Griechenland: Commerzbank erwartet nächsten Schuldenschnitt

Der Chef der Commerzbank geht davon aus, dass es einen erneuten Schuldenschnitt für Griechenland geben muss. Über die EZB müsste damit auch der deutsche Steuerzahler auf Geld verzichten.

Griechenland wird einen weiteren Schuldenschnitt benötigen. Der Chef der Commerzbank, Martin Blessing sagte am Donnerstag, er erwarte einen weiteren Schuldenschnitt bei den griechischen Staatsschulden. Daran würden alle Gläubiger Griechenlands teilnehmen müssen, glaub Blessing. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Bereits im März hatten sich private Investoren mit Griechenland darauf geeinigt, Forderungen in der höhe von 100 Milliarden Euro zu erlassen.

Erst kürzlich hatte die griechische Opposition gefordert, öffentliche Gläubiger sollten auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Dies hätte vor allem die Europäische Zentralbank getroffen: Sie hält griechische Staatsanleihen im Wert von 40 Milliarden Euro. Ein Schuldenschnitt würde über die EZB-Bilanz vor allem die Bundesbank und damit deutsche Steuerzahler belasten.

Kommentare

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  1. nemo sagt:

    „Ein Schuldenschnitt würde über die EZB-Bilanz vor allem die Bundesbank und DAMIT DEUTSCHE STEUERZAHLER BELASTEN.“

    Blödsinn !!!
    EZB-Satzung Artikel 33, Absatz 2:
    Falls die EZB einen Verlust erwirtschaftet, KANN der Fehlbetrag aus dem allgemeinen Reservefonds der EZB und erforderlichenfalls nach einem entsprechenden Beschluss des EZB-Rates aus den MONETÄREN Einkünften des betreffenden Geschäftsjahres im Verhältnis und bis in Höhe der Beträge gezahlt werden, die nach Artikel 32.5 an die nationalen Zentralbanken verteilt werden.

    Eine darüber hinausgehende Plicht ist nicht vorgesehen.

    Anders als die EZB-Satzung sieht das Bundesbankgesetz keine Regelung über den Ausgleich von Verlusten vor. Die Bundesbank ist eine Anstalt ohne Haftung ihres Trägers.
    Zentralbanken sind keine Finanzinstitute, für die das Kreditwesengesetz gelten würde.

    Die Bundesbank hatte in den 60er und 70er Jahren regelmäßig Verluste zu verbuchen, für die der Bund nicht ein einziges Mal mit Steuergelder haftete.

    Dass der deutsche Steuerzahler damit belastet würde, ist nichts weiter als eine einzige Milliardenlüge.

  2. Ernst Otto Carstens sagt:

    Bei ca. 23 % wären es ja nur 23000000000 Milliarden für uns. Als eines der reichsten Län der der Erde doch ein Klacks für uns. Vor allem, da uns die Zuwanderung doch schon seit Jahrzehnten so enorm bereichert hat.

  3. Bismark sagt:

    „Der Schuldenschnitt könnte erforderlich werden, um die Tragfähigkeit der Schuldenlast wieder zu gewährleisten.“

    Ich geh jetzt gleich mal zu meiner Bank und sage ihr, dass sie mir meine Schulden erlassen muß, damit ich ihr die Schulden, die ich morgen bei Ihr mache, auch wirklich zurückzahlen kann

  4. flonic sagt:

    Es wird Zeit eine Insolvenzregelung für Staaten der Euro-Zone einzuführen. Auch die USA haben eine derartige Regelung. Mit dieser Regel würde das derzeitige herumeiern sofort beendet werden.

    • Tacheles sagt:

      Das will man ja eigentlich mit Durchgriffsrechte auf die nationalen Haushalte erreichen.

      Aber dagegen wehren sich diese Länder und zwar mit der Drohung einfach pleite zu machen, oder:
      „tut uns leid, das ist unserer Bevölkerung nicht vermittelbar.“
      (die fast 80 prozentige Lohnerhöhung in Griechenland und die fast 50 prozentige in Spanien, seit Euroeinführung dort, die waren schon vermittelbar.)

      Eigentlich müsste man zu Iren, Griechen, Spaniern sagen: „Ihr hattet jetzt 10 schöne Jahre, viel schöner als euch zustand, aber jetzt ist die Party vorbei! Ende!“

  5. J.J.Rousseau sagt:

    Nein, das wird nie kommen! Unser Geld ist sicher! Die „Hilfen“ sind bestens angelegt! IHR LÜGNER und PENNER.

  6. kartaco sagt:

    griechenland braucht keinen schuldenschnitt ,sondern alle griechen zahlen steuern auch die reder und anderen bonzen . es kann nicht angehen das europäer hier ständig geld nachschieben müssen nur weil die griechen keinen bock haben ihre elite zur kasse zu bitten und die steuerverwaltung im keller verschimmelt ! merkel komm in wallung !!!

  7. Nostradamus sagt:

    Sind das die 40 Milliarden von der HRE ?

    Laut den Berichten sind bereits schon 86 Milliarden! von Deutschland bezahlt futsch !

    WAS ? hätte man mit diesem Papiergeld alles positives für die Menschen hier in unserem Lande erreichen können ?

    Und dann spricht man noch von ARMUT !

    Wie ARM sind manche Menschen im GEISTE ?

  8. Saila sagt:

    Leute, Leute – Schuldenschnitt für was und für wen? Wo sind die 300 Mrd. den hin? Wäre es nicht an der Zeit zu klären, was mit den 300 Mrd. eigentlich alles getan wurde und wer Nutznießer dieser Summe oder Teile dieser Summe war?

    Anstatt dies zu klären, wird von einem weiteren Schuldenschnitt gesprochen. Nachdem sich die Commerzbank der G-Anleihen entledigt hat, kann man davon wohl leichtfertig die öffentliche Stimmung antesten?!

    Tatsache ist: Griechenland hat 300 Mrd. EUR erhalten. Die Bürger werden zu recht und zu unrecht vor extreme Fakten gestellt. Doch 300 Mrd. können nicht einfach mir nichts dir nichts in einem 11 Mio. Menschen-Staat verschwinden?!!!!!

    Also – wer hat das Geld bekommen?

    Vielleicht schaft es ja einmal ein Journalist, sich auf den Weg zu machen um herauszufinden, wer den nun von den 300 Mrd. in Griechenland bedient wurde?!!! Davon ist nie die Rede. Nur eines wird mitgeteilt: Griechenland hat 300 Mrd. Rettungshilfen erhalten, Griechenland = Schuldenschnitt die 2. nach der ersten im gleichen Jahr? Griechenland streicht Gesundheitskosten, Griechenland streicht dies und das.

    ALSO – WO SIND DIE 300 MRD. EUR HIN oder WER HAT DIESE ERHALTEN?