Weltbank: Lebensmittel-Preise dramatisch gestiegen

Die Nahrungsmittelpreise sind innerhalb eines Monats durchschnittlich um 10 Prozent gestiegen, warnt der Präsident der Weltbank. Besonders Mais und Soja hätten historische Höchststände erreicht. Das bedrohe die Gesundheit und das Wohlergehen von Millionen Menschen.

Die enorm gestiegenen Preise für Nahrungsmittel haben ein gefährliches Hoch erreicht, warnt der Weltbank-Präsident Jim Ying Kim. „Die Lebensmittelpreise sind wieder stark gestiegen und bedrohen die Gesundheit und das Wohlergehen von Millionen von Menschen“, sagte er in einer Mitteilung der Weltbank. „Afrika und der Nahe Osten sind besonders gefährdet, aber auch Menschen in anderen Ländern, wo die Getreidepreise jäh in die Höhe gegangen sind.“

So seien nach dem jüngsten Nahrungsmittelbericht der Weltbank die Nahrungsmittelpreise allein von Juni auf Juli durchschnittlich um 10 Prozent gestiegen. Mit einem Plus von 25 Prozent und 17 Prozent erreichten Mais und Soja einen historischen Höchststand. Dies seien jedoch nur die durchschnittlichen Werte. Bestimmte Länder seien extrem stark betroffen. In Mosambik beispielsweise ist der Preis für Mai um 113 Prozent gestiegen. In der Sahelzone und in Ostafrika seien die Preise für Hirse rasant angestiegen. „220 Prozent in Südsudan und 180 Prozent im Sudan zum Beispiel“, teilte die Weltbank mit.

Der Preis für Reis sei um 4 Prozent gefallen. Aber die Asiatische Entwicklungsbank warnte erst kürzlich vor einem Preisschock, falls es wieder zur Errichtung von Exportschranken und Panikkäufen käme. Zwar rechnet die Weltbank noch nicht mit solchen Entwicklungen, aber die „Märkte achten sehr sorgfältig, wie sich Ex- und Importeure verhalten“, heißt es in der Mitteilung.

Neben der verheerenden Dürre in den USA, die zu Verlusten bei der Mais- und Sojaernte führte, habe beispielsweise auch die extreme Hitze in Russland, der Ukraine und in Kasachstan die Weizenernte verringert. Doch das letzte Wort sei noch nicht gesprochen, so die Weltbank. So blieben etwa das Ausmaß und die Dauer von El Niño noch ungewiss. Dieser könnte zu Überschwemmungen in Argentinien und weiteren Dürren wie etwa in Australien führen.

Kommentare

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  1. Nostradamus sagt:

    Weltbank warnt !!!!!

    Das ist ja zum lachen…die Freßbörsen die dieses Desaster verursachen gehören einfach eliminiert.

    Dann ist es endlich vorbei mit der ewigen Preistreiberei !

    WER bestimmt denn Lebensmittelpreise – gierige Abzocker die aus der NOT ein glänzendes Geschäft machen !

    Kippt ich China ein Sack Reis um – dann werden auf Verdacht gleich die Fleischpreise angehoben es könnte ja sein dass dann mehr Fleisch gegessen wird !

    WANN WIRD die MENSCHHEIT endlich mal WACH und steht auf und wählt diesen MÜLL endlich ab !

    VOLKSABSTIMMUNG deshalb wird diese nicht zugelassen !

    Es könnte ja sein, daß dann die die immer schon am Freßnapf der NATION hocken plötzlich nicht mehr da sind !

  2. tomorrow sagt:

    Das ist jetzt der Aufruf, schnellstens Monsanto-Aktien zu kaufen.
    Wenn es vielen Menschen an Nahrung fehlt, ist es naheliegend, damit ein großes Geschäft zu machen. Oder Schei…t man auf die Leute und tut nur so, als wollte man helfen?

    Es gibt weltweit organisierte Unternehmen und Hilfsorganisationen, die das Elend und den „Hunger im Griff“ haben. Das sollte reichen. Im Grunde erwarten die Menschen weniger als die notleidenden Banken. Sie sterben glücklich, einfach in der Natur.
    Asche zu Asche, Staub zu Staub. Hauptsache ist, ein Dollar macht satt.

  3. Saila sagt:

    Tja – da kann ein Weltbank-Präsident warnen so viel er will, ändern wird eine Warnung rein nichts. Im Gegenteil – je weniger Resourcen, desto mehr steigende Preise. Da wird auch ein Weltbank-Fuzi rein gar nichts ändern!

    Seit 2009 sind Politiker mit lauthalsen Äußerungen wie „Derifate müssen verboten werden“ oder „Derivate werden verboten“ der nachfolgenden Umstzung ihrer Worte (wie immer) schuldig geblieben. Rein nichts wurde getan in diesem Bereich. Es ist sehr fraglich, warum es auf Lebensmittel wie z.B. Weizen Optionsscheine geben muss. Dieses Derivat brauch keiner, nutzt keinem (ausser der Bank oder dem Spekulaten) und führt auch zu rein nichts. Ach ja – der Zeitvertreib und der mögliche Gewinn.

    Da wären noch CDF’s, mit welchen man binnen Sekunden handeln kann. Allerdings schränken Banken da massiv ein, wenn z.B. zu viel Gewinn erzielt wird. Den in solch einem Fall, machen die Banken das CDF-Konto dicht, weil die Verluste zu hoch für die Banken sind. Durch dieses komplexere Beispiel wird klar, wer hier Geld machen will und aus welchen Gründen auch immer benötigt. Es sind Banken und auschl. Banken.
    Womit wir wieder bei der Weltbank angekommen sind. Auch eine Weltbank hat ihr Leitbild nach Außen nicht verändert, handelt jedoch genau entgegen diesem. Den – durch die Förderung und der damit verbundenen Auflagen, schaft eine Weltbank Abhängigkeiten und auch diese führen nicht immer zum Wohle des Geförderten.

