Autofahren im September so teuer wie noch nie

Der Benzinpreise in Deutschland steigt seit Jahresbeginn ungebremst. Der September war für Autofahrer der teuerste Monat aller Zeiten war. Meist seien die Preisanstieg jedoch nicht nachvollziehbar, sagt der ADAC. 2012 droht nun gemessen an den derzeitigen Benzinpreisen zum teuersten Jahr zu werden.

Der September ist nicht der erste Monat, in dem die Benzinpreise kräftig angezogen haben, doch das bereits hohe Niveau aus den Vormonaten hat den September für Autofahrer zum teuersten Monat überhaupt gemacht, teilte der ADAC am Montag mit. Durchschnittlich kostete ein Liter Super E10 im vergangenen Monat 1,671 Euro und somit 1,5 Cent mehr als noch im August. Mit 1,709 Euro erreichte der Liter Super E10 am 13. September einen historischen Höchststand. Der Preis für Diesel lag mit 1,2 Cent ebenfalls über dem Durchschnitt vom August. Am 9. September beispielsweise kostete der Liter Diesel mit 1,546 Euro am meisten.

Der ADAC schätzt, dass somit „das laufende Jahr als bislang teuerstes Tankjahr in die Geschichte eingehen dürfte“. Auf gestiegene Ölpreise oder höhere Steuern allein sei die Entwicklung im September beispielsweise aber nicht zurück zu führen. Die hohen Spritpreise seien „zu keinem Zeitpunkt des vergangenen Monats gerechtfertigt gewesen“. Vielmehr hätten es „die Mineralölkonzerne verstanden, trotz der insgesamt günstigen Ölpreisentwicklung und des wieder erstarkten Euros den Autofahrern besonders tief in die Tasche zu greifen“.

Kommentare

Dieser Artikel hat 21 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Ökonomin sagt:

    Gerade hatte ich einen Kommentar begonnen und bin auf eine Taste geraten. Ich weiß nicht ob meine unvollendeter Kommentar abgeschickt wurde oder nicht. Also nochmal:

    Hier lese ich vorwiegend Kommentare, die versuchen die Entwicklung der deutschen Spritpreise (indirekt) zu rechtfertigen. Ebenso werden viele Alternativen vorgeschlagen wie beispielsweise:

    – man Kaufe sich ein Aute, welches weniger Sprit benötigt.
    – in anderen Ländern sei der Sprit noch teurer
    – Altenativen……

    Deutschland hat sehr viele Bewohner, die sich a) kein neues Auto leisten können, b) ein Auto benötigen, um zur Arbeit zu fahren (z.B. 40 km / eine Alternative ist nicht in Sicht, da man mit dem Zug für 80 km – hin und zurück – 4 Stunden benötigen würde), c) ihr aktuelles Auto (vielleicht 10 Jahre alt) bisher nicht abbezahlt ist, d) die Miete, die Familie etc. zu finanzieren haben …………

    Und jetzt ein paar Sätze, die zum Nachdenken anregen sollen:

    Es gibt ausgesprochen viele Länder in denen der Sprit deutlich billiger ist. Ein Beispiel: Frankreich heute (3. Oktober 2012) – der Diesel in Deutschland pro Liter 1.49,9 € und in Frankreich 1.37,9 €. Wirtschaftlich betrachtet ist das sehr seltsam, da Frankreich abartig verschuldet ist und einen starken konjunkturellen Abschwung verzeichnet (siehe Nachrichten).

    Dazu kommt das Einkommensniveau einer Bevölkerung eines Landes. Deutschland betreibt Lohndumping – Frabkreich nicht – und erhöht die Spritpreise. Verarmungsstrategie? (siehe Wirtschaftsstatistiken)

    Embargo gegen den Iran ohne Beweise (siehe Nachrichten). Der deutsche Bürger zahlt nicht nur seinen Sprit sondern auch die Mitgliedschaft bei der Nato und damit deren Kriegstreiberei.

    Peak Oil – gibt es das oder nicht? Laut Forschungen der letzten 10 Jahre nicht. Ebenfalls entsteht laut Forschung Öl nicht ausschließlich so, wie es die öffentliche deutsche Wissenschaft bis heute lehrt. (Siehe Forschungsberichte und Nachrichten Ausland).

