Wegen Hollande: Reichster Franzose will Belgier werden

Bernard Arnault, der Chef des Luxusgüter-Unternehmens LVMH will belgischer Staatsbürger werden. Ihm sind die von Francois Hollande angekündigten 75 Prozent Einkommenssteuer zu viel.

Der reichste Mann Frankreichs, Bernard Arnault, hat um die belgische Staatsbürgerschaft angesucht. Er bestätigte am Samstag einen entsprechenden Beitrag der Zeitung La Libre Belgique. Die Zeitung hatte berichtet, dass das Ansuchen bereits bei den belgischen Einwanderungsbehörden vorliege. Diese erklärten, sie wollen sich genauso viel Zeit für die Entscheidung nehmen wie bei anderen Migranten. Arnault kann demnach frühestens im kommenden Jahr Belgier werden. Arnault ist der Chef des Luxusgüter-Konzerns LVMH, welcher Marken wie Dior, Louis Vuitton und Dom Perignon herstellt.

Zwar erklärte Arnault in einem Statement, er tue dies nicht wegen der Steuern, sondern weil LVMH in Belgien stark engagiert sei. Das glauben ihm in Paris nur wenige. Arnault will offenbar die 75 Prozent Einkommensteuer nicht bezahlen, die der neue französische Präsident Francois Hollande für die Superreichen plant. Während der Mitterrand-Zeit war Arnault im Jahr 1981 in die USA emigriert. Nun will der Industrielle beide Staatsbürgerschaften haben – wobei er mit Sicherheit Gestaltungsräume für seine Steuern finden wird.

Kommentare

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  1. Aston Martin sagt:

    Ist ja echt ne Schweinerei..75%…die Reichen wandern dann ab und die Kleinen und Mittleren müssen dann doch wieder die Lücke schließen, die sie aber nie schließen werden können….So wird der soz. Staat zum Verbrecher der Normalbürger….die Mafia ist heilig dagegen…

  2. Uta sagt:

    Ist es denn nicht bereits heute so, dass wer in Deutschland mit seiner Hände Arbeit sein Geld verdient, i.d.R. (über 1500 EUR EK ) von Lohnsteigerungen ca. 70% für die Sozialkassen/Steuern abgeben muss???

  3. Bösmensch sagt:

    Wie heißt es doch so schön: Das Problem mit dem Sozialismus ist, dass einem irgendwann das Geld der anderen Leute ausgeht. Und die Franzosen merken es hoffentlich schon bald. Vielleicht kapieren sie dann endlich, wer ihren Sozialismus eigentlich finanziert. Das gilt übrigens auch für die Sozialisten-Wähler in den anderen Ländern.

  4. Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

    daß er da nicht vom Regen in die Traufe kommt….
    Wie kann jemand, welcher Marken wie Dior, Louis Vuitton und Dom Perignon herstellt in diesen zerfallenden Banal-/ Kinderschänder-und Schuldenstaat (mit der höchsten impliziten Schuldenlast der gesamten Europäischen Plünderungsunion) – und dann wohl auch noch in den wallonischen Teil – wechseln ?
    Hat der gar keine Contenance?
    Um einen RompyPompy & Bagage macht man doch einen großen Bogen wenn man auch nur den Hauch eines Ansehens bewahren möchte.
    Ich vermute daher eher, daß er droht um einen für beide Seiten genehmen Deal (mit etwas Spenden für die Sozen natürlich, logo) auszuhandeln.

  5. werner sagt:

    hollande soll kurzfrsitig die Notstandsgesetze inkraft setzen und Fahnenflucht entsprechend ahnden. 1 Exempel und keiner geht mehr.

  6. DCWorld sagt:

    Ja so ist das, wenn es um das Wohl des Landes geht. Die Bürger mit dem kleinen Einkommen werden zu allem möglichen Steuern gebeten, weil es um die Nation geht.

    Bei den Wohlhabenden ist man sich und seinem Vermögen verpflichtet. Wen interessiert da die Gemeinschaft. Strassen, Schulen, Bildung und was man noch mit dem Geld machen könnte, das alles scheint nicht so wichtig zu sein.

    Da kann man nur den Kopf schütteln.

  7. Saila sagt:

    Ist auch richtig so! Wenn ein Politfigur meint, sie müsse 75% Einkommen haben, ohne zuvor das gesamte Steuersystem zu reformieren, so ist es nur recht, dass die Reichen Frankreich verlassen.
    Es ist immer wieder das selbe. Anstatt die Löcher zu stopfen, über welche Vermögen am Fiskus vorbei geschleust werden können, erhöht man eben mal die Ekst.. Der Schlag in das Gesicht für jeden Vermögenden in Frankreich ist im Grunde, das über Jahre bzw. Jahrzehnte recht wenig getan wurde am Steuersystem. Nun muss auf einmal direkt 75% bezahlt werden – wer will da nicht in einem anderen Land migrieren!

    Frankreich hat sich in keinster Weise einen linken Gefallen mit Hollande getan!

  8. Dankmar sagt:

    Der Bernard Arnault ist beileibe kein Eizelfall. Wir brauchen nur an die griechischen Millonäre denken, die schon über 200 Milliarden € in die Schweiz verschoben haben.
    Bluten müssen immer die Kleinen. Ich kann mir jetzt sehr gut vorstellen, dass irgendwann in ganz Europa die Häuser brennen und die Eliten nach Nord-Korea fliehen.

    • Albert Albern sagt:

      Das mit Nord-Korea finde ich als eine sehr gute Empfehlung. Wer hätte gedacht, dass die Schweiz und Luxemburg in Nord-Korea einen gleichwertigen Konkurrenten finden…

    • werner sagt:

      da war doch mal was…