Rekordschulden: Moody’s droht USA mit Herabstufung

Sollte der Budgetentwurf für 2013 nicht deutliche Einsparungen brigen, werden die USA ihr Toprating auch bei Moody's verlieren. Damit wird der Schuldenberg von 16 Billionen Dollar zunehmend zum Problem für die aktuelle Regierung. Mit der Drohung der Ratingagentur steigt der Druck auf Präsident Obama.

Die Ratingagentur Moody’s droht nun damit, die Kreditwürdigkeit der USA herabzustufen. Die enormen Staatsschulden von 16 Billionen US-Dollar würden das aktuelle Rating nicht mehr rechtfertigen. Dies meldet der Nachrichtendienst Bloomberg.

Moody’s kündigte an, das aktuelle Rating zu überprüfen, sobald Details über das Budget für das Jahr 2013 vorliegen würden. Demnach müsste die US-Regierung einen glaubhaften Plan vorlegen, wie es den Schuldenberg eindämmen will.

„Wenn die Verhandlungen eine bestimmte Linie bringen, die Stabilität und dann mittelfristig ein rückläufiges Verhältnis der Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt verursacht, wird das Rating wahrscheinlich bestätigt und der Ausblick auf stabil zurückgesetzt werden“, heißt es in der Aussendung von Moody’s.

Sollte es zu keiner effektiven Sparpolitik kommen, kündigte Moody’s an, die Kreditwürdigkeit auf Aa1 zu senken. Standard&Poor’s hat den USA sein AAA bereits nach dem erbitterten Streit um die Ausweitung des Schuldenrahmens entzogen.

Die Stabilisierung der Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen werden auch für den künftigen US-Präsidenten zur Hauptaufgabe. Amtsinhaber Barack Obama kündigte bereits an, beides bewerkstelligen zu wollen.

Kommentare

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  1. Klaus Peter Kraa sagt:

    Die hätten die USA schon längst erheblich herabstufen müssen, weil die der Schuldenreiter weltweit ist und das, wie die Europäer, auch noch verschweigen: So gibt das Congressional Budget Office den Schuldenstand mit rd. 15 Bio. US$ oder 100% des BIP an, während der Bostoner Ökonom Prof. Kotlikoff die US-Schuldenlast mit rd. 130 Bio. US$ oder mehr als 1000% des BIP angibt. Aber seit wir den US-amerikanischen Film „Inside Job“ gesehen haben, wissen wir ja, wie die schustern, die, das sind die großen Vermögensbesitzer mit eingespannten Politikern (Republikanern und Demokraten gleichermaßen) und den Rating-Agenturen sowie den Universitäten (Harvard zum Beispiel).
    So ist auch dieser Staat hier bemüht, seine wahre Schuldenlast herunter zu schweigen. Er gibt den gesamten Schuldenstand mit rd. 2,5 Bio. Euro oder rd. 100% des BIP an. Wir wissen aber vom Freiburger Finanzwissenschaftler Prof. Raffelhüschen, daß die gesamte – bilanzierte und nicht bilanzierte – Schuldenlast mehr als 7,0 Bio. Euro oder mehr als 280% des BIP groß ist, weil Schäuble & Co. die Schulden gegenüber den Sozialkassen überhaupt nicht bemerken. Will der etwa zum Beispiel rd. 1,0 Bio. Euro für Beamtenpensionen zukünftig aus der Portokasse zahlen? Rücklagen dafür hat der doch nicht gebildet: Entsprechendes gilt für die Forderungen der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.
    Die EU-Administration gibt den Schuldenstand aller Länder der Währungsunion mit rd. 7 Bio. Euro an, soviel wie Deutschland allein aufbringt: Also eine Schnapszahl, die über die wahre Schuldenproblematik täuschen soll, so wie in den USA. Deshalb sind sich die USA und die EU-Administration in den „Methoden zur Bekämpfung der Finanzkrise“ auch so verdammt einig. Hol der Teufel das ganze Pack.

  2. Saila sagt:

    Die USA war bereits 1997 pleite. Einzig und alleine die Japaner und Chinesen konnten US-Anleihen in Mengen noch kaufen. Japan ist jetzt pleite und China zieht sich auf Grund der US-Anleihenbestände vor weiteren Käufen zurück. Zwischenzeitlich wurde auf Grund dieser Änderungen (China und Japan) die Notenpresse einen Gang höher geschaltet. Bringt nur nichts. Insbesondere dann nicht, wenn die Notenbank ein 11 Familienbetrieb ist!! Richtig gelesen, die US-Notenbank ist ein privat geführtes Unternehmen und gehört rund 10 oder 11 Familien.

    Warum die Ratingagenturen sich ziren, die USA auf BBB zu setzen, wohin die USA bzgl. Rating längst hin gehören liegt in der Natur der Standorte der Agenturen. Alle haben ihren Sitz in den USA. Und welches Unternehmen feuert schon gegen den eigenen Standort!

  3. Syssifus sagt:

    Können die neuerdings auch rechnen ? Die USA ,verdienen schon lange kein AAA-Rating mehr,deren Schuldenberg übertrifft alles Dagewesene.

  4. winfried trautsich sagt:

    Moodys traut sich halt nicht die Bonität der USA
    sofort herunterzusetzen.

    Sind halt viele Kunden dort, von ihnen. Die Fed
    wird schon bald wieder neue QEs heraus-
    bringen.

    Der amerikanische Haushalt wird wieder um ein
    paar Billionen erweitert und das Schneeball-
    system geht lustig weiter.