    Umwelt – Klimaerwärmung aufgrund menschlich verursachtem CO2? Wissenschaftlich logisch ist das nicht.(Siehe Forsachungsberichte). Eigener Kommentar dazu: Bisher war es laut klimatischen Messungen und historischen Informationen so, dass es Warmzeiten und Kaltzeiten gab. In einer Warmzeit wurde immerr CO2 frei, da z.B. Eisreservoireschmolzen oder Permafrostböden auftauten…… . Danach kam es aber immer zu einer Kaltzeit.
    Jetzt zahlen wir Windräder in der Nordsee, die neben hohen Kosten das bisschen Natur nocht zerstören, welches wir noch haben.
    (Frage: Wieso wurde Dubai (Höhe: NN) gebaut, wenn doch die Erderwärmung die Meeresspiegel steigen lässt?)

    ………

    Fazit:
    Wer sein Geldsystem auf Schuldgeld baut wird immer in Schuld bleiben und wer glaubt, dass wirtschaftliches Wachstum mit diesem Schuldgeldsystem harmonisieren kann, der hat a) historische Ereignisse nicht verstanden und b) versteht unser heutiges Gedsystem und Wirtschaftssystem und dessen Folgen nicht (Die Folgen erleben wir gerade z.B. hinisichtlich der Spritpreise).

    Ich bin dazu bereit ein Auto zu fahren, welches nur 3 Liter benötigt. Alternativ fahre ich auch ein Motorrad. Ich fahre auch Zug und nehme dann eine Haushälterin. Wer von Ihnen übernimmt meine Kosten? Ich kann es mir selbst – trotz Arbeitsplatz – nicht leisten.

    • guantanamera sagt:

      Da Sie sich als Ökonomin bezeichen finde ich eine Aussage etwas merkwürdig. Ihr Unverständnis gegenüber den niedrigeren Spritpreisen in Frankreich.

      Gerade weil sich Frankreich in einer heftigen Talfahrt befindet, ist es logisch, dass die Spritpreise dort nicht so anziehen. Die Deutschen tanken fast unverändert. Selbst bei höheren Preisen, weil die Nachfrage konstant bleibt.

      Dies ist in Frankreich nicht so. Deshalb setzen sich dort höhere Preise schlechter durch und das Preisniveau ist stabiler. Ein klassischer Fall von Angebot und Nachfrage.

      Eine weitere Anmerkung noch zum Peak Oil. Ob dieser erreicht ist oder nicht, spielt nicht wirklich die grosse Rolle. Der Aufwand, den Peak Oil weiter nach hinten zu schieben, wird immer grösser.

      Die Saudis müssen weiter rein in die Wüste was schon an sich nicht unproblematisch ist und die Ölplattformen auf dem Meer müssen immer tiefere Regionen anzapfen, was mit höheren Risiken verbunden ist, deren Folgen wir zuletzt im Golf von Mexiko „bewundern“ konnten.

      Wahrscheinlich ist das Öl erst zu Ende, wenn die Meere verseucht sind. Na Klasse. Da wäre es doch schlauer sich dem Unvermeidlichen etwas früher zuzuwenden, oder?

      Und die Windräder haben nichts mit der CO2-Problematik – ob wahr oder nicht – zu tun, sondern mit dem Atomausstieg.

  2. guantanamera sagt:

    Was regt man sich hier so künstlich auf? Das 3-Liter-Auto gab es schon vor 10 Jahren und niemand wollte es.

    Öl ist zu wertvoll um einfach nur verbrannt zu werden. Unsere Mobilität wird verändert werden müssen.

    Je erfolgreicher die Deutsche Automobilindustrie ihre Spritfresser in China verkauft, desto schneller wird das Öl knapp.

    Dann noch die RIESENDUMMHEIT mit dem Embargo gegen den Iran. Wie kann man nur so dämlich sein? Wir hätten das Öl dort sogar direkt in EURO kaufen können ohne Dollar-Umweg. Aber das war wohl genau der Grund, warum uns die Amis den Riegel vorschoben.

    Das Embargo ist völlig nutzlos. Die Werkstatt der Welt ist in China. Dort bekommt der Iran bekommt alles, was er braucht und das sogar für eine weitaus bessere Währung als den Dollar.

    Wir werden von rückgratlosen Dumpfbacken regiert und die Mehrheit der Bevölkerung findet das gut, weil sie selbst rückgratlose Dumpfbacken sind.

