Krise: Fondsmanager warnt vor extremen Tendenzen in Europa

Der Hedge Fonds Manager Ray Dalio ist besorgt bezüglich des Risikos von sozialen Unruhen aufgrund der derzeitigen, weltweiten wirtschaftlichen Situation. Die Machtergreifung Hitlers folgte auf eine Wirtschaftskrise, so Dalio. 2012 sei dies auch vorstellbar – in Griechenland sehe man bereits den Erfolg der nationalsozialistischen Partei.

Nicht nur in Europa, auch in Asien und in den USA geht es mit der Wirtschaft bergab, ein Weg aus der großen Depression ist noch nicht gefunden. Doch wirkliche Sorgen bereiten dem amerikanischen Fondsmanager, Ray Dalio, die mit der Krise einhergehenden, wachsenden sozialen Ungerechtigkeiten. Auch derzeit zeige sich wieder einmal ein Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Schwäche und sozialen Unruhen, warnte Ray Dalio in einem Interview mit der CNBC.

„Ich mache mir Sorgen über die sozialen Störungen“, sagte er, „und ich weiß nicht, ob wir schon an dem Punkt sind, die aktuelle Lage erfolgreich in den Griff zu bekommen.“ Eine wirtschaftlich schwierige Lage wie die derzeitige, könne sehr schmerzhaft sein und vieles hänge davon ab, wie mit ihr umgegangen werde. „Aber wenn sich die Menschen gegenseitig an die Kehle gehen, die Armen und die Reichen, die Linke und die Rechte, und so weiter, und es gibt einen grundlegenden Zusammenbruch, dann wird es sehr bedrohlich.

„Hitler kam zum Beispiel im Jahre 1933 aufgrund der sozialen Spannungen am Tiefpunkt der Weltwirtschafskrise an die Macht“, führte Ray Dalio weiter aus. Deshalb hänge es sehr stark davon ab, wie die Menschen nun zusammen“ durch die Krise kommen und wie stark „sie sich um die sozialen Elemente sorgen“. Allein die Tatsache, dass die Neonazi-Partei in Griechenland auf dem Vormarsch sei, weise darauf hin, „dass die Verbindung zwischen dem Aufstieg radikaler Elemente und Depressionen nicht ein Phänomen“ der 30er Jahre sei. Zwar gäbe es in anderen, reicheren Ländern diesen Trend nicht, aber die Entwicklung in Griechenland gibt zu bedenken, dass der Umgang mit kurzfristigen, wirtschaftlichen Krisen auch eine langfristige Bewegung nach sich ziehe.

Kommentare

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  1. Clasine sagt:

    Ja, ja, der Herr „Hitler“ wartet schon an der nächsten Strassenecke. Aufpassen !

  2. Onkeldago sagt:

    Der Erfolg von Hitler ist nicht der Arbeitslosigkeit geschuldet, sondern dem gezielten Aufsammeln aller Elemente der Lebensreform der Jahrhundertwende. Das Desaster entstand bereits mit der elitaristischen Novemberrevolution (bei der Hitler auch schon teilnahm), der Inflation und der Währungsreform. Die Reform-Eliten der Jahrhundertwende, insbesondere das Bildungsbürgertum, waren in ihrer Bedeutung zurückgesetzt, materiell enteiget und moralisch gedemütigt worden. Sie waren seit Mitte der Zwanziger Jahre auf der Suche, sich zu rächen und wählten eigentlich die ganze Weimarer Republik radikale Parteien. Um 1930 stand endlich eine leistungsfähige Projektionsfläche für ihre Wünsche und Träume zur Verfügung. Der Anteil der Arbeitslosen am Erfolg des Nationalsozialismus wird überschätzt.

  3. Besorgter Gast sagt:

    Aus dem Artikel:
    „Nicht nur in Europa, auch in Asien und in den USA geht es mit der Wirtschaft bergab, ein Weg aus der großen Depression ist noch nicht gefunden.“

    Der Weg aus der Depression liegt klar und deutlich vor den Verantwortlichen, doch
    sie wollen ihn nicht sehen und gehen.

    Schaut man sich die Vermögensverteilung auf dieser Welt etwas genauer an,
    stellt man fest, das es in wenigen Händen ist.

    Und genau da liegt der Weg, er muß nur gegangenen werden.

    Das wiederum würde für die Politiker bedeuten, das sie sich Lügen strafen,

    denn schon immer haben diese Leute an diesem Zustand mitgewirkt, den sie

    jetzt beklagen.

    So schließt sich der Kreis und wird sie selbst treffen, es ist nur noch eine Frage
    der Zeit.

  4. tomorrow sagt:

    Den alten Adolf hier zu bemühen, mag zwar richtig sein.
    Sachlich bringt es keinen weiter. Genauso wenig wie kriegerische Taten.

    Wichtiger und zielführender ist es, sich persönlich vom Mainstream zu distanzieren und zu versuchen, die eigene Überlegung bzw. Betrachtungsweise auszuüben.

