Pleite: Griechische Kommune suspendiert alle Dienste

In Griechenland hat die erste Stadt ihre Tätigkeit wegen Geldmangels beendet: Der Magistrat der griechischen Stadt Acharnes sagt, man könne die Mitarbeiter nicht mehr bezahlen und müssen daher alle Dienstleistungen stoppen.

In Griechenland nimmt die Pleite konkrete Formen an. Die Stadt Acharnes im Norden Athens hat am Donnerstag den Beschluss gefasst, sämtliche Dienstleistungen einzustellen. Grund: Die Kassen sind endgültig leer, die Gemeinde kann niemanden mehr bezahlen. Der Magistrat teilte mit, die Gemeinde bleibe auf unbestimmt Zeit geschlossen. Nur noch ein Rumpfteam arbeitet weiter. Müll wird nur noch von den Schulhöfen entsorgt.

Am Freitag sollte es zu einem Treffen des Bürgermeisters Sotiris Douros mit Vertretern des Innenministeriums von Athen kommen. Der Bürgermeister hofft auf ein Entgegenkommen der Regierung in Athen: Derzeit müsse die Gemeinde einen Kredit an Athen bedienen, der mit dem saftigen Zinssatz von 11,5 Prozent die Möglichkeiten der Gemeinde übersteigt. Rückzahlungen von 500.000 Euro pro Monat können sich die Gemeinde nicht leisten. Douros hofft, dass die Zinsen auf 5,5 Prozent gesenkt werden.

Kommentare

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  1. Hans-Peter sagt:

    @Autofokus

    Hier geht es darum das es eine Falsch-Meldung ist.Das fast alles in der Eurozone und im $-Raum eigentlich pleite ist-also von Berlin über Athen bis Kalifornien-ist genau so richtig wie das die Griechen oder die Spanier nicht wissen wie sie in den nächsten Monaten Gehälter auszahlen.

    Ich frage mich aber seit langem was diese komplett einseitige Berichterstattung aus dem Süden soll.Als ob es uns besser gehen würde wie es uns die Bundes-Propaganda täglich einimpft.

    Wer weiss schon in Deutschland das es hier offiziell über 1,5 Millionen Bundesbürger gibt die täglich zu den Suppenküchen der „Tafel“ gehen?Wer weiss schon in den USA das es dort 46 Millionen(von 300 Millionen) US-Bürger gibt die von den Lebensmittelkarten der Regierung leben?

    Zum Vergleich mit den „Pleite-Griechen“:
    Laut der Kirche dort werden täglich 70.000-80.000 „Portionen“ an Bedürftige in den Suppenküchen ausgegeben.Was auch immer das heisst.Wenn man dies auf die Bevölkerungszahl hochrechnet gibt es bei uns mindestens 2-3 mal so viele Menschen gibt (immer prozentual hochgerechnet) die bereits nicht ein mal mehr Geld für Essen haben.

    Sind wir dann nicht auch pleite?Sogar noch mehr als die „Pleite-Griechen“?

    Von den wirklichen Zahlen spricht eben niemand.Es gibt nur Propaganda.Und zwar solche Propaganda das sich die Südländer sehr schlecht und wir Nordeuropäer uns sehr gut fühlen müssen.Da stimmt doch was nicht.

  2. Saila sagt:

    Griechenland tut sich gutes und tritt aus dem EUR aus. Das wäre einmal eine Schlagzeile! Anstatt die Auflagen jeden Tag auf das neue durch die Presse zu jagen. Dem gegenüber steht Spanien, welches nun ohne Auflagen an die Hilfsmittel kommen will. Ein interessanter Vorgang!!
    Den – erhält Spanien Hilfsgelder mit Auflagen, wäre Spanien als Zahlungsleister für Brüssel aussen vor! Man muss also vermeiden, dass Spanien mit Auflagen an Hilfen gelangt. Es ist auch, zumindest in den deutschen Medien nichts daovn zu lesen, dass sich bei diesem Vorgang ein anderes europäisches Land daran stört.