    Dagegen anzuschreiben ist sinnlos, aber es macht manchmal Spass sich darüber lustig zu machen.

  3. Bismark sagt:

    Auto abschaffen b.z.w. so wenig wie möglich fahren.
    Gutes Fahrrad kaufen. Darauf achten das das Fahrrad nicht zuviel Technik hat, also simpel Fahrrad kaufen!
    Mit dem ersparten Geld dann Silbermünzen, haltbare Lebensmittel, robuste Kleidung, Survival Ausrüstung kaufen.

    • Nostradamus sagt:

      habe ich mir auch angeschafft eine nagelneue

      „HARLEYTRETMEINSOHN“

      auch bei Sau Kälte gehts auch noch mit Zipfelkappe Schal und dicke Handschuhe – halt nicht so schnell sonst pfeift einem der Wind die Nase ab.

      Nur die Pakete die schweren Dinger gehen per altem Golf 2 – das genügt.

      Fazit:

      Was Du nicht ausgibst mußt Du nicht wieder mühselig erarbeiten !

  4. Alles wird gut sagt:

    Das was ihr hier mehr ausgebt, koennt ihr laessig an „den Maerkten“ wieder verdienen, so einfach ist das, also nicht aufregen!

    • Nostradamus sagt:

      …lässig an den Märkten verdienen ?????

      Also wenn ich mir diese Märkte Zahlen und Prozente ansehe, muß ich mich allerernstes fragen wie man denn so lässig an diesen sogenannten Märkten das Geld verdient????

      Also wenn ich 100 Euronen einsetze und der sogenannte Markt hüpft um 0,2 Prozent

      … für dieses Geld saufe ich mir dann leichter einen an… da hab ich wenigstens einen Voll´rausch in der Klatsche bevor ich mein sauer verdientes Geld

      buchstäblch zum Fenster raus werfe !

  5. Heiko sagt:

    Der Preis für die „Freiheit und Demokratie“ der Völker im nahen Osten ist eben ein hoher, den wir selbstverständlich, in bewährter Rüssel-an-Schwanz-Manier, bereit sind zu zahlen. Jedenfalls habe ich in Deutschland noch keine Tankstellen brennen sehen, oder habe ich da etwas verpasst?
    Also, alles halb so schlimm…

  6. Andy sagt:

    Wieso beschwert sich der ADAC? Der tut ja so, als wäre die Regierung durch Putsch an die Macht gekommen und beute nun die Bürger ohne rechtliche Basis aus.
    Die Deutschen und der ADAC haben offenbar schon vergessen, daß sie ja eine permanent steigende Ökosteuer auf Benzin haben wollten und bekommen haben. ebenso eine Stromabgabe.
    Alles demokratisch so gewählt, also zahlen und Klappe halten!

  7. FDominicus sagt:

    Der ADAC vergisst zu erwähnen, daß ca 1 € davon an den Staat fließt. Was natürlich ganz klar auch die Schuld der Mineralälkonzerne ist. Nach schlecht kommt schlechter….

    • tomorrow sagt:

      Genauso sehe ich das auch, denn das ist die Realität.
      Die Steuer muss sinken, sonst werden die Kosten noch weiter explodieren.
      Letztlich zahlen wir über die hohen Energiekosten auch teure Lebensmittelpreise. Jetzt soll der Autofahrer sparen, wenn er zur Arbeit fährt. Wenn er im Jahressteuer-Ausgleichsantrag die Kosten geltend macht, erhält er einen gewissen Vorteil zuerkannt. Das ist unter dem Strich für den Endverbraucher aber unerheblich.

      Hier wird durch Medienmanipulation und Indoktrinierung der Verbraucher, ein nicht mehr ernst zu nehmender Zustand X manifestiert und weiter ausgebaut, der es den Überlebenden dieses grottenschlechten Wirtschaftsimperiums und der Steuerbehörden erlaubt, ohne mit der Wimper zu zucken, den Steueranteil am Beispiel Benzin, weiter zu erhöhen.

      Eines Tages kostet der Liter Sprit 2,50€, dann sind wir bei der Forderung der Grünen angekommen. Aber wenn man meint, dass war´s, kommt immer noch was nach.