    Egal wo und wie und was eine Bank (wo diese ihren Sitz hat oder was diese auch tun wird) unternimmt – solange Banken ihr Kerngeschäft verlässt und sich anderweitigen Geschäftsbereichen zuwendet, wird daraus immer eine negative Spirale, welche wiederum einen Soog erzeugt. Defakto kann man auch sagen – solange Banken ihrem Kerngeschäft nachgehen, ist es eine Bank im Sinne einer Bank. Verlässt eine Bank ihr Kerngeschäft, ist es auch keine Bank mehr und so sollten auch Banken, welche ihr Kerngeschäftsfeld verlassen auch nicht mehr Bank benannt werden und ebenfalls die Lizenz der Bank entzogen werden.
    Solange Geld erschaffen wird, welches es nicht gibt, solange wird es auch Finanzkriesen geben und solange werden auch Völker finanziell ausgeblutet!!!

    Es ist schon sehr bedenklich, wie Banken ohne Gegenwerte Geldwerte erzeugen! Und das in einem Ausmaß, welches sich keiner vorstellen möchte! Alles mit politischer Legitimation?????????

  4. J.J.Rousseau sagt:

    Die Preise sind zuerst einemal durch die Zockerverbrecher der Bankster an den Bösen gestiegen. Über die höhe der Ernte und Ausfälle wissen wir noch gar nichts. Das Problem der überhöhten Preise ist also nicht die Natur, sondern die Natur des Menschen, andere auszunützen.

  5. Klotho sagt:

    Ich denke nicht das alles es so geplant abläuft, wie von Fine angedeutet, das aber insgesamt die Lebensmittelpreise ansteigen, ist auch teiweise auf Spekulation zurückzuführen. Die Bankster haben eines neues Spekulationsfeld entdeckt, Spekulation mit Lebensmitteln, damit lassen sich grosse Profite erzielen. Je knapper die Grundnahrungsmittel, desto teurer die Produkte. Das natürlich wird zu grossen sozialen Verwerfungen in einigen Gebieten führen.
    Das Szenario Soylent Green droht, Food riots werden wieder zunehmen.

    Und das alles ist auf das Kalkül der Spekulationssadisten zurückzuführen.

    • Leser sagt:

      Ich finde es doch immer wieder traurig, wenn auch nicht überraschend, wenn manche Menschen auf die Regierungspropaganda hereinfallen. Die meisten wissen nicht einmal, was „Spekulanten“ sind und schwören Stein und Bein, so etwas niemals zu tun, obwohl sie jeden Tag spekulieren. Spekulanten wetten auf zukünftige Preisentwicklungen gegen Banken, die die passenden Derivate herausgeben.

      Wetten ändern selbstverständlich nichts am Angebot oder der Nachfrage nach $ROHSTOFF. Und nur Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. eine Wette ändert nichts daran. Wer Oddset spielt ändert ja auch nicht den Ausgang eines Spiels.

    • Fine sagt:

      Ein Blick in die Geschichte ist oftmals sehr hilfreich; besonders, wenn die Geschichte (noch immer) brandaktuell ist.

      http://media.de.indymedia.org/media/2010/02/272441.pdf

  6. Alfons sagt:

    Das ist schon ok.

    Es liegt daran, dass Feldfrüchte und andere Agrarprodukte nicht mehr dem Lebensunterhalt der Bevölkerung zugute kommt, sondern mit immensem Aufwand zu „Biosprit“ verarbeitet wird:

    Der tiefere Sinn, der Umwandlung von Lebensmittel zu Sprit …

    liegt darin, den weltweiten Markt für billige Agrarprodukte auszutrocknen um ein ökologisch, nachhaltiges Bevölkerungswachstum insbesondere in den islamischen Staaten sicher zu stellen.
    Da die Eindämmung des Islam durch militärische Maßnahmen gescheitert ist, kann sie nur durch Entzug anderer Mittel Erfolg haben.
    Beispiel Ägypten: 1960= ca. 28 Mio. Einwohner, heute ca. 82 Mio. Einwohner.
    Gleichzeitig hat es keine signifikante Steigerung der Agrarproduktion gegeben; Agrarprodukte wurde aus dem Ausland zugekauft.
    Dieser Trend muss jetzt nicht nur in Ägypten, Pakistan, sondern in allen islamischen Ländern auf ein nachhaltiges Maß zurück geführt werden.
    Die Bevölkerungszahlen sollten sich bei einer positiven Wirkung von E10 als Beispiel bei ca. 10-15 Mio. Einwohner in den nächsten 20 Jahren einpendeln; gleiches gilt analog für alle anderen islamischen Staaten.
    Selbstverständlich kann es auch zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, diese müssen in Kauf genommen werden.
    (Huntington clash of Civilisation)

  7. Fine sagt:

    Allles geplant, alles gewollt! Mit inszenierten Krisen wird Krieg geführt!
    Albert Pike hat das im 18.ten JH schon toll beschrieben in seinem Business-Plan, bzw. der Protokolle von Zion.

  8. Tom sagt:

    Mann, was erwarten diese korr.. Igno….. bei der globalen Gelddruckerei ?! Deflation ?!
    Dazu kommt noch der Ethanol-Schwachsinn und ungünstige Witterung. Wahrscheinlich kapieren sie es erst, wenn die Meute mit Fackeln und Mistgabeln vor der Tür steht.