    Fakt ist, der Teufelskreis des EUR und deren Schuldenländer und Schuldenmacher ist besiegelt und kennt nur einen Ausgang. Hyperinflation oder reines Kaos. Ein Krieg ist auszuschließen. Den hierzu bedarf es der Bevölkerung und diese hat ganz sicher keine Bock auf solch einen Schwachsinn.

  3. Fahrenheit451 sagt:

    frei nach Udo Jürgens “ der Teufel hat das Geld gemacht , um uns zu verderben ……“

    Occupy wir Recht behalten – wir brauchen keine Börse , kein Finanz-Casino, keine Goldmann-Sachs, keine Fonds , kein Zinssystem ,
    welche aus der Arbeit der Menschen alle Gewinne und Rücklagen rausziehen
    weil sie den Hals nicht genug voll bekommen können.
    Aber auch die Kleinanleger die meinen eine super Welle mitreiten zu können.

    Es sind die INVESTOREN, FONDS und Banken welche diese Krise absichtlich losgetreten haben und die an DIESER KRISE Milliarden verdienen !!!
    So sekundenschnell da kannst Du nicht auf eins zählen .

    und weil nun all das viele GELD diese Narzissten nicht mehr befriedigt
    lechzen und sabbern sie nach MACHT

    “Ihr bleibt bei meinem Worte kalt, // Euch guten Kindern lass ich’s gehen; // Bedenkt: der Teufel, der ist alt, // So werdet alt, ihn zu verstehen!” – Johann Wolfgang von Goethe, Faust II, Vers 6815 ff. / Mephistopheles

  4. Carmen Fischer sagt:

    Verdammt ein Ende mit Schrecken durch Austritt aus dem Euro, ähnlich wie in Island und Argentinien hätte dem Volk neue Perspektiven gegeben, die waren nach 3 Jahren aus dem gröbsten raus, so wird ein ganzes Volk dauerhaft verarmt ohne eine Chance auf Besserung in den nächsten Jahren.
    Die armen Griechen, aber leider wird das auch noch andere Staaten treffen.
    Wie war das, der Euro bringt Wohlstand und Frieden?
    Fragt sich nur ob die Politiker vorsätzlich gelogen haben, oder einfach zu blöd sind.

  5. Ulli Schaller sagt:

    Da hilft kein Jammern. Eigeninitiative ist gefragt und d.h. :
    A l l e Zins- und Tilgungszahlungen, Pensionszahlungen, Lohn- und Gehaltszahlungen einstellen und den Staat in den Bereichen ausschalten, wo er der Gemeinde Geld abzieht.. Einen Notdienst auf freiwilliger Basis organisieren im Bereich der Verwaltung, Müllabfuhr, Feuerwehr, Polizei (Bürgerwehr), Versorgung Bedürftiger mit dem Lebensnotwendigsten etc. (kein Bürger darf hungern oder muss unter der sprichwörtlichen Brücke liegen)
    —– und überlegen, wie man ohne Staatshilfe aus der Misere herausfinden kann.
    Wie sagte mal Jemand :“Wo die Hoffnungslosigkeit groß ist, ist das Rettende nahe“
    Griechische Verhältnisse sind von Deutschland nicht so weit weg. Nach den Rettungs-Orgien werde wir diese auch in D sehen !!

  6. Nexus90 sagt:

    Ich raffs nicht. Entweder gehts den Griechen noch gut oder die Leute dort sind einfach nur dumme Idioten. Warum wurde die Regierung noch nicht zum Teufel gejagt? Ich muss ehrlich sagen, wenn die Leute sich nicht darum kümmern, haben sies aber auch verdient.
    Wird hier in Dtl. aber auch nicht anders werden, mit dem Unterschied das am besten die Idioten von Wählern und diese dämmlichen Gutmenschen zum Teufelgejagt werden…

    • Randolph sagt:

      @Nexus 90

      Sie haben sich die Antwort selber gegeben. Ob das Volk es so verdient hat, steht auf einem anderen Blatt Papier. Wofür sollen die Griechen noch auf die Straße gehen? Es ist doch nichts mehr da! Also warum dann noch protestieren? In Deutschland hingegen gäbe es noch genug Kapital was man demonstrativ einfordern könnte. Aber der Deutsche ist dazu nicht fähig weil im die geiselnde Vergangeheit im Nacken sitzt. Also überlassen wir das Feld vielleicht den Linksautonomen. Doch die werden auch nur Autos anzünden und nichts verändern.
      Also bleibt doch alles wie gehabt. LOL.

