Krise lässt Vermögen der Europäer schrumpfen

In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Schuldenkrise auch in den Geldbörsen der Europäer niedergeschlagen. Um über 10 Billionen Dollar ist das vermögen der Europäer gesunken. Zu diesem Schluss kommt Credit Suisse. Das Vermögen der US-Amerikaner hingegen stieg leicht.

Jedes Jahr veröffentlicht die Schweizer Credit Suisse ihren Global-Wealth-Report. Die Studie geht auf die Entwicklung der Vermögenswerte weltweit und in einzelnen Regionen innerhalb eines Jahres ein. Wie der aktuelle Bericht zeigt, ist das weltweite Vermögen  gemessen am Dollarkurs zwischen Mitte 20122 und Mitte 2012 um 5,2 Prozent auf 223 Billionen Dollar gesunken. Die Hauptursache dieser Entwicklung sei in der Eurokrise zu finden. „Die wirtschaftlichen Unsicherheiten des vergangenen Jahres haben einen großen Schatten auf die Vermögen der privaten Haushalte geworfen“, sagt Richard Kersley vom Credit Suisse Research Institute.

So sind beispielsweise die Europäer stark von einem Vermögensverlust betroffen gewesen. Der Credit Suisse zufolge sank das Vermögen der Europäer innerhalb eines Jahres um insgesamt 10,9 Billionen Dollar. Das vermögen der Asiaten ist zwar in den vergangenen zwölf Monaten nur um 1,4 Billionen Dollar gesunken – gleichzeitig ist jedoch das Vermögen der Asiaten an sich deutlich geringer als das der US-Amerikaner und Europäer.

Neben dem Vermögen der US-Amerikaner stieg beispielsweise auch das Vermögen der Japaner im vergangenen Jahr – um 1 Prozent. So verfügt etwa der Amerikaner im Durchschnitt über 262.351 Dollar. Die Japaner haben im Durchschnitt ein Vermögen in Höhe von 269.708 Dollar.

Die Studie kommt jedoch auch zu dem Schluss, dass das Vermögen weltweit zwar gesunken ist, im gleichen Zuge kam es aber auch zu einer Verringerung der Haushaltsverschuldung. Diese ist in den vergangenen zwölf Jahren um 81 Prozent gefallen.

Bis 2017 dürften jedoch die Vermögen um fast 50 Prozent auf 330 Billionen Dollar steigen, prognostiziert die Studie. Bis dahin werde zudem die Zahl der Millionäre von 18 auf 46 Millionen gestiegen sein.

Kommentare

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  1. loma sagt:

    Sie meinen sicher das Vermögen der 90%,die sowiso nichts haben,denn das Vermögen der Reichen steigt weiter!

  2. Brian Fouldner sagt:

    so ein Blödsinn, der große Teil dieser Vermögen besteht doch nur auf dem papier -sogenannte Wertpapiere – saher auch die hohen Schwankungen. Die USA und Japan sind praktisch Pleite – ber deren Vermögen gestiegen – da psst aber etwas nicht würd ich mal sagen

  3. winfried trautsich sagt:

    Muss gleich mal auf meinem Konto nachsehen. Wusste
    gar nicht, dass ich soviel habe.

    Mmmh, leider nicht, reicht vielleicht nochmal für zweimal
    Aldi einkaufen diesen Monat. 🙁

  4. Lesefuchs sagt:

    Dabei ist es natürlich unerheblich, dass die Masse statt 800€ nur noch 400€ hat und einige Wenige statt 50 Mio€ nur noch 25 Mio€! Wem wird es wohl wieder am meisten treffen?

  5. so-ist-es sagt:

    ich erinnere mich sehr gut und es bleibt unvergessen:

    zu DM-zeiten kauften wir für 40 DM unseren wöchentlichen lebensmittelbedarf –
    heute kaufen wir noch immer die gleichen artikel, die gleiche menge, nur mit dem unterschied, wir bezahlen dafür 60 Teuros.
    und nicht nur das.

    wir sind, dank unserer politiker, reicher geworden.
    vor lauter dankbarkeit könnte ich sie an meiner brust erdrücken.

    • hagen von biesenthal sagt:

      dafür haste aber deinen fernseher bei aldi billig bekommen, haste wohl vergessen, wa?

    • denk mal nach sagt:

      @so-ist-es: Herzlichen Glückwunsch! Sie haben die Inflation entdeckt. Dafür bekommen Sie jetzt zwar keinen Nobelpreis,aber vielleicht die Einsicht, dass auch Ihr Konsum von heute die Wirtschaft von morgen antreibt. Ach so: die Politik hat mit pReallohnsenkungen dafür gesorgt, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb einerseits sehr konkurrenzfähig ist und andererseits selbst Faulenzern monatlich ihren Hartz 4 Satz pünktlich überwiesen bekommen. Vielen Dank an die langfristig orientierten Politiker, denen wir das zu verdanken haben. Was kurzfristiges Denken in der Politik anrichtet, kann man zur Zeit sehr schön in Südeuropa sehen…