Portugal kriegt ein Jahr mehr Zeit

Portugal wird es nicht schaffen seine Defizit-Vorgaben zu erreichen. Aus diesem Grund hat der EU-Rat nun zugestimmt, dem Land bis 2014 Zeit dafür zu geben. Allerdings ist fragwürdig, ob das genügen wird. Griechenland muss indes weiter auf eine Entscheidung warten.

Während Griechenland noch nicht weiß, ob die internationalen Gläubiger dem Land mehr Zeit einräumen werden, um die Sparmaßnahmen umzusetzen, gab der EU-Rat am Dienstag grünes Licht für Portugal. In einer Pressemitteilung teilte der Rat mit, dass die Defizitziele Portugals für 2012 und 2013 gelockert werden, so dass das Land nun bis 2014 Zeit hat – also ein Jahr länger – um sein Defizit auf unter 3 Prozent zu bringen.

Wie Spanien zuvor schon mehrere Male hat Portugal dementsprechend nun etwas Zeit zum Durchatmen erhalten. Wenngleich diese kleine Verschnaufpause nicht ausreichen wird, um das Land aus der Krise zu holen. Die Ratingagentur Moody’s rechnet sogar damit, dass es um Portugal viel schlechter steht als angenommen und das Land ein weiteres Rettungspaket benötigen wird, bevor es sich an den Finanzmärkten wieder selbst refinanzieren kann (mehr hier).

Kommentare

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  1. target2 und crash kommt herbei sagt:

    wie isscht das nur möglich? Portugal isscht doch auf einem guten Weg!

  2. Willi Wucher sagt:

    Portugal kriegt ein Jahr mehr Zeit.

    Also auf gut deutsch:

    Nicht versetzt !! umgangssprachlich: Sitzenbleiber/Hockenbleiber

    Aus Ehrenrundendrehern ist noch nie etwas geworden, noch nie!

  3. khd sagt:

    Die „Zeit zum Durchatmen“ verkauft nur die Öffebtlichkeit für dumm. Portugal wird auch in zwei Jahren das Defizitziel nicht erreicht haben, wenn es dann noch im EURO Raum ist. Die Defizitreduktion wurde bis dato nur mit Buchungstricks und einer grossen Privatisierung erreicht. DIe Buchungstricks haben allerdings die Verschuldung rasant um 30% seit Einstieg in die „Rettung“ ansteigen lassen. Da im nächsten Jahr wieder Urlaubs- und Weihnachtsgeld für die Staatsangestellten gezahlt werden muss, werden sich die Defizite eher ausweiten. Daran werden auch die Steuererhöhungen nichts ändern, die gerade verabschiedet wurden. Wie in zwei Jahren die Schuldenquote von voraussichtlich 145% das Land stabilisieren soll, sollte uns der EU Rat dann auch plausibel machen. In Unternehmen würden solche unfähigen Entscheider wie im EU Rat fristlos gefeuert.