Zypern benötigt EU-Rettungspaket von 16 Milliarden Euro

Weil die Wirtschaft Zyperns deutlich stärker schrumpft als angenommen, könnte es schon bald ein Rettungspaket von 16 Milliarden Euro benötigen. Die Verhandlungen über Hilfen aus Europa laufen bereits. Troika-Beamte glauben nicht mehr daran, dass 10 Milliarden Euro ausreichen würden, um Zypern zu stützen.

Das Wirtschaftswachstum Zyperns könnte drei mal so stark sinken, wie zunächst angenommen. Statt den bisher erwarteten 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes könnte die zypriotische Wirtschaft um 1,5 Prozent schrumpfen. Dies teilte der Finanzminister Vassos Shiarly der Zeitung Kathimerini zufolge mit.

Dennoch will Shiarly die Neuverschuldung in diesem Jahr auf 3,5 Prozent senken. Prognosen gehen allerdings davon aus, dass das Defizit mindestens 4,5 Prozent betragen wird. Die Verhandlungen mit der Europäischen Union über ein Hilfspaket für Zypern würden unterdessen gut vorankommen, hieß es.

Doch die schlechtere Wirtschaftsentwicklung wird sich auch auf die Summe auswirken, welche die EU den Zyprioten zuschießen muss. Bevor die Troika die wesentlich schlechteren Verfassung der zypriotischen Wirtschaft aufdeckte, ging man von einem 10 Milliarden Euro Bailout aus. Inzwischen würden sich die Schätzungen allerdings bereits auf 12 bis 16 Milliarden Euro belaufen, sagte ein Troika-Beamte unter der Bedingung der Anonymität zu Kathimerini.

Wie hoch die Hilfszahlungen der EU an Zypern tatsächlich ausfallen werden, kann erst am Ende der Troika-Untersuchungen auf Zypern festgestellt werden.

Kommentare

Dieser Artikel hat 12 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Horst Schwutke sagt:

    Wann wird das deutsche Volk endlich wach ????

    Diese selbstherrlichen und selbstbedienenden Politqlowns die uns verkaufen gehören alle vor ein ordentliches Gericht gestellt.