Volkswagen: Absätze in Europa wachsen langsamer

Der Automobilhersteller Volkswagen bekommt die Auswirkungen der Euro-Krise zu spüren: Das Wachstum bei den Absatzzahlen in Europa verlangsamt sich deutlich. Wettgemacht werden die Rückgänge allerdings in Russland und in China.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Absatzzahlen für Volkswagen in Westeuropa um sechs Prozent gesunken. Weltweit steht bei VW zwar immer noch ein Absatzplus in Höhe von 6,5 Prozent für September zu Buche, dieses fällt jedoch sehr bescheiden aus: Im August konnte der Konzern mit samt seinen Marken noch eine Absatzsteigerung von 19 Prozent verzeichnen, berichtet Reuters. Somit sind die Auswirkungen der Schuldenkrise nun auch Wolfsburg zu spüren.

In den USA, Asien und Osteuropa konnte VW indes mehr Fahrzeuge verkaufen. Konzernvertriebsvorstand Christian Klingler richtet aber seine volle Aufmerksamkeit auf „die bestehenden Unsicherheiten im Euroraum“. Zudem suche man bei VW nach neuen Marktanteilen im Bereich von Billigfahrzeugen. „Wir schauen immer nach neuen Segmenten und interessanten Märkten, was auch Low-Budget-Fahrzeuge umfasst“, sagte VW-Sprecher Eric Felber.

Gute Nachrichten gibt es aus Russland, dort konnten die Auslieferungen um 50 Prozent gesteigert werden. Auch in China wurde ein Absatzplus in Höhe von 18,3 Prozent erreicht. In Europa ist an eine Rückkehr des Automarktes auf Vorkrisenniveau nicht zu denken. Auch andere deutsche Autobauer leiden unter Absatzeinbrüchen.

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