      Du sollst nicht aufstehen, sondern liegen bleiben. Das ist ein Befehl. ()

      • otto936 sagt:

        Senkt der Staat die Steuer wird der Sprit keineswegs billiger – die Konzerne schlagen die Differenz einfach als IHREN Gewinn wieder drauf. Oder glaubt noch jemand an einen funktionierenden Wettbewerb ?

        Im übrigen: NIE wurden mehr spritfressende SUVs verkauft als letztes Jahr. Sparsame Autos kauft der Deutsche sowenig wie der Ami auf seine Knarre verzichtet; nur jammern wir besser.

      • Peter G. sagt:

        Vor einer Woche habe ich in Luxemburg Diesel für 127,5 Cent/L getankt. Luxemburg nimmt in der Wohlstandstabelle weltweit der ersten Platz ein. Uns dagegen wird versichert, dass Deutschland ja so sehr vom Euro profitiert. Mit inflationsbedingt sinkender Kaufkraft des Euro werden die Rohstoffkosten noch viel mehr ansteigen. Außerdem tun wir mit der Verwirklichung grün/roter Utopien noch ein Übriges, um die eigene Wirtschaftskraft zu schwächen. Das Ausland lacht sich ins Fäustchen.

    • Peter G. sagt:

      Wenn der ADAC die Interessen der Autofahrer vertreten würde, würde er auf seinen erstklassig gelegenen Grundstücken in ganz Deutschland Kartentankstellen einrichten und den Sprit zum Selbstkostenpreis abgeben.

  8. Nostradamus sagt:

    Sory hatte ganz vergessen….

    damit er dies nicht bezahlen muß kauft er sich ganz fluggs

    natürlich

    ein ELEKTRO – AUTO !

    das säuft kein ja Benzin !

    • Euro_Doom sagt:

      … und die Strompreise im chaotischen, instabilen deutschen Stromnetzt explodieren noch weiter. Tolle Alternative!

      • otto936 sagt:

        Habe ich auch noch nie verstanden. Irgendwo muß der Strom am Ende ja herkommen – und jede weitere Umwandlungsstufe im Produktionsprozess mindert die Gesamtausbeute. Ob da am Ende Elektroautos DIE effektive Lösung sind bleibt abzuwarten.

  9. Nostradamus sagt:

    Besonders tief in die Tasche gegriffen ist

    über 1,00 € STEUERN pro LITER 1!!!!

    Dort sitzen die bösen ÖLSCHEICHS und die bösen MINERALÖLGESELLSCHAFTEN !

    Seht euch nur mal den MWST Betrag auf eurer Tankrechnung an !

    Das reicht jedoch nicht !

    STEUER noch auf die STEUER drauf !

    Ja da freut sich das VOLK – das kurbelt die Wirtschft an – da entseht Wachstum – das schafft Arbeitsplätze – das lockt Unternehmen an um sich hier niederzulassen !

    Da sieht man doch ganz genau, dass dies gar nicht gewollt ist – ganz im Gegenteil !

    Abzocke um jeden Preis – ist ja egal wenn der Arbeiter nur für den Benzin zum arbeiten fährt !

    • Autofokus sagt:

      @Nostradamus : Warum denn so kleinlich ? Schliesslich wird der Euro gerettet, koste es, was es wolle, sonst scheitert ja Europa, obwohl Europa ein paar Jährchen länger existiert als der Euro…..und nein, da freut sich das Volk nicht, bloss Schäuble über höhere Steuer-Einnahmen, auch wenn der Schuldenberg Deutschland’s stetig ansteigt.

      Das ist eben der Preis für das EU/Euro- Projekt : Frieden und Wohlstand wo man hinsieht !

      • akü sagt:

        Daniel Cohn Bendit formuliert zu seinem Buch “EU-Manifest” seine eigene Kritik: “Es geht um Quantensprünge”. In der Tat, davon zu träumen, alles zu einer EU zu zentralisieren und dann im letzten Schritt demokratische Strukturen in Europa einzuführen, das wäre ein neues gesellschaftliches Gesetz. Diese Vorstellung funktioniert vielleicht in der Physik, nicht aber in der realen Welt, in der Interessensgruppen der Erwerbstätigen, der Bevölkerungen, des Mittelstandes und der Wirtschaftsunternehmen auf die Interessen einer weltweit agierenden Finanzoligarchie trifft.

        http://tv-orange.de/2012/10/finanzoligarchie-und-volk-sitzt-nicht-in-einem-boot/