Deutschland: Konsumklima trübt sich ein

Steigende Arbeitslosigkeit, Rekordwerte bei den Benzinpreisen und Angst vor sinkenden Löhnen haben die Kauflaune der Deutschen getrübt. Das Konsumklima für Oktober bleibt unverändert niedrig. Die Konjunkturaussichten schätzen die Verbraucher ebenfalls skeptisch ein.

Nachdem der Geschäftsklimaindex am Montag den 5. Monat in Folge gesunken ist, gibt es am Dienstag von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auch keine positiven Zahlen, die auf eine gute Stimmung unter den deutschen Konsumenten hinweist. Im Oktober verharrt das Konsumklima in Deutschland unverändert bei 5,9 Zählern.

„Die Verunsicherung der Verbraucher im Hinblick auf ihre finanziellen Möglichkeiten hat in den vergangenen Wochen zugenommen”, sagte Rolf Bürkl von der GfK. Die Konsumenten schätzten ihre Einkommensaussichten so schlecht ein wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. „Ursache dafür ist zum einen die leicht gestiegene Arbeitslosigkeit“, so Rolf Bürkl. Aber auch die deutlich gestiegenen Benzinpreise und der Anstieg der Teuerungsrate von 1,7 auf 2,1 Prozent seien hier ausschlaggebend. Die Konsumenten fürchten einen Verlust ihrer Kaufkraft. „Die Verunsicherung der Verbraucher im Hinblick auf ihre finanziellen Möglichkeiten hat in den vergangenen Wochen zugenommen.”

Aus diesem Grund bleibe die Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen, stabil und die Absicht, zu sparen, gering. „Die Verbraucher tendieren nach wie vor dazu, ihre finanziellen Mittel in werthaltige Anschaffungen – wie beispielsweise Immobilien – zu investieren als diese auf der Bank zu deponieren”, sagte Bürkl. Die Zinssätze hier seien einfach zu gering. Darüber hinaus erwarten die Konsumenten weiterhin kaum eine Erholung der Konjunktur. Das Wirtschaftswachstum verlangsame sich und die deutsche Wirtschaft könne „Wirtschaft immer weniger den weitreichenden Rezessionstendenzen in Europa entziehen”, so der GfK-Experte.

Kommentare

Dieser Artikel hat 11 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. DK_Jule sagt:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/geldanlage/2012-10/euro-krise-altersvorsorge-geldanlage-immobilien

    ich bin dafür, dass wir jetzt alle Kredite raushauen! JEDER der will soll sich jetzt verschulden dürfen… ich finde, wir sollten das Ganze ruhig noch mal eine Runde anheizen… ich möchte jetzt auch gern ein paar Kredite haben

    und zum Schluss machen wir einfach einen Reset des Wirtschaftssystems — ist doch egal mittlerweile.

  2. DK_Jule sagt:

    also ich schränke meinen Konsum ein, da die Politiker bereits neue Belastungen planen. Damit die Finanzkrise und Bankenrettungen bezahlt werden können will man trotz Rekordeinnahmen nun noch mit PKW-Maut auf allen Straßen abzocken und in den Innenstädten. Dann nachher noch insbesondere Pendler belasten, da die Zeiten gestaffelt werden sollen – wenn also alle zur Arbeit fahren MÜSSEN wird die Maut am teuersten – geschickt eingefädelt.

    also ich mach dann folgendes : entweder mein Arbeitgeber genehmigt mir dann HomeOffice, da ich mir die Mobitität bei den sinkenden Reallöhnen in DE dann nicht mehr leisten kann — oder ich meld mich mit ab in HartzIV und bleib auf dem Sofa sitzen — dann hab ich wenigstens noch 365 Euro zum Leben und die müsst ich sonst für Mobilität ausgeben.

    Die Grenze ist eindeutig überschritten – arbeiten lohnt nicht, Leute!!! Bleibt zu Hause!

    der Staat könnte auch einfach 100% von den Gehältern einziehen und dann nur noch den Hartz-Regelsatz an jedem auszahlen – wie wär es damit? Dann dürften doch alle Staats- und Bankenrettungen durch den Arbeitnehmer gedeckt sein, oder reicht das etwa immer noch nicht??

    also ich halt meine letzte Knete ab jetzt zusammen, wie es weitergeht: keine Ahnung — also Familie wie meine Eltern werd ich mir wohl nie leisten können, wenn es so weitergeht.

    DE ist das einzige Land seit 2000 das lauter aller Statistiken von ILO,OECD, EU die stärksten Reallohnsenkungen hatte, während die anderswo meist 2stellig stiegen.

    und wovon soll ich noch einkaufen? Soll ich Kredite aufnehmen wie die Spanier und Amis alle in ihren Schuldenblasen??

    Leute, es geht massiv abwärts überall — das müsstet ihr langsam mitbekommen haben — wir haben seit 2008 im Endeffekt Dauerkrise und die geht auch nicht weg. Der Letzte Zahler ist der dumme Depp Arbeitnehmer der finanziell nur noch stranguliert wird bei sinkendem Einkommen.

    meine letzten Einkäufe sind getätigt — ich muss die neuen Belastungen noch bis zur Privatinsolvenz einigermaßen überbrücken.

    bei stagnierenden Einkommen steigen bei mir Mieten,Energie,Mobilität — und die Politik ist auch erst zufrieden, wenn jeder nur noch auf Hartz-Niveau lebt.

    wenn ich schwarz putzen gehen würde oder Nachhilfe geben würde, hätte ich mehr als mit dem regulären Gehalt das seit 2002 in DE weitgehend eingefroren wurde.

    nach dem Studium geh ich ins Ausland — außerhalb EU- diese Region hat einfach keine Zukunft mehr.

  3. Bismark sagt:

    Jetzt noch Papier EUROS in echtes Gold tauschen:

    Für Leute mit weniger Geld sind die Kaiser Wilhelm 20 Mark Goldmünzen sehr interessant.
    Hier mal die Beschreibung:

    http://www.goldseiten.de/muenzen/gold-historisch.php

  4. eder, schreinermeister sagt:

    Für meine kleine Schreinerei ist die Auftragslage nach wie vor extrem „gut“. Ich bin voll mit Arbeit bis April 2013 und es geht vielen Handwerkern so wie mir. Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Auftragsstaus besteht, diesmal fühlt es sich an wie der letzte Tanz.
    Ich hoffe für uns Deutsche dass wir zur Besinnung kommen wenn die Party vorbei ist!

  5. kartaco sagt:

    sparanlagen oder riestern lohnt sie nur für banken oder versicherungen .dem anleger bleibt nichts als euros die ständig an wert verlieren. und am ende leere taschen.
    könnt ihr behalten !

  6. werner sagt:

    nun, Herr Bürkle scheint mit Scheuklappen versehen. Selbst wenn Benzinpreise, gestiegene Infaltionsrate, etc. der Ausgabenfreude des deutschen Michel entgegenwirken, so blendet er wohl doch einen wichtigen Faktor aus: die Umwelt! Die Umwelt im wahrsten Sinn des Wortes, bestehend aus Frankreich, Spanien, Italien, griechenland, Irland, etc. Ganz so blöd, wie die MSM den deutschen Michel gerne halten möchten, ist er dann doch nicht, denn immerhin gibt es (noch) das www mit seinen Informationsquellen.
    Die EInschläge die der Kapitalismus auf die Bevölkerung herniederregnen läßt, kommen näher und dies führt zu Erschütterungen, die sogar, ein sich von der Natur inzwischen weit entferntes Lebenwesen wie der deutsche Michel, noch spüren kann.
    Das Phänomen nennt sich Angstpsaren, nur es wird in diesem Fall nichts nützen, denn die Ersparnisse sind schon weg.

  7. flurdab sagt:

    Eintrübung!

    Haha, das ist trockener Humor.

  8. J.J.Rousseau sagt:

    Alles nur Folge von Ursache und Wirkung. Die Anwärtsspirale dreht – schnell. Ursache sind die Bankster, Konzerne und ihre Kaufpolitiker. Sie suchen nicht das Wohl Aller, sondern bereichern sich. lügen, korrumpieren. In der Sitze dieser kleinen Elite hat sich so viel Geld gesammelt – die die Vorstellungskraft übersteigt. Nur die Sklaven, schlafen und dienen immer weiter den Lügensystemen.

  9. tomorrow sagt:

    Das sind also die Trümmer der verlorenen Schlacht?

    Der Verbraucher ist weiterhin genötigt, an seiner vollständigen Ausrottung zu arbeiten?

    Ja das ist wirklich so. Außergewöhnlich.

    FG tomorrow