Krise hat Deutschland bisher 390 Milliarden Euro gekostet

Zwar verschafft die Schuldenkrise Deutschland niedrige Zinsen, doch allein die Ausgaben für das Krisenmanagement sind horrend und haben bis jetzt die Verschuldung Deutschlands um 390 Milliarden Euro in die Höhe getrieben. Spaniens Rettungspaket ist hier noch nicht einmal mit einberechnet.

Auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hat die Bundesregierung nähere Auskunft über die Ausgaben für das Krisenmanagement in der Finanzmarkt- und Eurokrise gegeben. So hat das Krisenmanagement bisher die Verschuldung Deutschlands bis jetzt um 390 Milliarden Euro erhöht, berichtet die Passauer Neue Presse, der das Antwortschreiben der Bundesregierung vorliegt.

Allein die Bankenhilfen während der Finanzmarktkrise konfrontieren Bund, Länder und Kommunen bisher mit 322,5 Milliarden Euro zusätzlichen Schulden. Die Finanzhilfe für die Euroländer Portugal, Griechenland und Irland schlugen bis dato mit 67,5 Milliarden Euro zu Buche. Das 100-Milliarden-Paket für Spanien kam allerdings in der Berechnung der Bundesregierung noch nicht zum Tragen. „Da die Konditionen für Spanien noch nicht im Detail vorliegen, ist das Rettungspaket für Spanien noch nicht in der Schätzung enthalten“, teilte Hartmut Koschyk (CSU), der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, mit.

Kommentare

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  1. Werner sagt:

    Anstatt hier überwiegend rückwärtsgewandte (= reaktionäre) Tiraden abzusondern, wäre es anzuraten, sich über die wirklichen Zusammenhänge zu informieren. Zu empfehlen zu diesem Zweck ist z. B. Heiner Flasbeck (UNCTAT), der darlegt, dass die Ungleichgewichte in der EU durch Deutschland selbst hervorgerufen worden sind, indem es einseitig das vereinbarte Inflationsziel von 2% gegen die Absprache und gegen die Interessen der arbeitenden Bevölkerung u. a. durch die Agenda 2010 erheblich unterschritten hat. Hierdurch sind das übermäßige Aussenhandelsdefizit und damit die nicht tragbaren Unterschiede der Zinsen für Staatsanleihen entstanden, die eine Währungsunion zerreissen müssen.

    Einziger Ausweg aus dieser Situation besteht darin, sich an seinem Arbeitsplatz für das Nachholen seit 2000 nicht vorgenommer Lohnsteigerungen einzusetzen, die der gestiegenen Produktivität entsprechen, indem den Gewerkschaften in dieser Hinsicht Dampf gemacht wird. Damit verringern sich automatisch die Ungleichgewichte.

    Veränderungen fallen eben nicht vom Himmel, sondern verwirklichen sich nur, wenn wir unsere Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen. Internationale Solidarität anstatt Diffamierung von Lohnabhängigen in Ländern, denen es erheblich schlechter geht als uns und anstatt Parteien/Regierungen/Gewerkschaften zu tolerieren, die nicht unsere Interessen vertreten und anstatt gestrigen Nationalisten nachzulaufen, die garnichts kapieren und schon immer nur unsägliches Leid hervorgebracht haben.

  2. Fine sagt:

    Mal etwas zum Nachdenken; besonders über die vorletzte Strophe..!
    Dieses System der immer Gleichen läuft seit über 2000 Jahren – und ist heute aktueller denn je:

    Georg Herwegh

    Bundeslied für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein
    1863

    You are many, they are few.
    (Eurer sind viele, ihrer sind wenige.)

    Bet und arbeit! ruft die Welt,
    Bete kurz! denn Zeit ist Geld.
    An die Türe pocht die Not –
    Bete kurz! denn Zeit ist Brot.

    Und du ackerst, und du säst,
    Und du nietest, und du nähst,
    Und du, hämmerst, und du spinnst –
    Sag, o Volk, was du gewinnst!

    Wirkst am Webstuhl Tag und Nacht,
    Schürfst im Erz- und Kohlenschacht,
    Füllst des Überflusses Horn,
    Füllst es hoch mit Wein und Korn –

    Doch wo ist dein Mahl bereit?
    Doch wo ist dein Feierkleid?
    Doch wo ist dein warmer Herd?
    Doch wo ist dein scharfes Schwert?

    Alles ist dein Werk! o sprich,
    Alles, aber nichts für dich!
    Und von allem nur allein,
    Die du schmiedst, die Kette, dein?

    Kette, die den Leib umstrickt,
    Die dem Geist die Flügel knickt,
    Die am Fuß des Kindes schon
    Klirrt – o Volk. das ist dein Lohn.

    Was ihr hebt ans Sonnenlicht,
    Schätze sind es für den Wicht,
    Was ihr webt, es ist der Fluch
    Für euch selbst – ins bunte Tuch.

    Was ihr baut, kein schützend Dach
    Hat’s für euch und kein Gemach;
    Was ihr kleidet und beschuht,
    Tritt auf euch voll Übermut.

    Menschenbienen, die Natur,
    Gab sie euch den Honig nur?
    Seht die Drohnen um euch her!
    Habt ihr keinen Stachel mehr?

    Mann der Arbeit, aufgewacht!
    Und erkenne deine Macht!
    Alle Räder stehen still,
    Wenn dein starker Arm es will.

    Deiner Dränger Schar erblaßt,
    Wenn du müde deiner Last,
    In die Ecke lehnst den Pflug,
    Wenn du rufst: Es ist genug!

    Brecht das Doppelloch entzwei!
    Brecht die Not der Sklaverei!
    Brecht die Sklaverei der Not!
    Brot ist Freiheit, Freiheit Brot!

  3. tomorrow sagt:

    Die Krise ist nicht seit gestern und hat mich bisher (seit ca.10-12 Jahren)
    etwa 390.000 € gekostet. Das bedeutet, mein Spielgeld ist knapp.
    Alles am Laufen zu halten, hängt nur noch am knausrigen Kapital und Banken. Dabei war alles mal recht gut und finanzierbar. Irgendwann sieht man ein, dass die Segel neu gesetzt werden müssen.
    Hausbesitzer (oder Mitbesitzer) ahnen auch, dass die Kosten, die Erträge übersteigen können. Damit hat man nicht nur EIN Problem sondern gleich mehrere.
    Das ist der Lauf der Welt, andere, pfiffige Leute ziehen nach und versuchen die Pfründe abzujagen. In spätestens 10 Jahren geht es denen genauso. Sollte die Aktivzeit eines Durchschnittsmenschen tatsächlich nur mehr 15-20 Jahre betragen?

  4. Dasein sagt:

    Goldmann Sachs – die Bank, die die Welt dirigiert vom ORF2

    http://www.youtube.com/watch?v=WbCDFLG75lw

    Diese Dokumentation macht sehr, sehr nachdenklich. Es lohnt sich ihn anzusehen. Dauer 2:40 h
    Mit deutschem Untertitel

    Zeitgeist: Moving Forward (2011)

    http://www.youtube.com/watch?v=b0u8cTCYLSw&feature=related

  5. Ecke sagt:

    Das ist ganz Griechenland nicht als Immobilie wert!