden.