Italien mit höchster Staatsverschuldung nach Griechenland

Gemessen an der Staatsverschuldung ist Italien in einer deutlich schlechteren Situation an Spanien. Das könnte dem Land noch zum Verhängnis werden. 2011 ist die Verschuldung sogar noch stärker angestiegen als ursprünglich angenommen.

Die griechische Staatsverschuldung ist mit 170,95 Prozent des BIP das Land mit der höchsten Staatsverschuldung. Doch wie die italienische Statistikbehörde Istat am Donnerstag mitteilte, steigt auch die Staatsverschuldung Italiens. Istat korrigierte den zuvor vermittelten Wert von 120,1 Prozent am Donnerstag auf 120,7 Prozent des BIP. Damit ist Italien nach Griechenland das am zweithöchsten verschuldete Land in der Eurozone.

Im kommenden Jahr soll nach Berechnungen der italienischen Regierung die Staatsverschuldung sogar noch weiter, auf 126,1 Prozent, ansteigen. Als Grund dafür gibt die Regierung die derzeitige Rezession im Land an. In diesem Jahr soll das Wirtschaftswachstum um 2,4 Prozent sinken und 2013 immerhin noch um 0,2 Prozent.

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Kommentare

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  1. euronix sagt:

    die italiener können mit zahlen sehr gut jonglieren.

    eventuell sogar besser als die griechen, das können!

  2. Nostradamus sagt:

    In Deutschland wächst die Verschuldung auch – man muß nur die Neuverschuldung sich merken.

    Es wird nicht weniger – es wird immer mehr so wie bei den anderen auch !

    Würde eine Tilgung von 100 MIllionen pro Monat abgezahlt dieser Staatsschulden

    so wären nach

    1500 Jahren !!!!!!!

    die Staatsschulden bezahlt ! (ohne Zins und Zinseszinsen)

    Ja dann könnten wir uns freuen endlich haben WIR das VOLK keine Schulden mehr !

    Dann müssten WIR auch nicht mehr so viel STEUERN berappen !

    Also Bürger freut euch der Tag der Schuldeneliminierung ist ganz Nahe !

  3. Michael Falke sagt:

    Meine Empfehlung für heute – Einführung in das Schuldgeldsystem:

    http://www.petersdurchblick.com/p/geldsystem.html

  4. flonic sagt:

    Die italienische Politik ist gegenüber seinen EU-„Partnern“ ein zahnloser Tiger! Die Regierung Monti kann nur auf die eigene Bevölkerung einschlagen, aber keine echte Politik in der €-EU machen.

    Italien hat es bis heute nicht geschafft Handelshemmnisse seiner „Partnerländer“ abzuschaffen. Dazu zählt im Binnenmarkt der EU, hier z.B. in Deutschland Kaffeesteuer und Schaumweinsteuer. Da Italien in der EU einer der größten, wenn nicht gar der größte, Kaffee- und Schaumweinproduzenten ist, sind solche Handelshemmnisse (aus deutscher Sicht gegenüber Italien) eine starke Exportbremse für Italien.

    Deutschland schützt z.B. mit diesen beiden Steuern (Kaffee- und Schaumwein) deutsche Produzenten vor ausländischer Konkurrenz. Der deutsche Markt wird so fast vollständig abgeschottet und staatlich reguliert. In diesem Bereich gibt es keinen Binnenmarkt, da der Import stark reglementiert ist d.h. für den Import benötigt jeder eine staatliche Genehmigung der deutschen Zoll-Behörde (!), trotz €-Binnenmarkt,die gar nicht so leicht zu bekommen ist.

    Was würde Deutschland sagen, wenn die EU-Partnerländer plötzlich eine Maschinenteilesteuer, Kfz-Einfuhrsteuer etc. staatlich reguliert einführen würden. Dann wäre es ganz, ganz schnell vorbei mit dem deutschen Export. Und die Staatsverschuldung würde galoppieren.

    Also immer mal die Kirche im Dorf lassen und sich zu aller erst an der eigenen Nase ziehen. So eine €-EU kann so nicht funktionieren. Ein Land das für sich alle Vorteile beansprucht und alle anderen sollen nach dessen Pfeife tanzen. Wenn es dann schlecht läuft, weil der eingeschlagene Weg in die Sackgasse geführt hat, auch noch verbal auf den anderen herumschlagen und diese an den Pranger wegen Unvermögen stellen wollen.

    Das ist nicht nur Populismus, das ist Dreist und Frech dazu!

    • Andy sagt:

      „…mit diesen beiden Steuern (Kaffee- und Schaumwein) deutsche Produzenten vor ausländischer Konkurrenz…“
      Das stimmt natürlich nicht. Erstens sind mir keine deutschen Kaffeeplantagen bekannt, die man schützen müsste und zweitens gilt die Schaumweinsteuer für ALLE, nicht nur für importierten Schaumwein. Deshalb hat die EU auch kein Vertragsverletzungsverfahren angestrebt.
      Es ist ausschließlich Sache der Deurtschen, wenn sie pro kg Kaffee 2,19 Euro an Steuer zahlen wollen (in Summe 1.000 Mio Euro pro Jahr) und dieses Geld dann an die Pleitiers der EU verschenken möchten!
      Niemand hat das Recht in der derzeitigen Konstellation, die Deutschen daran zu hindern!
      Es steht den Deutschen frei, sich eine Mehrheit zu schaffen, die diese Steuern abschafft. Da es diese Mehrheit nicht gibt, kann eine nationale Steuer auch nicht von außen abgeschafft werden. Das wird erst möglich, wenn die EUdSSR vollständig verwirklicht ist. Dann kann der oberste Sowjet (pardon, das EU-Parlament) der DDSR jede Vorschrift machen, die die delegierten für notwendig erachten.

      • flonic sagt:

        nicht ganz richtig was hier geschrieben wird.

        1.) darf nicht JEDER nach Deutschland Importieren, da hierfür eine Genehmigung des Zolls benötigt wird (im Gegensatz zu allen anderen Waren!), also auch die Verweigerung jederzeit (und oft) möglich ist. Davon betroffen ist selbst die Durchführung (Straße und Wasserweg).

        2.) es ein rein nationale Steuer darstellt und auch bei Röstkaffee nicht in ATLAS geführt wird.

        Wenn das kein klassisches Handelshemmnis ist, dann ist auch schwarz = weis.

        Aber natürlich kann man auch um Deutschland einen großen Zaun bauen, hat’s alles schon gegeben.

    • Rubio sagt:

      Selten so einen Schwachsinn gelesen. Die Schaumweinsteuer wurde 1902 eingeführt, um die kaiserliche Kriegsflotte zu finanzieren. Gezahlt hat sie jeder Konsument, und das bis heute. Es hat also nicht die Spur etwas mit Handelshemmnissen gegen Italien zu tun. Und die Kaffeesteuer ist noch 100 Jahre älter, und ist ebenfalls eine Verbrauchsteuer. Italien würde nicht eine Kaffeebohne mehr in Deutschland verkaufen, wenn es diese Steuern nicht gäbe. Obwohl es richtig wäre, diese abzuschaffen. Und falls Italien neue Verbrauchsteuern einführen möchte, dann sollen sie das tun. Es würde sicherlich unseren Export weniger treffen als den italienischen Konsumenten. Aber mit diesen Parolen oben macht man tatsächlich inzwischen Stimmung gegen Deutschland, a.) um vom eigenen Unvermögen abzulenken, und b.) um die Agression der Bevölkerung auf ein äusseres Feindbild zu lenken.

      • flonic sagt:

        Es geht nicht im geringsten um Feindbilder oder negative Stimmung bzw. um von irgend einen Unvermögen abzulenken. Leider ist es oft Realität das gerade die Bundesrepublik das mit dem EU-Binnenmarkt, wovon sie selbst profitiert, nicht ganz so genau nimmt.

        Zum Thema Steuern. Diese sind in Italien seit langem deutlich höher als in Deutschland und im übrigen in den letzten Monaten (wie fast überall in Europa) erhöht worden.

        Wer war denn die treibende Kraft für den Euro und den europäischen Binnenmarkt? Die CDU geführte Kohl-Regierung zusammen mit den Franzosen. Hält Deutschland auch wirklich die Maastricht-Kriterien ein?

        Die Bundesrepublik hat, wenn Euro und Binnenmarkt nicht mehr gefällt, jederzeit die Möglichkeit aus dem Euro auszutreten und den Binnenmarkt für sich zurückzuschneiden. Das haben auch die Deutschen und ihre Politiker in der Hand.

  5. Walküre sagt:

    Die EU ist ein ganz langer schwarzer Tunnel aber ohne das weisse Licht am Ende!

  6. Reiner Vogels sagt:

    In Zeiten omnipotenter Notenbanken sind sowohl staatliche als auch private Schulden letztlich kein Problem. Die Notenbanken können und wollen erklärtermaßen im Krisenfall unbegrenzt Geld aus dem Nichts schaffen und so die Schulden weginflationieren.

    Niemand sollte daran zweifeln, dass sie das auch tun werden. Wer z.B. die gestrige Pressekonferenz des Herrn Draghi verfolgt hat, weiß, dass er zu allem entschlossen ist. Was die drohende Inflation betrifft, hatte er nur die durch nichts zu begründende treuherzige Versicherung zu bieten, dass die Inflationsrate im Euroraum im nächsten Jahr deutlich zurückgehen werde. Derartige verbale Beruhigungspillen hat schon sein Vorgänger Trichet regelmäßig verteilt, ohne dass sie von der tatsächlichen Entwicklung bestätigt worden wären.

    Ich empfehle das Buch von Adam Fergusson „When money dies“. Ich warne allerdings: Was er an Hand der Entwicklung in Deutschland (und Österreich) in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg beschreibt, ist derart deprimierend, gerade auch im Blick auf die Unwilligkeit der Regierung, die Realität zu erkennen, dass grenzenloses Gelddrucken die eigentliche Ursache der Inflation ist, dass es schon starker Nerven bedarf, dieses Buch zu lesen. Dies gilt vor allem im Blick auf die Tatsache, dass in dieser Entwicklung zu Beginn der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts das vorab abgebildet sein könnte, was Europa noch bevorsteht. Die Dummheit und Realitätsverweigerung der Politiker eingeschlossen!

    • nicht von Bedeutung sagt:

      Auch wenn´s vielleicht hier nicht eins zu eins passt, kopiere ich hier mal einen Kommentar, der ein paar Hintergründe beleuchtet.
      Die USA sind genausowenig eine Republik, wie die BRD eine Verfassung hat…
      Im Jahre 1871 verabschiedete der US-Kongress den “District of Columbia Organic Act of 1871″ der effektiv die gesamte Legislation der USA zu einer Corporation unter City of London- Gesetzgebung mit privaten Shareholdern macht. Nebenbei: die City of London ist ein kleiner Stadtstaat mit einer Gesetzgebung und exterritorial zu England (wie Vatikan).
      1913 mit der Gründung der Fed wurden praktisch alle USAmerikaner an die großen Bankdynastien verkauft, in dem die Steuergelder als Sicherheit eingesetzt wurden.
      Kurz: “Kapitalismus” war schon immer eher Blendwerk, um Besitzverhältnisse zu verschleiern und führt genau wie Marxismus zu oligarchischen Strukturen; im einen regieren halt Bankster, im anderen Parteifuzzis.
      Was mit der BRD nach 1945 passiert ist, ist sehr ähnlich (Staatssimulation ohne Verfassung, “BRD GmbH”) und der Euro ist die Methode der Bankster weiter in diese Richtung zu arbeiten.
      “Vereinigte Staaten von Europa”???

    • G.N. sagt:

      Hat das Buch jetzt einen neuen Namen?
      Das Ende des Geldes: Hyperinflation und ihre Folgen für die Menschen am Beispiel der Weimarer Republik
      von Max Otte und Adam Fergusson

      • Reiner Vogels sagt:

        Der Originaltitel lautet „When money dies“. Ist auch als E-Book für ein paar Euro erhältlich.

  7. Hans-Peter sagt:

    Italien hat weniger Gesamtschulden (also privat und öffentlich) als Deutschland.Jetzt werden sie sagen das private Verschuldung nicht so schlimm ist wie die öffentliche Verschuldung aber dann müssen sie sich fragen wieso Irland,Spanien und Portugal in der Klemme stecken.Genau.Wegen ihren Bankenschulden.Und diese gehören nun einmal offiziell zu den privaten Schulden.Leider wissen wir aber alle das der Staat überall für die Pleite-Banken einsteht.Ich weiss das will niemand hier hören aber wir sind genau so pleite wie die Italiener oder die Griechen.Auch unsere Gesamtverschuldung liegt über 300%.Aber das sagt uns niemand in den System-Medien.

    • Dagmar sagt:

      Völlig richtig erkannt. Dazu passt die Meldung, dass die italienischen Banken schon jetzt jammern, dass sie in zwei Jahren den Tender der EZB zurück zahlen sollen. Das können sie nicht, da es sonst zu einer Kreditklemme käme. Dabei ist das Geld nie in der Wirtschaft angekommen, es wurde lediglich zum Löcher stopfen genutzt.

      • shobozenzo sagt:

        Da wird bestimmt ein neuer Tender ausbezahlt, um den alten zurückzu-
        zahlen. Wetten dass? Mein Gott, das ist doch nur ein kleiner Gott-Schalk!

    • Steuerzahler sagt:

      lt. CAI beträgt die Verschuldung von Italien 115,3 % in 2009 und von
      Deutschland 77.2% des BIP.