    • werner sagt:

      und wie war und ist das in D?
      Satt geht nicht auf die Strasse!

  7. Leser sagt:

    Griechenland ist da nicht der erste Staat mit Kommunalpleiten

    Auch in den USA sind schon regelmäßig Kommunen insolvent gegangen. Die Folgen sind dann ganz ähnlich. Insbesondere entbindet die Insolvenz die Kommunen davon, ihre Pensionsverpflichtungen den Kommunalbeamten gegenüber zu erfüllen. Da dies oft einer der größten Brocken im Haushalt ist, ist die Insolvenz da das scheinbar rettende Ufer.

    Die Folgen für die pensionierten Beamten sind dann allerdings dramatisch. So müssen sie nun beispielsweise in den betroffenen Kommunen in den USA von der Sozialhilfe leben, sofern sie keine Ersparnisse haben. Pensionen gibt es keine mehr.

    Das hält aber auch in Deutschland den Staat nicht davon ab, weiter jedem neu eingestellten Beamten großartige Pensionsversprechungen zu geben, wohlwissend sie niemals erfüllen zu werden.

    Im Zivilrecht nennt man das übrigens arglistige Täuschung bzw. Betrug.

  8. Sozialkritiker sagt:

    Jep. Wenn das jede Gemeinde in Griechenland macht, kann Athen gleich um ein paar Jahrzehnte Zahlungsaufschub bei der Troika bitten. Oder dem ganzen Zinober ein Ende setzen, und die Zahlungsunfaehigkeit erklaeren.

    Wer nix hat, dem kann man auch nichts wegnehmen.

  9. Hans-Peter sagt:

    Das ist ein Märchen.Sie stellen da vollkommen falsch dar.Aber das ist bei ihnen und ihrer rassistischer Griechenland-Berchterstattung auch nichts neues mehr.

    • Hans-Peter sagt:

      Nur um euch zu zeigen wie schlecht (gewollt?) und schlampig Ihr recherchiert:

      http://www.tanea.gr/ellada/article/?aid=4753876

      Knapp eine Millionen Euro wurden bereits bereitgestellt umd Löhne weiterhin zu zahlen.

      • Schlaui sagt:

        Genau. Vertrauet den einfältigen Gutmenschen. Und alles wird gut. In Wirklichkeit haben die Griechen nämlich gar keine Probleme.

      • Autofokus sagt:

        @Hans-Peter. Um diese Artikel der Tanea zu klären:
        Diese und noch eine andere Gemeinde haben zusammen bis 2010 Schulden von 140 Mio ( mit 1350 Staatbediensten) aufgehäuft, Das Personal wurde auf
        914 reduziert.
        Seither sind die Aufwendungen für die Löhne von 1.8 Mio auf 600’000 Euro pro Monat zurückgegangen.

        Woher auch immer das Geld kam, der einmalige Unterstützungsbetrag von knapp 1 Mio. Euro reichte also gerade mal etwas mehr als die die Löhne für Sept. 2010.
        Mit dem monatliche Zuschuss von 600’000 Euro aktuell, können also keine Schulden getilgt werden. Die Miese wird durch die auflaufenden Zinsen nur noch grösser.
        Also ein Fass ohne Boden auf Gemeinde-Ebene, wie auf Landesebene
        Das erklärt vielleicht als kleines Beispiel, weshalb die Politik am Euro festhält.

      • kalima sagt:

        leider kann ich kein griechisch!