Nach EZB-Intervention: Spekulanten gegen den Euro müssen bluten

Die angekündigten Maßnahmen der EZB und der Federal Reserve haben dazu geführt, dass der Eurokurs im Vergleich zum US-Dollar steigt. Exporteure belastet dies, Spekulanten zeigen sich überrascht.

Der unerwartete Anstieg des Euros auf über 1,30 Dollar hat Spekulanten, die auf das Gegenteil gewettet hatten, überrascht. Die meisten seien so sehr vom Fall der Gemeinschaftswährung überzeugt, dass sie nicht mehr realistisch sein könnten, meint Bob de Groot von der BNP-Paribas.

Aufgrund einer Reihe von Maßnahmen, die getroffen wurden, hätten die Spekulanten es besser wissen können. Mario Draghi kündigte an, die EZB werde wieder Staatsanleihen der Eurozone kaufen und das Bundesverfassungsgericht gab grünes Licht für den ESM. Die US-Notenbank Federal Reserve hat zudem die nächste Geldschwemme beschlossen. Dadurch wird der Euro zwar im Vergleich zum Dollar stärker, gewinnt jedoch nicht unbedingt an Stabilität.

Vor der Ankündigung durch die EZB stiegen die Spekulationen auf einen Euro-Fall rasant und blieb anschließend konstant, so die Financial Times. Eine neues Spekulationsverhalten benötige Zeit, glaubt die Citigroup. Sie schätzt, dass ein dauerhafter Euro-Anstieg auf über 1,30 Dollar notwendig sei, um überhaupt eine neutrale Position zu erreichen.

Auch für europäische Exporteure ist der Anstieg des Euros eine unwillkommene Überraschung. Sie hatten eher mit einer weiteren Schwächung des Euros gerechnet. „Das derzeitige Niveau ist für Exporteure nicht vorteilhaft – einige wurden überrumpelt und sie warten jetzt auf eine Korrektur“, erklärt Gerald Dannhauser, Analyst bei der Commerzbank. Die Exporteure rechnen jedoch weiterhin mit einem Fall bis Ende des Jahres. Das führe dazu, dass sie den Märkten derzeit fernbleiben.

Kommentare

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  1. Andy sagt:

    Woher kommt denn das dauernde Mrchen, unseree waren wären nur mit schlechter Währung exportierbar? Japan lebt mit 70% Aufwertung des Yen ganz prima, Industrieproduktion steigt, Arbeistlosigkeit sinkt, Exporte boomen. Wer ein japanisches Qualtätsprodukt will, muss es eben bezahlen!
    Und Qualität hat eben ihren Preis. Noch immer ist Toyota der größte Autobauer. Und auf den Fersen sind ihm nur die Qualitätshersteller, während die Billighemer unter Problemen leiden.
    Ein schwacher Euro betrügt unsere Arbeiter und Ingenieure um die Früchte ihrer Arbeit! DAS ist Fakt. D war in DM-Zeiten Exportmeister, auch wenn diese gegen den USD gestiegen ist! Zur Zeit finanziert deutsche Leistung nur den marodenKadaver der EUdSSR. Das allerdings freudig, wie Umfragen zeigen!

  2. ratlos sagt:

    In seinem kürzlich erschienenen Interview geht der Autor Heiko Schrang auf diese Themen ein bezieht Stellung zur Politik und deren Schwächen: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/145/11-fragen-die-die-deutschen-bewegen.php

    Damit spricht er Vielen aus der Seele!

  3. Mesme sagt:

    Aufgepasst ! Jetzt kommt die Inflation un das Elend.

  4. ossi24 sagt:

    warum immer Banken, Dollar, Euro, Papiergeld und mehr arbeiten? Die Konzerne werden von Banken und einigen Verbrechern verwaltet die auf Profit ausgerichtet sind. Das Ergebnis kenen wir doch bereits, Billiglohn welcher nicht mehr zum Leben reicht und durch Umverteilung erzwungen werden muss.
    Schluss mit Spekulationen!!!
    Handwerkern können die Menschen alleine und immer wieder ein neues Handy bzw. Neue Technik braucht der Mensch nicht unbedingt. Somit wird der Mensch sein Geld in Waren und Rohstoffe anlegen damit es einen Wert bekommt welcher nicht völlig verloren geht. Aber was kauft der Mensch dann noch ausser Lebensmittel, das sollte sich der Mittelstand mal fragen!!!
    Was will der Mittelstand veraufen wenn die Menschen kein Geld mehr haben?

  5. J.J.Rousseau sagt:

    Spekulanten – nur das Wort ist eine Drohung – eine Drohung an alle Rechtschaffenen Menschen. Eine Drohung an arbeitende Mensch, ja richtig, Spekulanten arbeiten nicht, sie „nähren“ sich an der Arbeit Anderer. Sie sind die Diener der Bankster und Konzernbarone, Fussvolk, der Abschaum der Menschheit.

    • Fine sagt:

      Und so funktioniert das bereits seit 1000en von Jahren. Die Goijs kapieren es heute noch weit weniger als ihre Vorfahren! Erst die totale Schur, dann blööökend zum Schlachthof.