    Wenn man schon weiß, woran man scheitert, hat man die Möglichkeit etwas dagegen zu tun. Viele wissen nicht mal, wo der Hammer hängt.
    Freie Zeit kann man gut nutzen, wenn man sich von der Matrix entfernt.

    LG tomorrow 😉

  5. Nautilus sagt:

    Die Krise ist absichtlich von interessierten Kreisen losgetreten worden..
    Soll jetzt sozialen Unruhen in ganz Europa der mentale Boden bereitet werden getreu dem Motto „self fullfilling prophecy“ ? Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß ganz Europa in eine große Krise gestürzt werden soll, Griechenland ist erst der erste Schritt.
    Wenn dann alles am Boden liegt, können ausländische Investoren die Filetstücke für nen Appel und ’n Ei kaufen. Richtig schlimm ist, daß Menschen rücksichtslos in Not und Verarmung getrieben werden.

  6. Bismark sagt:

    16 Billionen US Dollar, ein Fass ohne Boden und der Präsident hat wieder gelogen. Die Pro-Kopf Verschuldung jedes Amerikaners beträgt damit 51.000 US Dollar. Als Barack Obama 2009 sein Amt antritt, versprach er bis 2012 die Staatsverschuldung zu halbieren. Und genau damit hat er die Mathematik unterschätzt. Zu seinem Amtsantritt betrug die US-Verschuldung 10,6 Billionen USD. Nun, nach einem Anstieg in nur vier Jahren um satte 50 Prozent!!! sollte doch jeder langsam merken, dass Versprechen über Schuldentilgung nicht eingehalten werden und auch noch NIE eingehalten worden sind!

    gruss, Bismark

  7. Dasein sagt:

    Prüfe jeder für sich diese Aussagen:

    „Eine sehr gute Prophezeiung aus einem Kapitel, Buch von (Quelle: Pierre de Foret) Diese Bücher sind etwas ganz besonderes in der heutigen Zeit:

    Fragen zu bevorstehenden Ereignissen

    http://www.schauungen.de/forum/index.php?id=12422

  8. Fahrenheit451 sagt:

    „Hitler kam zum Beispiel im Jahre 1933 aufgrund der sozialen Spannungen am Tiefpunkt der Weltwirtschafskrise an die Macht“, führte Ray Dalio weiter aus. Deshalb hänge es sehr stark davon ab, wie die Menschen nun zusammen“ durch die Krise kommen und wie stark „sie sich um die sozialen Elemente sorgen“. Allein die Tatsache, dass die Neonazi-Partei in Griechenland auf dem Vormarsch sei, weise darauf hin, „dass die Verbindung zwischen dem Aufstieg radikaler Elemente und Depressionen nicht ein Phänomen…“

    … keine Sorge, wir haben doch schon eine Diktatur

    • nicht von Bedeutung sagt:

      Und Demokratie gab´s bisher noch nirgends!
      Aber Jahrzehnte lang waren diese Worthülsen den meisten „Westlern“ gut genug…

  9. werner sagt:

    wir müssen die EU-Verwaltung in Brussels zerstören, die EU ist ein alles verschlingendes selbstgerechtes MonsterMonster

    • Fahrenheit451 sagt:

      es sind die INVESTOREN, FONDS und Banken welche diese Krise absichtlich losgetreten haben und die daran Milliarden verdienen !!!
      So sekundenschnell da kannst Du nicht auf eins zählen .

      Occupy wir Recht behalten – wir brauchen keine Börse , kein Finanz-Casino, keine Goldmann-Sachs, keine Fonds , kein Zinssystem ,
      welche aus der Arbeit der Menschen alle Gewinne und Rücklagen rausziehen
      weil sie den Hals nicht genug voll bekommen können

      und weil nun GELD diese Narzissten nicht mehr befriedigt
      lechzen und sabbern sie nach MACHT

      „Ihr bleibt bei meinem Worte kalt, // Euch guten Kindern lass ich’s gehen; // Bedenkt: der Teufel, der ist alt, // So werdet alt, ihn zu verstehen!“ – Johann Wolfgang von Goethe, Faust II, Vers 6815 ff. / Mephistopheles

  10. Saila sagt:

    Es scheint so, also ob sich hier jemand Gedanken um den sozialen Frieden machen möchte. Das ist legitim und berechtigt. Allerdings muss sich ein derartiger Manager auch entsprechendes anhören, wenn er so etwas von sich gibt. Z.B. hätte seine Branche nicht derart über die Grenze geschossen und wären gerade die Hedge-Fonds etwas williger, Schulden zu erlassen ohne darauf zu bestehen, dies durch Versicherungen ersetzt zu bekommen …… usw. usw..

    Es ist eine Form der Scheinheiligkeit, wenn ein Fonds-Manager derart sich in den Medien darstellt. Das hätte er sich viel früher mal überlegen können, was sein Handeln wo hin führt!