Regierungskreise in Rom: Italien kann Bailout kaum vermeiden

Die sich verschärfende Rezession und die hohen Zinskosten treiben Italien immer weiter in Richtung Bailout. Doch mit einfachen Auflagen, wie sie Mario Monti erwartet, ist nicht zu rechnen. Die Vorgaben werden streng sein, wissen die Regierenden der EU-Länder doch nicht, ob sich die zukünftige Regierung an den Reformplan Montis halten wird.

Der italienischen Premier Mario Monti hat in den vergangenen Wochen immer darauf hingewiesen, dass Italien im Moment keinen Bailout brauchen wird. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass das Land doch darauf zurückgreifen wird, um die EZB zum Kauf von italienischen Staatsanleihen zu bewegen, steigt, so hochrangige Beamten gegenüber der FT. Innerhalb nur weniger Monate könnte es ihnen zufolge bereits soweit sein.

Italiens Staatsschulden liegen bei etwa 2 Billionen Euro und die hohen Zinssätze für italienische Anleihen zeigen, dass die Investoren nicht von den bisher umgesetzten Maßnahmen der Monti-Regierung überzeugt sind. Zudem schwindet die Umsetzungsfähigkeit der Technokraten-Regierung, je näher die Wahlen in Italien rücken. Die zwei Parteien, die Montis Politik derzeit im Parlament stützen, könnten diese Unterstützung bald aufgeben, um bei den Wahlen nicht zu riskieren, für den Sparkurs abgestraft zu werden. „Wenn es uns in den kommenden Monaten nicht gelingt, die Märkte davon zu überzeugen, dass wir unsere Finanzen auch nach den Wahlen in Ordnung halten können, dann werden die Zinsen hoch bleiben“, sagte einer der Beamten. „Dies ist eine Unsicherheit, die nicht einmal die EZB aufheben kann.“

Diese zukünftige Wahl erhöht in diesem Fall auch die Wahrscheinlichkeit, dass Italien beim Beantragen eines Bailouts mit noch schärferen Vorgaben rechnen muss. Wissen doch die anderen Mitgliedsländer nicht, ob sich die neue italienische Regierung an den eingeschlagenen Reformkurs von Mario Monti halten wird. Mit strengen Auflagen für ein Bailout können sie, allen voran Deutschland, einer möglichen Abkehr der neuen italienischen Regierung von den Sparmaßnahmen zuvor kommen und die zukünftige Regierung an den Sparkurs binden.

Die aktuelle Lage der italienischen Wirtschaft trägt ebenfalls zu einem möglich Antrag auf Finanzhilfen bei. Erst am Donnerstag korrigierte die OECD ihre Prognose für Italiens Wachstum nach unten. Sie rechnet mit einer Kontraktion der Wirtschaft im dritten Quartal in Höhe von 2,9 Prozent und im vierten Quartal mit einem Minus von 1,4 Prozent. Nicht nur die schwache Nachfrage aus den anderen Ländern, sondern auch die Steuererhöhungen fördert diese Entwicklung. Die höheren Steuern haben für einen Rückgang bei den Konsumausgaben geführt, so dass auch die Binnennachfrage gesunken ist.

Kommentare

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  1. hugin sagt:

    VERTRAGSBRUCH BAILOUT
    Ein Bailout wurde im EU-Vertrag ausgeschlossen, der Vertrag wurde mit Zustimmung aller Politgaukler gebrochen. Fakt ist: Diese Länder sind erst ab dem Euro in Schwierigkeiten. Auch wenn vorher nicht alles in Ordnung war, jetzt ist das totale Desaster. Thilo Sarrazin hat recht – Europa braucht den Euro nicht !

  2. Hiob sagt:

    Ich habe satt die vielen Versprechungen, Lügen und Vertragsbrüche und habe fertig mit EU-Brüssel.
    Wegen einer Gemeinschaftswährung hat man die Demokratie in Deutschland geopfert. Das ist der Euro nicht wert.
    Wie wäre es, wenn die Süd-Länder ihre Probleme erst mal selbst zu lösen versuchen und nicht gleich anderen aufbürden. Scham und Reue erwarte ich nicht. Die Aggressivität ihrer Forderungen ist mir aber zuwider.
    Ich will nicht in einer Gemeinschaft mit Erpressern gezwungen werden.

  3. Maria sagt:

    es gibt eine große starke positive feinstoffliche Energie im Universum,
    von der wir ALLE einen Teil in uns tragen,
    die die Welt zum Guten verändern kann

    wenn wir zu Gott beten und meditieren,
    wird diese Energie freigesetzt

    wir haben Gott vergessen und noch immer beten viel zu viele von uns das Geld und das Gold mehr an als Gott den Schöpfer des unendlichen Univerums ,
    deshalb kann man das alles ja auch mit uns machen 😉

    http://www.youtube.com/watch?v=TWttCv0p6WQ

  4. np-nbg sagt:

    sieht zwar ähnlich aus aber kein Freimaurer-Meister würde einer Frau mit dem Meistergriff die Hand geben – da sie ihn zu 95%-iger Wahrscheinlichkeit sowieso nicht als Freimauer erkennen würde, da die Damenlogen hier noch in sehr geringer Zahl sind und von der Großloge zudem nicht anerkannt. Sicher ist das in Italien auch nicht anders.

    • Expat2001 sagt:

      Die Merkelsche ist zwar sicher in einer Damenloge ausgebildet, aber mit umfassenden Aufgaben der Angelsächsischen Logen ausgestattet. Daher die Unterwerfung.

  5. Expat2001 sagt:

    Man achte genau auf den Händedruck der beiden. Meistergriff gegen Bückling!

  6. J.J.Rousseau sagt:

    Spanien – Italien – Frankreich – die Seuche schleicht gen Norden. Der Michel zahlt für die Schulden Anderer. Die EZB ist geisteskrank. Etwas am Ganzen bleibt immer gleich – und daran halten sich alle EU Mitglieder – noch kein EU Vertragspunkt wurde je eingehalten. Das ziehen alle durch bis zum Exitus.

  7. Franz von Sickingen sagt:

    Sehen Sie den Freimaurer Händedruck???
    Sagt alles!!!