Spanien: Einbruch bei den Neuzulassungen um 36 Prozent

Seit zwölf Monaten sinkt die Zahl der Neuzulassungen in Europa. Alle großen Automärkte brechen ein. In Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland sinken die Zahlen der Neuzulassungen. Lediglich in Großbritannien wächst der Automarkt.

Der Absatzmarkt für europäische Autohersteller schrumpft unaufhörlich. Im September verringerte sich die Zahl der Neuzulassungen um 10,8 Prozent zurück. In Spanien wurde ein Minus von 36,8 Prozent festgestellt, in Italien sanken die Zahlen um 25,7 Prozent, in Frankreich um 17,9 Prozent und in Deutschland um 10,9 Prozent. Nur in Großbritannien konnte ein Zuwachs am Automarkt in Höhe von 8,2 Prozent verzeichnet werden, berichtet Reuters.

Besonders schlimm hat es Renault getroffen. Beim französischen Autohersteller brachen die Autoverkäufe im letzten Jahr um 32 Prozent ein. Nach Informationen vom Guardian, verhandeln die Gewerkschaften zurzeit mit der Geschäftsführung über die Streichung von tausenden Arbeitsplätzen. Auch andere große Marken leiden unter Absatzeinbrüchen: Opel verlor 16 Prozent, bei Ford waren es 15 Prozent und bei VW 13,8 Prozent. Der schwedische Autohersteller Volvo will eines seiner wichtigsten Werke schließen.

Kommentare

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  1. Danieldurchschnitt sagt:

    Wer schon einmal auf Spaniens Strassen unterwegs war wird mir zustimmen, dass dort viel zu viele Autos unterwegs sind. Die Spanier sind nämlich noch Auto-vernarrter als wir Deutschen. Da will dann auch jeder die neueste Karre haben. Moderne Autos im sonnigen Süden halten aber locker 300.000 km. Da brauchts einfach nicht so viele Neuwagen.

  2. werner sagt:

    wozu brauche ich ein Auto?
    um auf die Arbeit zu kommen.
    wenn ich keine Arbeit mehr habe, brauche ich auch kein Auto mehr.

  3. Lesefuchs sagt:

    Tja, wenn Mutti alles um uns herum kaputtspart, was soll da rauskommen?! HARTZ Vierer die S-Klasse kaufen …..?

  4. Günther Einemann sagt:

    In Großbritanien wächst der Automarkt, nicht so in Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland. Alle genannten Länder sind in der EU, aber Großbritanien hat den Teuro
    nicht, und ist somit von dieser verkrampften Solidarität befreit, den Euro, um koste was es wolle, „retten“ zu müssen. So einfach ist das.

  5. Loreley sagt:

    Ganz deutlich ist auch hier schon wieder zu erkennen das: Der T-euro Wohlstand und Frieden bringt!!!

  6. Ron sagt:

    Tja, wie sagte Henry Ford:

    Autos kaufen keine Autos!

    Die Leute haben einfach kein Geld, gerade für Neuwagen. Außerdem dürfte jetzt nach 3 Jahren die Abwrackprämie wirken, hat man damit ja nur den Bedarf künstlich vorgezogen.

    Und: Bei normalen Einkommen wird > 90% finanziert! Bei 3-4 Jahren Nutzung gibt es sicher den ein oder anderen dem noch nie ein Auto SELBST Gehört hat! Von einer Finanzierung zur nächsten halt, Fahrzeugbrief wird dann direkt bei der Bank getauscht!

  7. CD sagt:

    Wenn den Menschen das Geld vor der Auszahlung aus der Tasche gezogen wird, dann braucht sich die Autoindustrie nicht wundern wenn sie auf ihren Fahrzeugen die immer teuerer und schlechter werden sitzen bleibt.

  8. Hans sagt:

    Kein Wunder, wer kauft sich schon einen Renault, die sollen anständige Autos bauen!

  9. WilmaFeuerstein sagt:

    natürlich bricht der Absatzmarkt für Autos zusammen. ich könnte auch ein neues/ jüngeres Auto gebrauchen. Aber woher bitte schön soll auch das Geld für ein Auto kommen ? Ich bin nun mal nicht das Kind reicher Eltern und mein Gehalt hält mit den Preissteigerungen nicht Schritt. Und so geht es vielen !

    • Party Animal sagt:

      Tja! Falschen Job gewählt.

    • BeunruhigterDeutscherBürger sagt:

      Manch älterer deutscher Mittelklassewagen ist sicherlich erstrebenswerter und zuverlässiger in „Gebraucht“, als irgend so ein zusammengepriemter, billiger Neuwagenramsch, der nach dem ersten Schnee und Salz schon erste Zerfallserscheinungen zeigt.
      Schaut man sich die „neueren“ Autos mal genauer an, sieht man, daß mit Rostschutz und -vorsoge nicht viel los ist. Sicherlich so gewollt von der Industrie.

      Nur bei den ganz hochpreisigen Modellen, kann man vielleicht auch noch hohe Qualität erwarten.

      Neuwagen – nie wieder!

  10. Dagmar sagt:

    Der Euro – Frieden und Wohlstand für Alle.